Glossar

Die AutorInnen des österreichischen Klimaberichts (AAR14) haben das übersetzte IPCC-Glossar (aus dem IPCC AR4) an die Bedürfnisse des AAR14 angepasst und
teilweise wesentlich erweitert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Themenkreis „Boden“ der im IPCC Bericht wesentlich weniger ausführlich behandelt wird und daher im Glossar ungenügend berücksichtigt war. Das APCC-Glossar wird vom CCCA als lebendes Dokument für die CCCA-Mitglieder weitergeführt.

Ergänzungen und Anmerkungen zum Glossar senden Sie bitte an servicezentrum@ccca.ac.at

Listenansicht für die Begriffe

  • Abfackeln
    Verbrennen von brennbaren Abgasen und flüchtigen Flüssigkeiten. [...]
  • Abfluss
    Teil von Niederschlägen, der nicht verdunstet oder transpiriert wird, sondern über Erdoberfläche fließt und so in Wasserkörper zurückkehrt. [...]
  • Abrupte Klimaänderung
    Die Nicht-Linearität des Klimasystems kann zu abrupter Klimaänderung führen, manchmal auch schnelle Klimaänderung, abrupte Ereignisse oder sogar Überraschungen genannt. [...]
  • Absorption, Streuung und Emission von Strahlung
    Elektromagnetische Strahlung kann mit Materie, sei sie in Form von Atomen und Molekülen eines Gases (z.B. die Gase in der Atmosphäre) oder in Form von partikulärer Materie, fest oder flüssig (z.B. Aerosole), auf vielfältige Weise wechselwirken. [...]
  • Activities Implemented Jointly (AIJ)
    Joint Implementation (Art. 4.2(a) UNFCCC) , die Projektaktivitäten zwischen Industrienationen sowie Industrienationen und Entwicklungsländern gestattet. [...]
  • Aerosole
    Feste oder flüssige Partikel in der Luft mit einer typischen Größe zwischen 0,01 und 10 μm (Mikrometer), die mindestens ein paar Stunden in der Atmosphäre bleiben. [...]
  • Aggregate / Bodenaggregate
    Zusammenlagerung einzelner Bodenpartikel zu Körpern unterschiedlicher Form und Größe. [...]
  • Aggregierte Auswirkungen
    Die gesamten, über Sektoren und/oder Regionen integrierten Auswirkungen. [...]
  • AGW
    „Anthropogenic Global Warming” [...]
  • Akklimatisierung
    Die physiologische Anpassung an klimatische Schwankungen.
  • Akzeptanzbereitschaft (willingness to accept)
    Die minimale Menge an Geld, die ein Individuum bereit ist zu akzeptieren, um einen erlittenen Verlust zu kompensieren oder um auf einen Vorteil zu verzichten.
  • Albedo
    Der von der Oberfläche reflektierte Anteil der auftreffenden Sonnenstrahlung, ausgedrückt in Prozent. [...]
  • Albedo-Rückkopplung
    Eine Klimarückkopplung mit Veränderungen in der Albedo der Erde. [...]
  • Algenblüte
    Explosive Vermehrung von Algen in einem See, Fluss oder Ozean.
  • Alpin
    Die biogeographische Zone aus Hängen über der Baumgrenze, die durch die Anwesenheit von rosettenbildenden krautigen Pflanzen und niedrigen, langsam wachsenden buschigen Gehölzen charakterisiert ist.
  • Anfälligkeit
    Grad der Betroffenheit einer Region von klimatischen Änderungen. Die Anfälligkeit hängt von den zu erwartenden Klimaänderungen, der Sensitivität und der Anpassungskapazität ab.
  • Angebotskurve
    Funktionaler Zusammenhang zwischen dem Angebot (Menge), das Produzenten bereit sind herzustellen zu einem gegebenen Preisniveau. Im Allgemeinen gilt, Produzenten sind bereit mehr von einem Gut zu einem höheren Preis herzustellen.
  • Annehmlichkeit
    Vorteil, der entsteht, wenn man in der Nähe eines bestimmten (Umwelt) Gutes bzw. Attribut lebt. Dieses kann positiv sein, wie z.B. das Leben neben einem Waldstück oder auch negativ, neben einer Mülldeponie.
  • Annex B-Länder
    Gruppe von Ländern, die im Anhang B des Kyoto-Protokolls aufgeführt sind und die sich über ein Ziel ihrer Treibhausgasemissionen geeinigt haben, inklusive aller Annex I-Länder (wie 1998 ergänzt) außer der Türkei und Weißrussland. [...]
  • Annex I-Länder
    Die Gruppe von Ländern, die im Anhang I (wie 1998 ergänzt) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) aufgeführt ist und alle OECD-Staaten des Jahres 1990 sowie Transformationsländer umfasst. [...]
  • Annex II-Länder
    Die Gruppe von Ländern, die im Anhang II des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) aufgeführt ist und alle OECD-Staaten des Jahres 1990 umfasst. [...]
  • Annular Modes
    Bevorzugte Änderungsmuster der atmosphärischen Zirkulation, welche den Änderungen der zonal gemittelten Westströmung in den mittleren Breiten entspricht. [...]
  • Anpassung
    Strategien und Maßnahmen, um die Empfindlichkeit natürlicher und gesellschaftlicher Systeme gegenüber tatsächlichen oder erwarteten Auswirkungen der Klimaänderung zu verringern. [...]
  • Anpassungsfähigkeit
    Gesamtheit der regional unterschiedlichen Fähigkeiten, Ressourcen und Institutionen von Individuen oder Gruppen, von einem Land oder einer Region, sich mit wirksamen Maßnahmen an den Klimawandel anpassen zu können. [...]
  • Anpassungskosten
    Kosten der Planung, Vorbereitung, Ermöglichung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen, einschließlich Transitionskosten.
  • Anpassungsvorteile
    Die vermiedenen Schadenskosten oder die anfallenden Gewinne als Folge der Verabschiedung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen.
  • Anthropogen
    Vom Menschen verursacht oder produziert.
  • Anthropogene Emissionen
    Emissionen von Treibhausgasen, deren Vorläufern und Aerosolen, die mit menschlichen Aktivitäten in Verbindung stehen. Hierzu zählen die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Rodung, Landnutzungsänderungen, Viehherden, Düngung usw.
  • Anthropogener Treibhauseffekt
    In Abgrenzung zu dem auch natürlich stattfindenden Treibhauseffekt wird der zusätzliche Treibhauseffekt, der aufgrund der menschlichen Zufuhr klimawirksamer Gase in die Atmosphäre entsteht, als anthropogener Treibhauseffekt bezeichnet. [...]
  • Anthroposphäre
    Im Sphärenkonzept für das System Erde steht die Anthroposphäre der Natursphäre/den Natursphären gegenüber. [...]
  • Anthropozän
    Von Paul Crutzen und Eugene Stoermer in Diskussion gebrachte geochronologische Periode, in der der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor in natürlichen Prozesskreisläufen im System Erde geworden ist. [...]
  • Antriebe
    Siehe Äußere Antriebe.
  • Äolische Prozesse
    Die Sedimenttransporte durch den Wind werden zusammenfassend als äolische Prozesse bezeichnet. [...]
  • Aquakultur
    Gelenkte Kultivierung von Wasserpflanzen oder -tieren, wie Lachs oder Schalentiere, die zu Ertragszwecken gehalten werden.
  • Äquatorialklima
    Äquatornaher Teil der tropischen Klimazone. Die ganzjährig hohe Sonneneinstrahlung führt zu hohen Temperaturen und minimalen Temperaturschwankungen über das ganze Jahr. [...]
  • Äquivalente Kohlendioxid (CO?)-Konzentration
    Die Konzentration von Kohlendioxid, welche den gleichen Strahlungsantrieb wie eine vorgegebene Mischung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen verursachen würde. Siehe auch CO2-Äquivalent.
  • Arides Gebiet
    Ein Landgebiet mit geringem Niederschlag, wobei gering im Allgemeinen als <250 mm Niederschlag pro Jahr angesehen wird.
  • Arides Klima (Aridität/arid)
    Vereinfacht gesagt, kennzeichnet der Begriff arid die Trockenheit einer Region, in der die Verdunstung die Menge des gefallenen Niederschlags übersteigt. [...]
  • Arktisches Klima
    Klima der Polargebiete (Gebiete innerhalb der Polarkreise). [...]
  • Atlantisches Klima
    Der Begriff bezieht sich auf den Atlantischen Ozean und entspricht weitgehend dem maritimen Klima.
  • Atmosphäre
    Die gasförmige Hülle, welche die Erde umgibt. Die trockene Atmosphäre besteht fast gänzlich aus Stickstoff (78,1 Volumenprozent) und Sauerstoff (20,9 Volumenprozent) [...]
  • Atomkraft
    Nutzung von Wärme- bzw. thermischer Energie, die bei der Spaltung von Atomkernen im Reaktor entsteht, zur Stromerzeugung. [...]
  • Aufforstung
    Pflanzung von Wäldern auf Land, das mindestens 50 Jahre lang nicht bewaldet war. Eine Diskussion der Begriffe Wald und verwandter Begriffe wie (Wieder-)Aufforstung und Entwaldung ist im IPCC-Bericht zur Landnutzung(/-sänderung) und Waldwirtschaft.
  • Auflagehumus / organische Auflage
    Organisches Bodenmaterial, das Fest-, Lockergestein oder Torf aufliegt, aus Bestandesabfall entstanden ist und in Abhängigkeit von den Mineralisierungsbedingungen in Horizonten unterschiedlichen Zersetzungsgrades vorliegen kann.
  • Aufnahme
    Die Zugabe eines Stoffes von Belang in einen Speicher. Die Aufnahme von kohlenstoffhaltigen Substanzen, insbesondere Kohlendioxid, wird im Englischen oft mit (Kohlenstoff-)Sequestration bezeichnet.
  • Äußere Antriebe
    Äußere Antriebe beziehen sich auf eine Antriebskraft außerhalb des Klimasystems, die eine Änderung im Klimasystem verursacht. [...]
