Internationale Vernetzungsplattform

Das CCCA wurde vom BMBWF beauftragt, die Agenden zu JPI Climate zu koordinieren und die internationale Sichtbarkeit der CCCA ForscherInnen durch den Aufbau einer Internationalen Vernetzungplattform stärker zu fördern.

Mit der Gründung der internationalen Vernetzungsplattform im Juni 2018 werden die österreichischen Aktivitäten in der JPI Climate stärker mit jenen des CCCA verknüpft. Nominierte ExpertInnen aus Österreich können somit europäische Forschungsschwerpunkte mitgestalten. Die internationale Vernetzungsplattform des CCCA erhöht außerdem die Sichtbarkeit der österreichischen Forschungsaktivitäten im internationalen Raum (z.B. durch die breite Streuung von Informationen zum Erscheinen des APCC Special Report Health, den CCCA Aktivitäten auf der COP24, oder den österreichischen Disseminierungsaktivitäten zum IPCC Special Report 1,5°C).

Die internationale Perspektive fließt nun auch bei allen strategischen Papieren des CCCA mit ein (z.B. im Science Plan). Umgekehrt wird darauf geachtet, dass im Sinne des internationalen Alignments Synergien zwischen österreichischen und internationalen Strategiepapieren geschaffen werden (z.B. durch eine starke inhaltliche Überlappung des österreichischen Science Plan und der JPI Climate Strategic Research and Innovation Agenda, siehe ERA THEMATIC DOSSIER ON CLIMATE ACTION IN HORIZON 2020, p.36). Diese Aktivitäten stellen mittelfristig sicher, dass österreichische ForscherInnen und deren Schwerpunkte international gut positioniert und sichtbar sind.

Die Vorteile der internationalen Vernetzungsplattform auf einen Blick

Auswahl an Vernetzungsaktivitäten des Jahres 2018

Über das JPI Climate Netzwerk (welches nicht nur national wichtige Netzwerke und Organisationen in europäischen Ländern, sondern auch wichtige Träger der Europäischen Kommission, der European Climate Research Alliance (ECRA) etc. beinhaltet) wurde das Erscheinen des SR Health sowie die englische Version des Science Plan disseminiert, was auf großes Interesse gestoßen ist. Des Weiteren wurde über die Aktivitäten zum 1,5°C Ziel (vor allem über den Talanoa Dialog) und auf der COP 24 berichtet. Im Austausch mit anderen Ländern wird sichtbar, dass Österreich mit den Aktivitäten des CCCA in diesen Bereichen durchaus zu den europäischen Vorreitern gehört und diese Art der strukturierten Zusammenführung aller wichtigen Akteure als Vorbild in anderen Ländern dient.

Internationale Erfolge in Zahlen

ERA4CS:

Das JPI Climate Konsortium startete im Rahmen von ERA4CS (ERA-Net for Climate Services) 2016 eine transnationale Ausschreibung, um Climate Services (inklusive Adaptationsservices) für Endnutzer zu verbessern. Ein weiteres Ziel war, die wissenschaftliche Expertise zu Klimawandelrisiken und Adaptationsoptionen zu verbessen, sowie dieses Wissen mit Entscheidungsfindungsprozessen zu verbinden.

Im Cash-Teil der Ausschreibung wurden insgesamt 18 Proposals zur Förderung ausgewählt, mit einem Gesamtfördervolumen von € 34 M. Von diesen 18 Projekten sind in sechs Projekten österreichische Konsortium Partner beteiligt. Diese sechs Projekte, welche Ende 2017 / Anfang 2018 starteten, erhielten ein Gesamtfördervolumen von €1.292.000, wovon €892.000 aus Mitteln der Europäischen Kommission kommen. Somit waren die österreichischen WissenschafterInnen bei dieser Ausschreibung überdurchschnittlich erfolgreich, was auf der einen Seite in der internationalen Anschlussfähigkeit der österreichischen Wissenschaftscommunity in diesem Bereich begründet liegt, und auf der anderen Seite in der aktiven Involvierung bei der Konzipierung und Durchführung des Calls vom CCCA (Servicezentrum) und der österreichischen Schnittstelle zu JPI Climate.

Ausgewählte Schwerpunkttätigkeiten

Co-Lead der JPI Climate Action Group "Enabling Societal Transformation"

  • Erstellung eines White Papers, welches die Basis für die mittelfristige Programmierung von JPI Climate im Bereich der Human- und Sozialwissenschaften im Zusammenhang mit der Klimawandelforschung ist. Dieses White Paper identifiziert fünf Themenbereiche und zwei transversale Aspekte, zu denen hoher Forschungsbedarf besteht und die in den nächsten Jahren richtungweisend für Ausschreibungen sein sollen. Ziel ist es, ein möglich breites Spektrum an Human- und SozialwissenschaftlerInnen damit anzusprechen. Außerdem ist das White Paper eine Anleitung zu transdisziplinären Zugängen in der Forschung; es ermutigt zu kritischen und reflexiven Prozessen in der Erkenntnisgewinnung.
  • Entwicklung einer gemeinsamen Ausschreibung (Joint Transnational Call) mit anderen JPI Climate Mitgliedern im Bereich Klimawandel und Human- und Sozialwissenschaften (geplanter Launch: Herbst 2019)