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Größter unabhängiger Vermögensverwalter der Welt fordert Klima-Risiko-Analyse

Unternehmen müssen sich viel intensiver mit den Risiken die der Klimawandel für Sie birgt befassen, fordert BlackRock.

Foto: pixaby, questionafoto.

Die FAZ berichtete bereits im September 2016: "Blackrock, mit einem verwalteten Vermögen von 4,9 Billionen Dollar die größte Investmentgesellschaft der Welt, geht in der Studie von einer Welle an neuen Vorgaben für den Klimaschutz aus. „Wir halten die Klimafaktoren für unterschätzt und unterbewertet“, lautet eine Kernbotschaft der Blackrock-Studie. Dabei berufen sich die Autoren auf die Stern-Untersuchung, die im Jahr 2006 für die britische Regierung erstellt worden war. Demnach können die Schäden durch den Klimawandel bis zum Jahr 2100 jährlich fünf bis 20 Prozent der Weltwirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) kosten. Je mehr die Auswirkungen des Klimawandels sichtbar würden, desto eher würden die Kosten an den Märkten Berücksichtigung finden.

Der Investitionsbedarf ist immens. Blackrock schätzt allein im Bereich Infrastruktur den Investitionsbedarf bis zum Jahr 2030 auf 90 Billionen Dollar. Bislang seien aber erst halb so viele Investitionen eingeplant. Deshalb sind nach Ansicht von Blackrock private Investoren gefragt, um die Lücke zu schließen. Aber auch die gegenwärtige Niedrigzinsphase kann sich als hilfreich erweisen. Denn die Finanzierung sei für Staaten gegenwärtig äußerst günstig. Ein Drittel der Staatsanleihen aus den Industrieländern weise derzeit negative Renditen auf."

Zum vollständigen Artikel: Finanzmärkte im Klimawandel

Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass BlackRock seine Forderungen direkt an die Unternehmen - die Klimarisiken ihres Geschäftsmodells ernstzunehmen und zu evaluieren - gerichtet hat:

"The move by BlackRock, a powerful force in Corporate America with $5.1 trillion under management, could bolster efforts like climate-risk disclosure practices developed by the Financial Stability Board, the international body that monitors and makes recommendations about the global financial system.

BlackRock, which holds stakes in most major U.S. corporations, identified its top "engagement priorities" for meetings this year with corporate leaders in documents to be posted on its website on Monday, with climate risk and boardroom diversity on the list. Reuters received advance copies of the materials.

Michelle Edkins, set to oversee the outreach effort as head of a 30-person team, said BlackRock might want to hear from companies about how they are assessing the risk that climate change may pose to their operations. Edkins cited the example of how rising ocean levels could swamp a real estate company's valuable beachfront property.

Some companies have shown leadership on the areas BlackRock considers priorities, Edkins said, while others need improvement. "There are firms where we think they're probably not moving fast enough given the risks to the business," Edkins said in a telephone interview on Sunday.

The action marked a step-up in BlackRock's advocacy with boards and executives, and comes after the fund giant was criticized by environmental and labor activists for not backing proxy resolutions dealing with climate change and other topics more often at shareholder meetings."