  • Aussterben
    Das vollständige Verschwinden einer ganzen biologischen Art.
  • Austausch / Austauschprozess
    Bezeichnung für einen dem Massenwirkungsgesetz folgenden chemischen Umsetzungsvorgang, in dem Ionen der Bodenlösung partiell oder vollständig die an den Oberflächen der Austauscher (Tonminerale, Humus und Oxide) haftenden Ionen verdrängen.
  • Austauschkapazität
    Summe der austauschbaren Ionen (Kationenaustauschkapazität und Anionenaustauschkapazität), die an Tonmineralen, Humus und Oxiden reversibel gebunden und damit vor der Auswaschung bewahrt sind.
  • Auswirkungen (Impakt)
    Die Auswirkungen der Klimaänderung auf natürliche und menschliche Systeme. [...]
  • Auswirkungen höherer Ordnung
    Eine indirekte Auswirkung des Klimawandels, die aus einer direkten Auswirkung resultiert, z.B. der Verlust von natürlichem Lebensraum auf Grund des Anstiegs des Meeresspiegels.
  • Auswirkungen niedriger Ordnung
    Eine direkte Auswirkung des Klimawandels, wie z.B. der Anstieg des Meeresspiegels, welche in einer Auswirkung höherer Ordnung resultiert, wie z.B. der Verlust von natürlichem Lebensraum.
  • Autonome Anpassung
    Anpassungsmaßnahmen, die von Institutionen, Unternehmen und Gemeinschaften unabhängig von deren Wahrnehmung bzw. Einschätzung von Klimarisiko vorgenommen werden. [...]
  • Baseline Szenario
    Siehe Referenzszenario.
  • Bassin/Becken
    Das Wassereinzugsgebiet von Bächen, Flüssen oder Seen.
  • Baumringe
    In einem Querschnitt eines Stammes einer Holzpflanze sichtbare konzentrische Ringe von Sekundärholz. [...]
  • Be-preisung – Valuation
    Der Prozess in dem jede ökonomisch relevante Klimaauswirkung bepreist wird.
  • Benchmark (Bezugsgröße für den Leistungsvergleich)
    Eine messbare Variable, die als Bezugsgröße oder Referenzwert bei der Leistungsbeurteilung herangezogen wird. [...]
  • Benefit Transfer Method
    Die Benefit Transfer Methode wird verwendet, um den wirtschaftlichen Wert von Umweltsystemen und deren Services zu schätzen. Dazu wird die verfügbare Information von bereits bestehenden Studien in einen anderen Kontext gesetzt.
  • Beschneiungspotential
    Anzahl an Tagen, an denen technische Beschneiung durch die klimatischen Gegebenheiten möglich ist.
  • Bewertung der Auswirkungen von Klimaänderungen
    Der Vorgang der Identifizierung und monetärer und/oder nicht-monetärer Bewertung der Auswirkungen von Klimaänderung auf natürliche und menschliche Systeme.
  • Bias Correction
    Trotz stetiger Weiterentwicklung der (globalen und regionalen) Klimamodelle, weisen diese Simulationen teils erhebliche Abweichungen von Beobachtungsdaten auf. [...]
  • Bioenergie
    Aus Biomasse gewonnene Energie.
  • Biofilter
    Biofilter sind Filter, die biologisches Material nutzen, um Verunreinigungen zu filtern oder chemisch umzuwandeln, wie z.B. die Oxidation von Methan zu CO2.
  • Biogas
    Das Biogas ist ein brennbares Gasgemisch mit hohem Methananteil. Es entsteht beim Vergären von organischen Substanzen. [...]
  • Biologische Vielfalt
    Die gesamte Variabilität aller Lebewesen und Ökosysteme auf vielfältigen räumlichen Ebenen (von Genen zu gesamten Biomen).
  • Biom
    Ein wesentliches und charakteristisches regionales Element der Biosphäre, das üblicherweise aus mehreren Ökosystemen (z.B. Wäldern, Flüssen, Teichen, Sümpfen innerhalb einer Region mit bestimmtem Klima), besteht. [...]
  • Biomasse
    Die gesamte Masse an lebenden Organismen in einem bestimmten Gebiet oder Volumen; neuerdings wird totes Pflanzenmaterial oft als tote Biomasse mit eingeschlossen. [...]
  • Biosphäre (terrestrische und marine)
    Natursphäre, die allen Formen tierischen und pflanzlichen Lebens und die damit verbundenen Lebensreaktionen umfasst.
  • Biostrom
    Strom aus Biogas auf Basis nachwachsender Rohstoffe. [...]
  • Biotreibstoff
    Aus organischem Material oder brennbaren Pflanzenölen hergestellter Brennstoff. Beispiele sind u.a. Alkohol, Schwarzlauge aus der Papierherstellung, Holz und Sojaöl.
  • Bioturbation
    Durch bodenwühlende Lebewesen (Regenwürmer, Termiten, Insektenlarven, Maulwürfe, Ziesel etc.) bedingte Durchmischung von Bodenhorizonten.
  • Blockgletscher
    Hierbei handelt es sich um eisübersättigte Schuttmassen unter Permafrost-Bedingungen, die sich durch Deformation des im Schutt enthaltenen Eises kriechend hangabwärts bewegen.
  • Boden
    Oberster Bereich der Erdkruste, der durch Verwitterung, Um- und Neubildung (natürlich oder anthropogen bedingt) entstanden und weiter veränderbar ist. [...]
  • Bodenart / Bodentextur
    Verteilung der mineralischen Bodenbestandteile eines Bodens auf Korngrößenklassen, die eine definierte Schwankungsbreite haben. Für die Bodenarten des mineralischen Feinbodens sind die Korngrößenklassen Sand, Schluff und Ton maßgebend.
  • Bodenatmung / Bodenrespiration
    Gasaustausch zwischen Atmosphäre und Bodenluft aufgrund unterschiedlicher Partialdrücke von Kohlendioxid und Sauerstoff.
  • Bodenbelastung
    Anthropogene Eingriffe in die Pedosphäre, die in der Summe als Belastung wirken.
  • Bodenbildung / Bodenentwicklung
    Die in einem Boden ablaufenden, von den Faktoren der Bodenbildung gesteuerten Prozesse rufen bestimmte Merkmale hervor, die sich im Laufe der Zeit verändern, d.h. weiterentwickeln können.
  • Bodenbiodiversität
    Biologische Vielfalt der Bodenorganismen. Vielfalt der Arten innerhalb des Bodens samt ihrer genetischen Mannigfaltigkeit.
  • Bodendauerbeobachtung / Bodendauerbeobachtungsflächen
    Längerfristig betriebene Kontrolleinrichtung auf repräsentativen Standorten zur Beobachtung von ausgewählten Parametern und deren zeitlichen Veränderung. [...]
  • Bodendegradation
    Die Verschlechterung der Bodeneigenschaften.
  • Bodenerosion
    Abtragung und Verfrachtung von Bodensubstrat durch Wind, Niederschlagswasser und Schwerkraft. [...]
  • Bodenform
    Standort- und Kartiereinheit der Österreichischen Bodenkartierung mit ähnlichen Bodenmerkmalen, die zumindest im Bodentyp übereinstimmen.
  • Bodenfunktion / Bodenfunktionsbewertung
    Leistungsvermögen des Bodens, die dieser auf Grund seiner Eigenschaften in einem funktionalen Kontext hat. [...]
  • Bodengefüge / Bodenstruktur
    Kennzeichnet die makroskopischen Gefügemerkmale des mineralischen Bodens, d.h. die Form der räumlichen Anordnung der mineralischen Bodenbestandteile und damit auch jene des Porensystems.
  • Bodeninformationssysteme (BIS)
    Computergestütze Datenbanksysteme zur Inventarierung des Ist-Zustands der Böden.
  • Bodenkontamination
    Verunreinigung des Bodens mit anorganischen und organischen Schadstoffen.
  • Bodenmanagement
    Bodenmanagement umfasst im weitesten Sinne die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle von Maßnahmen im Umgang mit Grund und Boden.
  • Bodenmonitoring
    Systematischen Erfassung und Überwachung von Böden und ihren zeitlichen Veränderungen mittels technischer Hilfsmittel und wiederholter Analysen.
  • Bodenorganismen |Bodenlebewelt |Bodenlebewesen |Edaphon
    Die Gesamtheit aller lebenden Organismen innerhalb des Bodens, bestehend aus Bakterien, Archaeen und Eukaryoten wie Pflanzen, Tiere, Pilze und diverse Einzeller.
  • Bodenprofil
    Schnitt durch den Boden in vertikaler Richtung, der die Abfolge der Bodenhorizonte zeigt.
  • Bodenschutz
    Ziel des Bodenschutzes ist die quantitative und qualitative Sicherung des Bodens. [...]
  • Bodentemperatur
    Die Temperatur des Untergrunds nahe der Oberfläche (oft innerhalb der obersten 10 cm).
  • Bodentyp
    Gesamtheit von Böden mit einer charakteristischen Horizontkombination bzw. deren spezifischen Merkmalen und Eigenschaften.
  • Bodenverdichtung
    Bodenphysikalischer Prozess, durch den die Lagerungsdichte zu-, das Porenvolumen abnimmt. [...]
  • Bodenversalzung
    Anreicherung von Salzen im Oberboden, die natürlich oder durch Bewässerung erfolgen kann und vor allem Kulturböden semi- bis vollarider Klimate betrifft.
  • Bodenversauerung
    Säureeinträge mit den Niederschlägen erhöhen die Konzentration an Protonen, Al-Ionen und anderen Säurebildnern in der Bodenlösung, wodurch mit der Zeit der Boden-pH-Wert sinkt, wenn die Pufferkapazitäten des Bodens überschritten werden. [...]
  • Bodenversiegelung
    Überbauung des Bodens mit mehr oder weniger luft- und wasserundurchlässigen Bauten (Straßen, Gebäude), wobei die betroffene Bodenfläche irreversibel verlorengeht.
  • Bodenwertzahlen
    Vergleichswerte zur Bodenbewertung; geringe Werte entsprechen sandigen Böden, hohe Werte Lössböden.
