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El Niño-Southern Oscillation (ENSO)

  1. Der Begriff El Niño wurde ursprünglich verwendet, um eine Warmwasserströmung zu beschreiben, die periodisch entlang der Küste von Ecuador und Peru fließt und dabei die lokale Fischerei beeinträchtigt.

    Inzwischen bezeichnet er eine beckenweite Erwärmung des tropischen Pazifiks östlich der Datumsgrenze. Dieser ozeanische Vorgang steht in Verbindung mit einer Fluktuation in einem tropischen und subtropischen Oberflächendrucksystem auf globaler Ebene, die „Southern Oscillation“ genannt wird. Dieses gekoppelte Atmosphären-Ozean-Phänomen, das vorzugsweise in Zeiträumen von zwei bis sieben Jahren auftritt, ist weithin bekannt als „El Niño-Southern Oscillation“, oder ENSO. Es wird oft über die Differenz der Oberflächendruckanomalie zwischen Darwin (Australien) und Tahiti und über die Meeresoberflächentemperaturen im Zentral- und Ostäquatorial-Pazifik gemessen. Während eines ENSO-Ereignisses werden die vorherrschenden Passatwinde schwächer, wodurch der Auftrieb des Tiefenwassers reduziert und Meeresströmungen geändert werden, so dass die Meeresoberflächentemperaturen ansteigen und die Passatwinde weiter geschwächt werden. Dieses Ereignis hat große Auswirkungen auf die Wind-, Meeresoberflächentemperatur- und Niederschlagsmuster im tropischen Pazifik. Durch globale Telekonnektionsprozesse hat es klimatische Auswirkungen in der gesamten Pazifikregion und in vielen anderen Teilen der Welt. Die Kaltphase von ENSO heißt La Niña (Siehe La Niña Phenomen)

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