  • Bodenzone
    Höchste räumliche Integration des Bodeninventars auf einer Weltbodenkarte, die weitgehend mit den Klimazonen zusammenfällt und sich nach dem vorherrschenden Leitbodentyp orientiert.
  • Bohrlochtemperatur
    Bohrlochtemperaturen werden in Bohrlöchern in bis zu hunderten von Metern Tiefe im Erdinneren gemessen. [...]
  • Borealer Wald
    Kiefern-, Tannen-, Fichten- und Lärchenwälder, die sich von der Ostküste Kanadas nach Westen hin bis nach Alaska und weiter von Sibirien nach Westen hin über ganz Russland in die europäische Ebene erstrecken.
  • Boreales Klima
    Kühles bzw. kaltes, meist niederschlagarmes Klima mit stark unterschiedlichen Jahreszeiten. [...]
  • Bottom-up-Modelle
    Bottom-up-Modelle bilden die Wirklichkeit ab, indem sie Charakteristika bestimmter Aktivitäten und Abläufe aggregieren, wobei technologische, technische und kostentechnische Details mit einbezogen werden. [...]
  • Brennstoffsubstitution
    Im Allgemeinen der Einsatz von Brennstoff A anstelle von Brennstoff B. [...]
  • Brennstoffzelle
    Eine Brennstoffzelle erzeugt aus der kontrollierten elektrochemischen Reaktion zwischen Wasserstoff oder einem anderen Treibstoff und Sauerstoff auf direkte und kontinuierliche Art Strom. [...]
  • Bruttoinlandsprodukt (BIP)
    Der monetäre Wert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Landes produziert werden.
  • C3-Pflanzen
    C3-Pflanzen sind Pflanzen, bei denen das Kohlendioxid in Form einer Verbindung mit 3 Kohlenstoffatomen fixiert wird (=C3). [...]
  • CAGW
    Abkürzung für engl. „Catastrophic Anthropogenic Global Warming”, Katastrophale Anthropogene Globale Erwärmung.
  • Carbonatisierung
    Sekundäre Ausfällung von Carbonaten im Boden in Abhängigkeit von der Wasserbewegung.
  • CCCA - Climate Change Centre Austria
    Das CCCA wurde 2011 als Anlaufstelle für Forschung, Politik, Medien und Öffentlichkeit für alle Fragen der Klimaforschung in Österreich gegründet und fördert den nachhaltigen Klimadialog. [...]
  • CER
    Certified Emission Reduction sind Emissionszertifikate, die von Organen der UN-Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls ab 2008 für die erfolgreiche Ausführung von Klimaschutzprojekten des Clean Development Mechanism (CDM) ausgegeben werden. [...]
  • Change-in-productivity Verfahren
    Verfahren, das die Veränderungen der Umwelt in Zusammenhang mit veränderter Produktivität setzt.
  • Clean Development Mechanism (CDM)
    Der CDM wird in Artikel 12 des Kyoto-Protokolls definiert und verfolgt zwei Ziele: [...]
  • Climate Gate
    Als Climate Gate werden die Enthüllungen bezeichnet, die aus der Veröffentlichung von Informationen aus der CRU (Climatic Research Unit) der UEA (University of East Anglia) am 19.11.2009 folgten.
  • CO
    Das giftige Gas Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei unvollständiger Verbrennung unter zu wenig Sauerstoff. Es verbrennt mit Sauerstoff zu Kohlendioxid (CO2). [...]
  • CO2-Äquivalent: Emissionen und Konzentrationen
    Treibhausgase unterscheiden sich hinsichtlich ihres erwärmenden Einflusses (Strahlungsantrieb) auf das globale Klimasystem aufgrund ihrer unterschiedlichen Strahlungseigenschaften und Lebensdauern in der Atmosphäre. [...]
  • CO2-Düngung
    Siehe Kohlendioxiddüngung.
  • COSMO – CLM (CCLM)
    COSMO-Modell in Climate Mode; dynamisches regionales Klimamodell, das von einem Konsortium aus verschiedenen Institutionen entwickelt wurde.
  • Degradation
    Ist die Verringerung eines Wertes oder einer Eigenschaft. Beispielsweise Bodendegradation bezeichnet die Verschlechterung der Bodeneigenschaften
  • Denitrifikation
    Reduktion stickstoffhaltiger Verbindungen (bes. Nitrat) zu Stickstoffmonoxid, Distickstoffoxid und elementarem Stickstoff durch Mikroorganismen unter Sauerstoffmangel.
  • Deponie
    Müllhalde, auf der fester Müll unter, auf oder über Bodenniveau gelagert wird. [...]
  • Direkte Auswirkungen
    Siehe Auswirkungen niedriger Ordnung.
  • Diskontierung (Abzinsung)
    Eine mathematische Operation, die Geld- (oder andere) Mengen, die zu verschiedenen Zeitpunkten (Jahren) erhalten oder ausgegeben wurden, vergleichbar macht. [...]
  • Diskontrate
    Siehe Diskontierung.
  • DMI
    Abkürzung für Danmarks Meteorologiske Institut (Dänisches Meteorologisches Institut).
  • Düngerbemessung
    Zielgerichteter Einsatz von Düngemitteln durch sorgfältige Auswahl und Kalkulation von Düngerart und -menge.
  • Durchfluss
    Wasserfluss innerhalb eines Flussbettes, z.B. in Kubikmeter pro Sekunde (m³/s) ausgedrückt.
  • Durchschnittstemperatur, globale
    Siehe globale Durchschnittstemperatur
  • Dürre
    Im Allgemeinen ist eine Dürre eine „verlängerte Abwesenheit von oder ein markanter Mangel an Niederschlägen“. [...]
  • Dynamischer Eisabfluss
    Eisabfluss von Eisschilden oder Eiskappen, der durch die Dynamik des Eisschildes oder der Eiskappe (z.B. in Form von Gletscherbewegung, Eisströmen und kalbenden Eisbergen) hervorgerufen wird und nicht durch Schmelze oder Abfluss von Wasser.
  • Einspeisevergütung
    Der Preis pro Stromeinheit, den ein Kraftwerk oder Stromlieferant für verteilte oder erneuerbare Energie zahlen muss, die von anderen Erzeugern ins Netz eingespeist wurde. [...]
  • Eisbohrkern
    Ein aus einem Gletscher oder Eisschild gebohrter Zylinder aus Eis. [...]
  • Eiskappe
    Eine kuppelförmige Eismasse, die normalerweise ein Hochland bedeckt, und die ein beträchtlich kleineres Ausmaß hat als ein Eisschild.
  • Eisschild
    Eine Landeismasse, die genügend mächtig ist, um den größten Teil der Topographie des darunterliegenden Gesteinsuntergrundes zu überdecken, so dass ihre Form hauptsächlich durch ihre innere Dynamik bestimmt ist. [...]
  • Eistage
    Tage, an denen die Tageshöchsttemperatur unter 0 °C liegt.
  • Eiszeit
    Eine Eiszeit ist eine Periode der Erdgeschichte in der mindestens ein Pol der Erde vergletschert ist. [...]
  • El Niño-Southern Oscillation (ENSO)
    Der Begriff El Niño wurde ursprünglich verwendet, um eine Warmwasserströmung zu beschreiben, die periodisch entlang der Küste von Ecuador und Peru fließt und dabei die lokale Fischerei beeinträchtigt. [...]
  • Emissionshandel
    Ein marktkonformer Ansatz zur Erreichung von klimapolitischen Zielen. [...]
  • Emissionsminderung
    Technologiewandel und -ersatz, die den Ressourceneinsatz und die Emissionen pro Ausgabeeinheit verringern. [...]
  • Emissionsminderungskapazität
    Die Fähigkeit eines Landes, die Emissionen anthropogener Treibhausgase zu reduzieren oder natürliche Senken zu stärken, wobei sich Fähigkeit auf Fertigkeiten, Kompetenzen, die Angepasstheit und Leistungen bezieht, die ein Land erlangt hat. [...]
  • Emissionsminderungspotenzial
    Im Zusammenhang mit Klimaschutz ist das Emissionsminderungspotenzial das Ausmaß an Emissionsminderung, das mit der Zeit erreicht werden könnte, aber noch nicht erreicht ist. [...]
  • Emissionsszenario
    Eine plausible Darstellung der zukünftigen Entwicklung der Emissionen von Substanzen, die möglicherweise strahlungswirksam sind (z.B. Treibhausgase, Aerosole) [...]
  • Emissionstrajektorie
    Eine projizierte zeitliche Entwicklung der Emission eines Treibhausgases oder einer Gruppe von Treibhausgasen, Aerosolen und Vorlauferstoffen von Treibhausgasen.
  • Emissionszertifikat
    Ein Emissionszertifikat stellt eine nicht-übertragbare oder handelbare Genehmigung für die Emission einer bestimmten Menge einer Substanz dar, die einer juristischen Person (Firma oder anderem Emittenten) durch eine Regierung zugewiesen wird. [...]
  • Empfindlichkeit
    Siehe Sensitivität.
  • Endemisch
    Bedeutet, auf eine örtliche Lage oder eine Region eingeschränkt oder für eine örtliche Lage oder Region eigentümlich. [...]
  • Energie
    Die gelieferte Menge an Arbeit oder Wärme. Energie wird in eine Vielzahl von Arten unterteilt und wird für den Menschen nutzbar, wenn sie von einem Ort zum anderen fließt oder von einer Art in die andere umgewandelt wird. [...]
  • Energiebilanz
    Die Differenz zwischen der gesamten einfallenden und abgestrahlten Energie im Klimasystem. [...]
  • Energiedienstleistungsunternehmen
    Ein Unternehmen, das Endverbrauchern Energiedienstleistungen anbietet und zu erreichende Energieersparnisse garantiert [...]
  • Energieeffizienz
    Das Verhältnis von Energieertrag zu Energieeinsatz in einem System, einem Umwandlungsprozess oder einer Aktivität.
  • Energieintensität
    Energieintensität ist das Verhältnis von Energieverbrauch zu wirtschaftlicher oder physikalischer Produktionsleistung. [...]
  • Energiesicherheit
    Die verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen, die ein bestimmtes Land oder die Weltgemeinschaft als Ganzes treffen muss, um eine angemessene Energieversorgung aufrecht zu erhalten.
  • Entscheidungsträger
    Person oder Institution, welche die Befugnis haben, zwischen verschiedenen Alternativen eine Entscheidung zu treffen.
  • Entwaldung
    Umwandlung von Wald in unbewaldetes Gebiet. Eine Diskussion des Begriffes Wald und verwandter Begriffe wie (Wieder-)Aufforstung und Entwaldung ist im IPCC-Bericht „Land Use, Land-Use Change and Forestry“ (IPCC, 2000) gegeben.
  • Entwicklungspfad
    Eine Entwicklung auf der Grundlage einer Anordnung von technologischen, wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen, kulturellen und biophysikalischen Eigenschaften [...]
  • Erdoberflächentemperatur
    Siehe Globale Erdoberflächentemperatur, Meeresoberflächentemperatur.
  • Erfüllung
    Erfüllung beschreibt, ob und in welchem Ausmaß sich Länder an die Bedingungen eines Abkommens halten. [...]
  • Erfüllungskontrolle
    System, das die Einhaltung der Reduktionsverpflichtungen kontrolliert und Maßnahmen und Sanktionen für den Fall vorsieht, dass ein Land seinen im Kyoto-Protokollniedergelegten Emissionsreduktionsverpflichtungen nicht nachkommt.
  • Erkennung und Zuordnung
    Das Klima ändert sich ständig auf allen Zeitskalen. [...]
  • Erosion
    Der Prozess des Entfernens und des Transports von Boden und Gestein durch Verwitterung, Massenabnutzung und unter Einwirkung von Fließgewässern, Gletschern, Wellen, Wind und Grundwasser.
  • Erosivität
    Maß für das Abtragspotential der Niederschläge gegenüber einem Boden.
  • EU 2020
    Europa 2020 ist ein auf zehn Jahre angelegtes Wirtschaftsprogramm der Europäischen Union, das am 3. März 2010 von der Europäischen Kommission offiziell vorgeschlagen und im Juni 2010 vom Europäischen Rat verabschiedet wurde. [...]
  • Evapotranspiration
    Die kombinierten Vorgänge von Wasserverdunstung von der Erdoberfläche und pflanzlicher Transpiration.
  • Exposition
    Die Exposition gibt an, wie weit das Mensch-Umwelt-System bestimmten Änderungen von Klimaparametern (z. B. Niederschlag, Temperatur etc.) ausgesetzt ist. [...]
  • Externe Effekte
    Externe Effekte entstehen aus menschlicher Aktivität, wenn die für die Aktivität Verantwortlichen die Folgen der Aktivität auf die Herstellungs- und Verbrauchsmöglichkeiten anderer nicht vollständig in Rechnung ziehen..
  • Extremes Wetterereignis
    Ein Ereignis, das an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Jahreszeit selten ist. [...]
  • F-Gase
    Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) werden auch Industriegase genannt, da sie ausschließlich in diesem Sektor emittiert werden. [...]
  • FCKW
    Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Siehe Halogenkohlenwasserstoffe
  • FEDARENE
    Die European Federation of Agencies and Regions for Energy and Environment (FEDARENE) mit Sitz in Brüssel wurde 1990 gegründet. [...]
  • Fehlanpassung (Maladaptation)
    Ein Anpassungsmechanismus, welcher mehr schadhaft wirkt als eine Verbesserung mit sich bringt. In Bezug auf die natürliche Umwelt vergrößert die Fehlanpassung beispielsweise die Vulnerabilität auf den Klimawandel, anstatt diese zu reduzieren.
  • Fehlerkorrektur
    Siehe Bias Correction.
  • Feuchtezeiger
    Pflanzen, die an besonders feuchten Standorten vorkommen und deshalb als Indikatoren gelten.
  • Feuchtkugeltemperatur
    Temperaturangabe, die neben der Lufttemperatur auch Luftfeuchtigkeit und Luftdruck mit einbezieht.
  • FFH – Richtlinie
    Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU vom 21. Mai 1992 zum Schutz der biologischen Vielfalt.
  • FFH-Lebensräume
    Lebensräume, die im Anhang der FFH-Richtlinie festgelegt sind.
  • FKWs
    Fluorkohlenwasserstoffe sind fluorierte Derivate der Kohlenwasserstoffe. Bei den Fluorkohlenwasserstoffen wird zwischen den teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (H-FKW) und den vollständig halogenierten Fluorkohlenwasserstoffen unterschieden. [...]
  • Flexible Mechanismen
    Das Kyoto-Protokoll sieht drei Instrumente vor, die den Vertragsstaaten Flexibilität bei der Umsetzung ihrer Reduktionsziele erlauben: [...]
  • Fluviale Prozesse
    Der fluviale Prozess beinhaltet den Transport von Stoffen in Wasser. [...]
  • Föhn
    Der Föhn oder Föhnwind ist ein warmer, trockener Fallwind, der häufig auf der der Windrichtung abgewendeten Leeseite von größeren Gebirgen auftritt. [...]
  • Fossile Brennstoff-Emissionen
    Emissionen von Treibhausgasen (insbesondere Kohlendioxid), die aus der Verbrennung von Brennstoffen aus fossilen Kohlenstofflagerstätten, einschließlich Kohle, Erdöl und Erdgas stammen.
  • Fossile Brennstoffe
    Kohlenstoffbasierte Brennstoffe aus fossilen Kohlenwasserstoffablagerungen, einschließlich Kohle, Torf, Öl und Erdgas.
  • Fotoperiodik
    Einfluss der Tageslänge auf den Übergang von vegetativer zu generativer Entwicklungsphase bei bestimmten Kulturpflanzen.
  • Freiwilliges Abkommen
    Ein Abkommen zwischen einer Regierungsbehörde und einer oder mehreren privaten Parteien, um Umweltziele zu erreichen oder die Umweltverträglichkeit über die Erfüllung von vorgeschriebenen Verpflichtungen hinaus zu steigern. [...]
  • Freiwilliges Handeln
    Informelle Programme, Selbstverpflichtungen und Erklärungen, bei denen die Parteien (einzelne Unternehmen oder Unternehmensgruppen), die der Aktion beitreten, ihre eigenen Ziele setzen und oft selbst überwachen und Bericht erstatten.
  • Frostgare
    Durch die Ausdehnung von gefrorenem Wasser und die daraus resultierende Sprengwirkung im Bodenentstehende Auflockerung.
  • Frosttage
    Tage, an denen die Tagesminimaltemperatur unter 0 °C liegt.
  • Gebirgsklima (Höhenklima)
    Vorherrschende Klimabedingungen in Gebirgen. Das Gebirgsklima weist wegen des großen Einflusses des Reliefs bedeutende Unterschiede auf engstem Raum auf. [...]
  • Gebrauchswert
    (auch: Total Economic Value:) Der Total Economic Value-Ansatz ist eine verbreitete Methodik im Bereich der Umweltökonomik und der Ökologischen Ökonomie zur wirtschaftswissenschaftlichen Bewertung von Veränderungen in der Bereitstellung von Umweltgütern...
  • Gefrorener Untergrund
    Boden oder Gestein, in welchem das Porenwasser teilweise oder ganz gefroren ist. Gefrorener Untergrund schließt Permafrost ein. Untergrund, der jährlich gefriert und wieder auftaut, wird saisonal gefrorener Untergrund genannt.
  • Gegenstrahlung
    Als atmosphärische Gegenstrahlung wir jene Strahlung bezeichnet, die von der Atmosphäre zur Erdoberfläche gerichtet ist. [...]
  • Gemäßigte Zonen
    Als Gemäßigte Zonen bezeichnet man die Klimazonen mit gemäßigtem Klima zwischen den Subtropen und den Polarkreisen. [...]
  • Gemäßigtes Klima
    Klima der Regionen, in denen die Durchschnittstemperatur im wärmsten Monat über 10°C, die Jahresdurchschnittstemperatur jedoch unter 20°C liegt. 
  • Geoengineering/Geotechnik
    Technologische Bemühungen zur Stabilisierung des Klimasystems durch direkten Eingriff in den Energiehaushalt der Erde zur Minderung der globalen Erwärmung.
  • Geographisches Informationssystem (GIS)
    Geoinformationssysteme (GIS), Geographische Informationssysteme oder Räumliche Informationssysteme (RIS) sind Informationssysteme zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Analyse und Präsentation räumlicher Daten. [...]
  • Geothermie
    Geothermie ist die unterhalb der festen Erdoberfläche gespeicherte Wärmeenergie. Man nennt sie deshalb auch Erdwärme. [...]
  • Geplante Anpassung
    Eine geplante Anpassung ist das Ergebnis einer bewussten politischen Entscheidung, basierend auf der Erkenntnis, dass die Bedingungen sich geändert haben [...]
  • Gesamtkosten
    Summe aller Kosten von Klimaauswirkungen oder Anpassungsmaßnahmen über die Zeit. [...]
  • Gesamtwirtschaftliche Kosten
    Diese Kosten werden üblicherweise als Änderungen im Bruttoinlandsprodukt oder im Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gemessen, oder als Verlust an Wohlstand oder Konsum.
  • Gesellschaftliche Kosten
    Die gesellschaftlichen Kosten einer Aktivität enthalten den Wert aller Ressourcen, die für ihr Angebot notwendig sind. Einige können bepreist werden andere nicht. Nicht bepreiste Ressourcen werden als externe Effekte bezeichnet.
  • GHCN
    Abkürzung für engl. „Global Historical Climatology Network”. Die historische Klimadatensammlung ist eine Einrichtung des National Climatic Data Centers (NCDC).
  • Glacial isostatic adjustment (GIA)
    Die vertikale Landbewegung verbunden mit dem Schmelzen des Eisschildes.
  • Glaziale Prozesse
    Glaziale Prozesse wirken durch die Bewegungen von Gletschern und Inlandeismassen und resultieren in Erosionsformen wie beispielweise Karen und Akkumulationsformen wie Moränen.
  • Gletscher
    Eine Landeismasse, die unter dem Einfluss der Schwerkraft bergab fließt (durch innere Umformung und/oder Gleiten auf dem Untergrund) und durch internen Druck und Reibung auf dem Untergrund und an den Seiten eingegrenzt ist. [...]
  • Gletschersee
    Ein aus dem Schmelzwasser eines Gletschers gebildeter See, der sich entweder vor dem Gletscher (proglazialer See), auf der Gletscheroberfläche (supraglazialer See), im Gletscherinneren (englazialer See) oder im Gletscherbett (subglazialer See) befind...
  • Globale Durchschnittstemperatur
    Statistische Verrechnung aller gemessenen oberflächennahen Lufttemperaturen. Standardmäßig wird die Lufttemperatur in 2 m Höhe in einer Wetterhütte (Schattentemperatur) gemessen. Die globale Durchschnittstemperatur beträgt etwa 15°C.
  • Globale Erdoberflächentemperatur
    Die globale Erdoberflächentemperatur ist eine Schätzung der globalen mittleren Lufttemperatur an der Erdoberfläche. [...]
  • Globale Erwärmung
    Als globale Erwärmung bezeichnet man den in den vergangenen Jahrzehnten beobachteten Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere sowie deren künftig erwartete Erwärmung. [...]
  • Globale Umweltfazilität
    Multilaterales Finanzierungsprogramm der Industrieländer für Umweltprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern. [...]
  • Globales Erwärmungspotenzial (GWP)
    Ein auf den Strahlungseigenschaften von gut durchmischten Treibhausgasen beruhender Index [...]
  • Grad des wissenschaftlichen Verständnisses (GDWV)
    Index auf einer fünfstufigen Skala (hoch, mittel, mittel-niedrig, niedrig, sehr niedrig), der dazu dient, den Grad des wissenschaftlichen Verständnisses der Strahlungsantriebs-Kräfte, welche die Klimaänderung beeinflussen, zu charakterisieren. [...]
  • Gravitative Massenbewegungen
    Gravitative Massenbewegungen sind bruchlose und bruchhafte hangabwärts gerichtete Verlagerungen von Fels- und/oder Lockergesteinen unter Wirkung der Schwerkraft. [...]
  • Grenzkosten
    Kosten, die durch die Erstellung einer zusätzlichen Leistungseinheit eines Produktes entstehen.
  • Grundwasserneubildung (= Grundwassererneuerung)
    Die Grundwasserneubildung ist die Wassermenge, die dem Grundwasser aus der wasserungesättigten Bodenzone zusickert. [...]
  • Grundwasservorrat
    In einem Grundwasserleiter verfügbare Grundwassermenge.
  • Halogenkohlenwasserstoffe
    Ein Sammelbegriff für die Gruppe von teilweise halogenisierten organischen Substanzen [...]
  • Handelbares Zertifikat
    Ein handelbares Zertifikat ist ein wirtschaftliches Instrument, im Rahmen dessen die Rechte zum Ausstoß von Verschmutzung (= Menge an Treibhausgasemissionen) über einen entweder freien oder geregelten Zertifikatsmarkt ausgetauscht werden können. [...]
  • Hedonistische Preisbildung
    Hedonistische Methoden versuchen nicht am Markt gehandelte Güter, oft Umweltressourcen, zu bepreisen. [...]
  • Heiße Tage
    Tage, an denen die Tageshöchsttemperatur 30 °C erreicht oder überschreitet.
  • Heizgradtage
    Die Heizgradtage HGT sind die über alle Heiztage eines Jahres gebildete Summe der täglich ermittelten Differenz zwischen Raumlufttemperatur (Ti) und mittlerer Tagesaußentemperatur (Ta). [...]
  • Hemmnis
    Jegliches Hindernis bei der Erreichung eines Ziels oder beim Ausschöpfen des Anpassungs- oder Minderungspotenzials, das durch eine politische Strategie, durch ein Programm oder durch eine Maßnahme überwunden oder abgeschwächt werden kann. [...]
  • Hitzewelle
    Unter einer Hitzewelle versteht man eine längere Periode mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. [...]
  • Hochgebirgsklima
    Klima in den höheren Gebirgsbereichen oberhalb der Waldgrenze mit hoher Strahlungsintensität und UV-Strahlung. Je nach Neigung und Ausrichtung der Hänge können starke lokale Temperaturunterschiede auftreten. [...]
  • Hochwasser
    Zustand, bei dem der Wasserstand in einem Fließgewässer deutlich über dem mittleren Pegelstand liegt und aus dem Gewässerbett ausufert. Ein 100-jährliches Hochwasser hat im langjährigen Mittel eine Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 100 Jahren.
  • Humifizierung
    Synthese amorpher, vielfach aromatischer polymerer Stoffe (Huminstoffe) unter Mitwirkung der Bodenlebewelt im Laufe der Zersetzung ober- und unterirdischer Streu.
  • Humus
    Gesamtheit der abgestorbenen organischen Substanz des Bodens.
  • Humusabbau
    Rückgang der Humusgehalte im Boden durch Störung des Humushaushaltes, der bei stabilen Ökosystemen durch ein Gleichgewicht von Zufuhr und Verbrauch (z.B. durch Veratmung durch das Bodenleben) von organischer Substanz gekennzeichnet ist. [...]
  • Humusform
    Beschaffenheit (Auftreten, Zusammensetzung und Mächtigkeit) organischer Auflage- und mineralischer Humushorizonte.
  • Hybridfahrzeuge
    Jedes Fahrzeug, das zwei Antriebe nutzt, insbesondere ein Fahrzeug, das einen internen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor kombiniert. [...]
  • Hydrofluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKWs)
    Teil der Gruppe von teilweise halogenisierten organischen Substanzen. [...]
  • Hydrologische Systeme
    Die verschiedenen, am Wasserkreislauf beteiligten Systeme werden üblicherweise als hydrologische Systeme bezeichnet. [...]
  • Hydrosphäre
    Natursphäre, die den Wasserkreislauf im System Erde umfasst. [...]
  • Indigene Völker
    Es existiert keine international anerkannte Definition von indigenen Völkern. [...]
  • Indirekte Auswirkung
    (auch: Auswirkung höherer Ordnung) Eine indirekte Auswirkung des Klimawandels, die aus einer direkten Auswirkung resultiert, z.B. der Verlust von natürlichem Lebensraum auf Grund des Anstiegs des Meeresspiegels.
  • Industrielle Revolution
    Zeitspanne raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen, welche in Großbritannien in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts begann und sich später auf andere Länder (inkl. USA) ausbreitete. [...]
  • Infektionskrankheit
    Jegliche Krankheit, die durch mikrobielle Wirkstoffe hervorgerufen wird und die von einer Person auf die andere oder von Tieren auf Menschen übertragbar ist. [...]
  • Inflation
    Bezeichnet den generellen Anstieg des Preisniveaus mit der Zeit. Die Inflationsrate beschreibt dabei die Rate, mit welcher das generelle Preisniveau in einer gewissen Zeit steigt.
  • Infrastruktur
    Die Grundausstattung, Einrichtungen, produzierende Unternehmen, Installationen und Dienstleistungen, die für die Entwicklung, den Betrieb und das Wachstum einer Organisation, Stadt oder Nation erforderlich sind.
  • Integrale Energiekonzepte für Gebäude
    Optimierung von Ausrichtung und Form von Gebäuden und Einsatz von Hochleistungshüllen, um Heiz- und Kühllasten zu minimieren. [...]
  • Integrierte Bewertung
    Eine Analysemethode, die Ergebnisse und Modelle aus Physik, Biologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und die Interaktionen zwischen diesen Komponenten in einem konsistenten Rahmen kombiniert..
  • Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM)
    Das vorherrschende Konzept für Wasserwirtschaft, das jedoch nicht eindeutig definiert worden ist. IWRM basiert auf vier Prinzipien, die von der „International Conference on Water and the Environment“ in Dublin 1992 formuliert wurden. [...]
  • Intelligente Zähler
    In diesem Bericht ist mit dem Begriff „intelligenter Zähler“ die Anwendung von Informationstechnologie in Gebäuden gemeint, um die effektive Nutzung von Heizung, Lüftung, Klimaanlage und Strom zu regeln. [...]
  • Inter-annuale Variabilität (IAV)
    Klimatische Schwankungen mit Perioden von über 1 Jahr und in der Regel unter 10 Jahren.
  • Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
    Zwischenstaatliches Expertengremium für Klimafragen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen, das 1988 eingerichtet wurde. [...]
  • Interne Klimavariabilität
    Variationen in Klima durch natürliche interne Prozesse innerhalb des Klimasystems. [...]
  • IPCC
    Im Rahmen des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), kurz oft als Weltklimarat bezeichnet, arbeiten weltweit mehr als hundert Klimaforscherinnen und Klimaforscher. [...]
  • Irreversibilität
    Bezeichnet die Unumkehrbarkeit von Prozessen, Entscheidungen oder Zuständen, wie z.B. dem Aussterben gewisser seltener Tierarten.
  • Jahresringe
    Das Alter der Bäume kann man an der Zahl der Jahresringe ablesen. Jeder Ring gibt Informationen über die klimatischen Bedingungen zur Zeit seiner Entstehung. [...]
  • Jetstreams
    Jetstreams sind Winde, die in hohen Luftschichten von 8.000 bis 16.000 Meter Höhe Geschwindigkeiten von über 500 Kilometern pro Stunde erreichen können. [...]
  • Jetstreams sind Winde, die in hohen Luftschichten von 8.000 bis 16.000 Meter Höhe Geschwindigkeiten von über 500 Kilometern pro Stunde erreichen können.
    Es könnte sein, dass sich aufgrund des Klimawandels der typische Verlauf einiger Jetstreams verlagern könnte. Dies hätte Auswirkungen auf das Temperatur- und Niederschlagsmuster.
  • Joint Implementation (JI)
    Ein marktkonformer Umsetzungsmechanismus, der im Artikel 6 des Kyoto-Protokolls definiert wird. [...]
  • Kältezeiger
    Pflanzen, die an besonders kalten Standorten vorkommen.
  • Kapazität
    Die Fähigkeit eines Individuums oder einer Gruppe, eines Gesellschafts- oder Umweltsystems, sowohl negative als auch positive Impulse aufzunehmen und auch in Richtung eines verbesserten Systemzustands und weiter zu entwickeln. [...]
  • Kapazitätsaufbau
    Im Zusammenhang mit Klimaänderung stellt Kapazitätsaufbau die Entwicklung von technischen und institutionellen Fähigkeiten in Entwicklungs- und Transformationsländern dar. [...]
  • Kationenaustauschkapazität
    Summe der austauschbaren Kationen, die an Tonmineralen, Humus und Oxiden reversibel gebunden und damit vor der Auswaschung bewahrt sind.
  • Katrina
    Katrina steht für Katharina, ein weiblicher Vorname aber auch für den Hurrikan Katrina, der als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten gilt. [...]
  • Kaufkraftparität (KKP)
    Die Kaufkraft einer Währung wird über einen Waren- und Dienstleistungskorb ausgedrückt, der mit einem bestimmten Betrag im eigenen Land erworben werden kann. [...]
  • Kenntage
    Tage, an denen ein definierter Schwellenwert eines klimatischen Parameters erreicht oder über- bzw. unterschritten wird.
  • Klima
    Klima im engeren Sinn wird definiert als das durchschnittliche Wetter oder statistische Beschreibung des Wetters (= Zustandes der Troposphäre) in Form von Durchschnittswerten und der Variabilität relevanter Größen über eine längere Zeitspanne. [...]
  • Klima-Kohlenstoffkreislauf-Kopplung
    Zukünftige, durch Emissionen von Treibhausgasen in die Atmosphäre hervorgerufene Klimaänderungen werden sich auf den globalen Kohlenstoffkreislauf auswirken.
  • Klimaänderung
    Klimaänderung bezieht sich auf jede Änderung des Klimas im Verlauf der Zeit, die aufgrund einer Änderung im Mittelwert oder im Schwankungsbereich seiner Eigenschaften identifiziert werden kann..
  • Klimaänderungsrisiko
    Zusätzliches Risiko durch Klimaänderung beispielsweise bei Investitionskosten in Infrastruktur und durch Folgen von möglichen Klimaauswirkungen.
  • Klimaänderungssignal
    Ein Klimaänderungssignal ist die Differenz zwischen einem Klimaszenario und dem derzeitigen Klima. Meist werden dafür die Mittelwerte der jeweiligen Perioden miteinander verglichen.
  • Klimafaktor
    Bei der Erstellung eines Energiepasses nach dem Energieverbrauch ist der Einfluss der Witterung und des Klimas auf den Heizenergieverbrauch zu berücksichtigen. Das geschieht mit einem sogenannten Klimafaktor. [...]
  • Klimafolgenmonitoring
    Beobachtung der bereits eingetretenen Auswirkungen der Klimaänderung auf Natur und Umwelt.
  • Klimaindex
    Ein Klimaindex ist eine berechnete Größe, die dazu verwendet werden kann, den Zustand und die Veränderung des Klimasystems zu beschreiben. [...]
  • Klimamodell
    Numerische Darstellung des Klimasystems, die auf den physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften seiner Bestandteile und ihren Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozessen basiert und seine bekannten Eigenschaften berücksichtigt. [...]
  • Klimaoptimum
    Bezeichnung für wärmere Perioden in der Erdgeschichte.
  • Klimaprognose
    Eine Klimaprognose ist das Resultat eines Versuchs, eine Schätzung der effektiven Entwicklung des Klimas in der Zukunft vorzunehmen, z.B. auf saisonaler, jahresübergreifender oder längerfristiger Zeitskala. [...]
  • Klimaprojektion
    Eine Projektion der Reaktion des Klimasystems auf Emissions- oder Konzentrationsszenarien von Treibhausgasen, Aerosolen oder Strahlungsantriebs-Szenarien, häufig auf Klimamodellsimulationen basierend. [...]
  • Klimarahmenkonvention
    (auch: Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC))
  • Klimarückkopplung
    Ein Wechselwirkungs-Mechanismus zwischen Prozessen im Klimasystem wird Klimarückkopplung genannt, wenn die Wirkung eines ersten Prozesses Veränderungen in einem zweiten Prozess auslöst, welcher wiederum den ersten Prozess beeinflusst. [...]
  • Klimaschutz
    Das Ziel des Klimaschutzes ist die Minderung der Treibhausgas-Emissionen, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind. [...]
  • Klimasensitivität
    Die Klimasensitivität ist ein Maß dafür, wie sensibel die global gemittelte bodennahe Lufttemperatur auf der Erde auf Änderungen der Treibhausgas-Konzentration und dadurch auf einen Strahlungsantrieb reagiert. [...]
  • Klimasystem
    Das Klimasystem ist ein höchst komplexes System, das aus je nach Definition fünf oder sechs Hauptbestandteilen besteht, je nachdem ob die Anthroposphäre als Bestandteil definiert wird. [...]
  • Klimaszenario
    Eine plausible und häufig vereinfachte Beschreibung des zukünftigen Klimas, die auf einer in sich konsistenten Reihe klimatologischer Beziehungen beruht..
  • Klimatische Wasserbilanz
    Niederschlag minus Verdunstung [...]
  • Klimavariabilität
    Klimavariabilität bezieht sich auf Schwankungen des mittleren Zustandes und anderer statistischer Größen des Klimas auf allen zeitlichen und räumlichen Skalen, die über einzelne Wetterereignisse hinausgehen. [...]
  • Klimaverschiebung
    Eine abrupte Verschiebung oder ein Sprung in den Durchschnittswerten, die eine Veränderung im Klimaregime anzeigen. [...]
  • Klimawandel
    (auch Klimaänderung) bezieht sich auf jede Änderung des Klimas im Verlauf der Zeit, die aufgrund einer Änderung im Mittelwert oder im Schwankungsbereich seiner Eigenschaften identifiziert werden kann..
  • Kohlendioxid (CO2)
    Ein natürlich vorkommendes Gas, Nebenprodukt aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe aus fossilen Kohlenstofflagerstätten (z.B. Öl, Gas, Kohle) sowie der Verbrennung von Biomasse und von Landnutzungsänderungen und anderen industriellen Prozessen. [...]
  • Kohlendioxid- (CO2)-Düngung
    Verstärktes Pflanzenwachstum als Folge einer gestiegenen atmosphärischen Kohlendioxid- (CO2)-Konzentration. [...]
  • Kohlendioxid-Leckage
    Der Teil an Emissionsminderungen in Annex B-Ländern, der durch einen Anstieg der Emissionen in Ländern ohne Reduktionsverpflichtung über ihre Referenzniveaus hinaus aufgewogen werden könnte. [...]
  • Kohlendioxidabtrennung und -speicherung (CCS)
    Verfahren, bestehend aus der Abtrennung von Kohlendioxid aus industriellen und energiebedingten Quellen, dem Transport zu einer Lagerstätte und der langfristigen Isolation von der Atmosphäre.
  • Kohlendioxidintensität
    Die Menge an Kohlendioxid-Emissionen pro BIP-Einheit.
  • Kohlendioxidpreis
    Der Preis, der für die Emission einer metrischen Tonne an Kohlendioxid in die Atmosphäre gezahlt werden muss (an eine öffentliche Behörde als Steuersatz oder an einer Börse für Emissionszertifikate). [...]
  • Kohlenstoffkreislauf
    Der Begriff beschreibt den Kohlenstofffluss, also die chemische Umwandlung und den Austausch von kohlenstoffartigen Verbindungen zwischen Atmosphäre, Hydrosphäre, Lithosphäre und Biosphäre. [...]
  • Konfidenzintervall
    Ein Konfidenzintervall (auch Vertrauensbereich oder Vertrauensintervall und Erwartungsbereich genannt) ist ein Begriff aus der Statistik. [...]
  • Kontinentales Klima
    Klima in den meerfernen Gebieten der Festländer, wo der ausgleichende Einfluss der Meere keine nennenswerte Rolle spielt. [...]
  • Koralle
    Üblicherweise gebräuchlicher Name für die Ordnung der Scleractinia, deren Mitglieder über ein hartes Kalkskelett verfügen und bei denen riffbildende und nicht-riffbildende sowie Kalt- und Warmwasserkorallen unterschieden werden können. [...]
  • Korallenbleiche
    Das Erblassen der Farbe, das eintritt, wenn eine Koralle ihren symbiotischen, energiespendenden Organismus verliert.
  • Korallenriffe
    Felsartige Kalkstrukturen, die von Korallen entlang von Meeresküsten (Riffe in Randzonen) oder auf flachen Unterwasserbänken oder Felsbänken (Wallriffe, Atolle) geschaffen werden..
  • Kosten
    Der Verbrauch von Ressourcen wie Arbeitszeit, Kapital, Material, Brennstoffen usw. als Folge einer Handlung. [...]
  • Kosten der Untätigkeit (Costs of Inaction)
    Die Kosten der Untätigkeit beziehen sich auf die Kosten, die durch den Klimawandel verursacht werden, ohne dass geplante Anpassung einbezogen wird.
  • Kosten – Nutzen Analyse
    Quantifizierung von Kosten und Nutzen eines Projekts. Die Analyse soll zeigen, ob Nutzen/ Vorteile eines Projekts oder Kosten überwiegen und somit eine Entscheidungshilfe für/ gegen verschiedene Projektvarianten/ -alternativen geben. [...]
  • Kosten-Nutzen Verhältnis
    Das Verhältnis vom momentanen Nutzwert zu den momentanen Kosten einer Option.
  • Kostenwirksamkeitsanalyse (KWA)
    Die Kosten-Wirksamkeits-Analyse (KWA) ist ein Instrument zur Bewertung von Wirtschaftlichkeit von Projekten, deren Kosten zwar über Marktpreise ermittelt werden können, deren Nutzen jedoch nicht monetär gemessen werden kann. [...]
  • Kraft-Wärme-Kopplung
    Die (zusätzliche) Nutzung der Abwärme aus thermischer Stromerzeugung. [...]
  • Krankheitskostenstudien (cost of ilness)
    Berechnung der volkswirtschaftlichen Kosten, die auf Grund von gesundheitlichen Problemen verursacht werden. [...]
  • Kryosphäre
    Der Teil des Klimasystems, der Schnee, Eis und gefrorenen Untergrund (einschließlich Permafrost) ober- und unterhalb der Erd- und Meeresoberfläche umfasst. [...]
  • Kryoturbation
    Verformung, Verwürgung oberflächennaher Lagen bzw. Horizonte im Auftaubereich von Permafrostböden, hauptsächlich verursacht durch den jahreszeitlichen Wechsel von Gefrieren und Wiederauftauen.
  • Künstlicher/konstruierter Markt
    Hypothetischer Markt, in welchem Individuen annehmen, dass sie für einen umweltbezogenen Verlust bzw. Gewinn Geld austauschen. [...]
  • Kyoto-Mechanismen (auch Flexibilitätsmechanismen)
    Auf Marktprinzipien beruhende Wirtschaftsmechanismen, die Parteien des Kyoto-Protokolls nutzen können, um die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen der Erfordernisse bezüglich der Minderung von Treibhausgasemissionen zu verringern. [...]
  • Kyoto-Protokoll
    Das Kyoto-Protokoll zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) wurde 1997 an der dritten Vertragsstaatenkonferenz (COP) zum UNFCCC in Kyoto, Japan, angenommen. [...]
  • La Niña Phänomen
    La Niña (spanisch:"das Mädchen") ist das Gegenteil von El Niño (spanisch: "Das Christkind") und tritt häufig als Wetterphänomen nach einer Übergangsphase im Anschluss auf El Niño auf. [...]
  • Labradorstrom
    Der Labradorstrom ist eine kalte Meeresströmung, die in der Polarregion (Labrador) entsteht, und an der nordamerikanischen Ostküste in Richtung Süden fließt. [...]
  • Lachgas (N2O)
    Eines der sechs Treibhausgase, die unter dem Kyoto-Protokoll zu mindern sind. [...]
  • Landnutzung und Landnutzungsänderung
    Landnutzung bezieht sich auf die Gesamtheit der Vorkehrungen, Aktivitäten und Investitionen, die in einem bestimmten Landbedeckungstyp vorgenommen werden (eine Reihe menschlicher Aktivitäten). [...]
  • Lee
    Windabgewandte Seite.
  • Leezyklogenese
    Tiefdruckgebiete, die durch den Einfluss der Orographie entstehen oder verstärkt werden, nennt man Leezyklonen. [...]
  • Level-II-Flächen
    Flächen des Intensiv-Messprogramms des Forstlichen Umweltmonitorings; regional typische, repräsentative Bestände.
  • Lithosphäre
    Ein Teil des Klimasystems, der die oberste Schicht der Erdkruste, sowohl auf Kontinenten als auch unter dem Ozean umfasst und alles Krustengestein und den kalten, meist elastischen Teil des obersten Erdmantels einschließt. [...]
  • Lock in-Effekt
    Technologien, die einen großen Marktanteil besitzen, werden aufgrund von Faktoren wie gesunkenen Investitionskosten, damit verbundener Infrastrukturentwicklung, der Nutzung komplementärer Technologien..
  • Lokale Skala
    Eine Region kleiner als 104 km².
  • Low-regret Maßnahmen
    Solche Maßnahmen ermöglichen - trotz Unsicherheiten im Bezug auf die Entwicklung des Klimas - einen großen Nutzen bei relativ geringen Kosten. [...]
  • Luv
    Windzugewandte Seite.
  • Makroklima
    Ein Makroklima, auch Großklima genannt, umfasst Gebiete, ab einer Größe von etwa fünfhundert Kilometern bis hin zum Weltklima. [...]
  • Malaria
    Endemische oder epidemische Parasitenkrankheit, die durch Arten der Gattung Plasmodium (Protozoa) hervorgerufen und auf Menschen durch Mücken der Gattung Anopheles übertragen wird. [...]
  • Maritimes/ozeanisches Klima (Seeklima)
    Klima der küstennahen Gebiete, das vom ausgleichenden Einfluss der Meere geprägt ist. [...]
  • Markthemmnisse
    Im Kontext von Klimaschutz sind dies Bedingungen, die die Verbreitung von kosteneffektiven Technologien oder Praktiken, die Treibhausgasemissionen verringern würden, ver- oder behindern.
  • Marktpotenzial
    (= Emissionsminderungspotenzial) das Ausmaß an Emissionsminderung, das mit der Zeit erreicht werden könnte, aber noch nicht erreicht ist. [...]
  • Marktverzerrungen und Marktunvollkommenheiten
    In der Praxis werden Märkte immer Verzerrungen und Unvollkommenheiten ausweisen, wie z.B. den Mangel an Information, verzerrte Preissignale..
  • Marktwirtschaftliche Auswirkungen
    Auswirkungen, die monetär ausgedrückt werden können und direkt das Bruttoinlandsprodukt beeinflussen – z.B. Preisänderungen bei landwirtschaftlichen Materialien und/oder Erzeugnissen. Siehe auch Nicht-marktwirtschaftliche Auswirkungen.
  • Marktwirtschaftliche Nettogewinne
    Der Klimawandel, insbesondere moderate Klimaänderungen, wird wahrscheinlich positive und negative Auswirkungen auf marktbasierte Sektoren haben. [...]
  • Maßnahmen
    Maßnahmen sind Technologien, Verfahren und Praktiken, die Treibhausgasemissionen oder deren Wirkungen unter die erwarteten zukünftigen Niveaus senken. [...]
  • Massenbilanz (von Gletschern, Eiskappen oder Eisschilden)
    Die Differenz zwischen dem Massenzufluss zu einem Eiskörper (Akkumulation) und dem Massenverlust (Abschmelzung, Abbruch von Eisbergen). [...]
  • Mediterranes Klima oder Mittelmeerklima
    Ein Klima, das durch milde, frostfreie und niederschlagsreiche Winter sowie heiße, trockene Sommer charakterisiert wird (so wie es z. B. in der Mittelmeerregion vorkommt).
  • Meereis
    Jegliche Form von im Meer vorkommendem Eis, das durch Gefrieren von Meerwasser entstanden ist. [...]
  • Meereisbiom
    Das von allen marinen, im oder auf dem treibenden Meereis (gefrorenem Meerwasser) der Polarmeere lebenden Organismen gebildete Biom.
  • Meeresoberflächentemperatur
    Die Meeresoberflächentemperatur ist definiert als die Wassertemperatur einen Meter unter der unmittelbaren Meeresoberfläche. [...]
  • Meeresspiegel
    Der Meeresspiegel ist das Höhenniveau der Meeresoberfläche. Er entspricht genähert einer Äquipotentialfläche des Erdschwerefeldes. [...]
  • Mensch-Umwelt-System
    Die Erde ist heute (seit Beginn des Anthropozäns) ein Mensch-Umwelt-System, in dem die klassische Trennung zwischen Mensch und Natur nicht mehr gilt, da die Gesellschaft in vielfältiger Weise mit der Umwelt untrennbar verbunden ist. [...]
  • Menschliches System
    Jegliches System, in dem menschliche Organisationen eine Hauptrolle spielen. [...]
  • Meridionale Umwälzzirkulation (MOC)
    Meridionale (Nord-Süd) Umwälzströmung im Ozean, die durch die zonale (Ost-West) Summe des Massentransports in Tiefen- oder Dichteschichten quantifiziert wird. [...]
  • Mesoklima
    Das Mesoklima beschreibt die Mittelwerte von Klimaelementen eines bestimmten Ortes und umfasst hierbei mehrere Einzelklimate. [...]
  • Meteorologie
    Meteorologie (aus dem altgriechischen „Untersuchung der überirdischen Dinge oder Himmelskörper“ ist die Lehre von den physikalischen Vorgängen und Gesetzmäßigkeiten in der Erdatmosphäre. [...]
  • Methan (CH4)
    Methan ist eines der sechs Treibhausgase, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls bekämpft werden. [...]
  • Methanoxidationsschicht (biocover)
    Biologisch aktive Schichten, die auf Deponien aufgebracht werden, um Methan zu CO2 zu oxidieren.
  • Methanrückgewinnung
    Methanemissionen, z.B. aus Öl- oder Gasquellen, Kohleflözen, Torfmooren, Gaspipelines, Deponien oder von anaeroben Organismen, können aufgefangen und als Brennstoff oder zu einem anderen wirtschaftlichen Zweck genutzt werden. [...]
  • Metrik
    Ein konsistentes Maßsystem über eine Eigenschaft eines Objekts oder Aktivität, die auf andere Weise schwer zu quantifizieren ist.
  • Mikrokllima
    Für den Begriff Mikroklima gibt es zwei verschiedene Definitionen. [...]
  • Millennium Entwicklungsziele
    Ein Satz von 8 zeitgebundenen und messbaren Zielen (Millennium Development Goals) in der Bekämpfung von Armut, Hunger, Krankheit, Analphabetismus, Diskriminierung von Frauen und Umweltzerstörung..
  • Mineralisierung / Mineralisation
    Teilprozess der Zersetzung, der den mikrobiellen Abbau organischer Komponenten eines Bodens zu einfachen anorganischen Verbindungen und Elementen umfasst.
  • Mineralneubildung
    Neuordnung von Kristallbausteinen (Elemente, Verbindungen, Kolloide, die vorwiegend bei der chemischen Verwitterung freigesetzt werden) zu neuen Mineralen. [...]
  • Mitigation (Milderung)
    Reduzierung von Treibhausgas Emissionen, um den globalen Klimawandel zu verlangsamen, bzw. ihn zu stoppen.
  • Mittlerer Abfluss
    Langjähriges Mittel des Abflusses.
  • Mittlerer Meeresspiegel
    Der mittlere Meeresspiegel ist normalerweise definiert als der durchschnittliche relative Meeresspiegel über einen bestimmten Zeitraum wie einen Monat oder ein Jahr – lang genug, um vorübergehende Schwankungen wie Wellen oder Tidenhub heraus zu mitteln...
  • Modell
    Modelle sind vereinfachte (verständliche) Abbilder eines realen Systems etwa der Erde oder des Klimas oder von Teilsystemen. Siehe Klimamodell; Bottom-up-Modelle; Top-down-Modelle.
  • Monsun
    Eine tropische und subtropische saisonale Umkehrung sowohl der Oberflächenwinde als auch der damit verbundenen Niederschläge, die durch unterschiedliche Aufheizung der kontinentalen Landmasse und des angrenzenden Ozeans hervorgerufen wird. [...]
  • Montreal-Protokoll
    Das Montreal-Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, wurde 1987 in Montreal angenommen und in London (1990), Kopenhagen (1992), Wien (1995), Montreal (1997), und Beijing (1999) laufend angepasst und ergänzt. [...]
  • Morbidität
    Auftrittshäufigkeit einer Krankheit oder anderen Gesundheitsstörung innerhalb einer Bevölkerung, wobei altersspezifische Morbiditätsraten berücksichtigt werden. [...]
  • Mortalität
    Häufigkeit von Todesfällen innerhalb einer Bevölkerung; die Berechnung der Mortalität berücksichtigt altersspezifische Sterberaten und kann somit Angaben über die Lebenserwartung und das Maß an vorzeitigen Todesfällen liefern.
  • Multi-Gas
    Außer CO2 werden auch die anderen Treibhausgase (Methan, Lachgase und fluorierte Gase) mit einbezogen, z.B. bei der Erreichung von Emissionsminderungen (Multi-Gas-Reduzierung) oder Konzentrationsstabilisierungen (Multi-Gas-Stabilisierung).
  • Mure
    Murgänge sind eine Sonderform der gravitativen Prozesse, die durch eine Suspension aus Wasser und Feststoffen (Feinmaterial, Grobmaterial und Wildholz) gebildet werden.
  • Muster der Klimavariabilität
    Natürliche Variabilität des Klimasystems, insbesondere in saisonalen oder längeren Zeitrahmen. [...]
  • Nachfragekurve
    Die Kurve zeigt an, wie viel von einem Gut zu welchem Preis nachgefragt wird. Die Nachfragekurve kann sowohl für einen Nachfrager als auch für alle Nachfrager einer Volkswirtschaft angegeben werden. [...]
  • Nachfrageseitiges Management
    Maßnahmen und Programme, um die Nachfrage nach Gütern und/oder Dienstleistungen zu beeinflussen. [...]
  • Nachhaltige Entwicklung
    Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung wurde in der „World Conservation Strategy“ (IUCN 1980) eingeführt und entsprang dem Konzept einer nachhaltigen Gesellschaft und der Bewirtschaftung erneuerbarer Ressourcen. [...]
  • Nachrüstung
    Einbau neuer oder modifizierter Teile oder Ausrüstung bzw. Umsetzung struktureller Veränderungen an bestehender Infrastruktur, die zum Zeitpunkt der Errichtung entweder nicht verfügbar waren oder nicht für notwendig befunden wurden. [...]
  • Nachteilfreie Politik (-Option/-Potenzial)
    Solche Politik würde gesellschaftlichen Nettonutzen erzeugen, unabhängig davon, ob Klimaänderung im Zusammenhang mit anthropogenen Treibhausgasemissionen stattfindet oder nicht. [...]
  • Nahrungsmittelsicherheit
    Eine Situation, die dann gegeben ist, wenn Menschen einen gesicherten Zugang zu ausreichenden Mengen an unversehrten und nahrhaften Lebensmitteln haben, um normal wachsen, sich entwickeln und aktiv und gesund leben zu können. [...]
  • NAO
    Abkürzung für englisch North Atlantic Oscillation. [...]
  • NAPEE
    Richtlinie zur Förderung von Energie aus Erneuerbaren Quellen (2009/28/EG). [...]
  • Natur
    Durch Naturgesetze bestimmte Welt, die bis zur Neolithischen Revolution (Sesshaftwerdung des Menschen) das System Erde bestimmte. Natur steht in den dualen Weltmodellen im Gegensatz zum Menschen bzw. der Kultur.
  • Naturkatastrophe
    Ein extremes Naturereignis, das die lokalen und regionalen Bewältigungskapazitäten der betroffenen Gesellschaften übersteigt. [...]
  • Natürliche Klima Variabilität
    Variationen im Klima durch natürliche Prozesse entweder intern im Klimasystem oder aufgrund externer Faktoren.
  • Natursystem
    Alle klassischen Natursphären (Litho-, Atmo-, Hydro- und Biosphäre) im System Erde umfassend. Das System Erde war bis zur neolithischen Revolution (Sesshaftwerden des Menschen, Beginn der Landwirtschaft) ein reines Natursystem.
  • NCDC
    Abkürzung für englisch „National Climatic Data Center”, nach eigener Aussage die weltgrößte Sammlung von Klimadaten mit dem Motto „Vergangenheit bewahren, Zukunft enthüllen”. [...]
  • Neobiota
    Gebietsfremde Arten.
  • Nicht-Annex I-Länder/-Parteien
    Länder, welche die UNFCCC unterzeichnet haben oder ihr beigetreten sind, aber nicht in Annex I aufgeführt sind.
  • Nicht-marktwirtschaftliche Auswirkungen
    Auswirkungen auf Ökosysteme oder das menschliche Wohlergehen, die jedoch nicht einfach monetär ausgedrückt werden können, z.B. ein erhöhtes Risiko vorzeitigen Todes oder Anstiege der Zahl an von Hunger bedrohten Menschen. [...]
  • Nicht-monetisierte Auswirkungen
    Auswirkungen, wie die des Klimawandels, deren Wert nicht in Geldeinheiten bestimmt werden kann.
  • Nichtgebrauchswerten
    (auch: Total Economic Value:) Der Total Economic Value-Ansatz ist eine verbreitete Methodik im Bereich der Umweltökonomik und der Ökologischen Ökonomie zur wirtschaftswissenschaftlichen Bewertung von Veränderungen in der Bereitstellung von Umweltgütern...
  • Nichtregierungsorganisation (NGO)
    Gemeinnützige Gruppe oder Verein, die/der außerhalb der institutionalisierten politischen Strukturen organisiert ist, um bestimmte gesellschaftliche und/oder Umweltziele zu erreichen oder um bestimmten Interessensgruppen zu dienen.
  • Niederschlag
    Sämtliches Wasser, das aus der Atmosphäre auf die Erdoberfläche gelangt. Dazu gehört nicht nur der Regen, sondern auch Nebel und Tau sowie gefrorener Niederschlag wie z. B. Schnee oder Hagel. [...]
  • Niederschlagsmenge
    Die quantitative Menge an Niederschlag. Sie wird in Liter pro Quadratmeter Fläche (l/m²) oder in Millimeter Wassersäule (mm) über einen bestimmten Zeitraum gemessen. [...]
  • Niedrigwasser
    Zustand, bei dem der Wasserstand in einem Fließgewässer deutlich unter dem mittleren Pegelstand liegt.
  • Nitrifikation
    Zweiphasige mikrobielle Oxidation des Ammoniumions (NH4+) über Nitrit (NO2-) zu Nitrat (NO3-).
  • Nmin-Stickstoff
    Mineralischer (in anorganischer Bindung vorliegender) und damit direkt pflanzenaufnehmbarer Stickstoff.
  • No-regret Maßnahmen
    Als "No-regret" Maßnahmen werden diejenigen bezeichnet, die auf jeden Fall einen umweltpolitischen und wirtschaftlichen Nutzen für die Gesellschaft mit sich bringen, unabhängig davon in welchem Ausmaß die Klimaänderung ausfällt. [...]
  • Nordatlantische Oszillation (NAO)
    Unter der Nordatlantischen Oszillation versteht man die Schwankungen des Luftdruck-Gegensatzes zwischen dem Azorenhoch im Süden und dem Islandtief im Norden des Nordatlantiks. [...]
  • Normalperiode
    Die Normalperiode ist ein Zeitraum der Klimabeobachtung, der von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) auf 30 Jahre festgelegt wurde. [...]
  • Northern Annular Mode (NAM)
    Die winterlichen Schwankungen in der Ausprägung eines durch tiefen Bodendruck in der Arktis und starke Westwinde in den mittleren Breiten charakterisierten Musters. [...]
  • NUTS 2 Grundverwaltungseinheiten, 
    NUTS 3 Unterteilungen der Grundverwaltungseinheiten. Hauptmotiv für die Einführung der NUTS war, den Statistiknutzern vergleichbare statistische Daten auf regionaler Ebene zur Verfügung zu stellen. [...]
  • NUTS 3 Unterteilungen der Grundverwaltungseinheiten.
    Hauptmotiv für die Einführung der NUTS war, den Statistiknutzern vergleichbare statistische Daten auf regionaler Ebene zur Verfügung zu stellen. [...]
  • NUTS-Einheiten
    NUTS ist die Abkürzung für „Nomenclature des unités territoriales statistiques“. Es handelt sich dabei um eine hierarchisch gegliederte Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik, die schon vor Jahren von Eurostat in Zusammenarbeit mit den Mit...
  • Nutzen – Utility
    Der Vorteil den Konsumenten davon ableiten am Markt gehandelte Güter zu konsumieren, vom Genuss von nicht am Markt gehandelten Güter wie umweltbezogener Vorteile und von allen anderen Faktoren, die zu ihrem Wohlergehen beitragen. [...]
  • Oberflächentemperatur
    Die globale Erdoberflächentemperatur ist eine Schätzung der globalen mittleren Lufttemperatur an der Erdoberfläche. [...]
  • OECD-Staaten
    Die 1961 gegründete Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) vereinigt 34 Länder auf der ganzen Welt, die sich zu Demokratie und Marktwirtschaft bekennen. [...]
  • Ökonomischer Gesamtwert
    (auch: Total Economic Value:) Der Total Economic Value-Ansatz ist eine verbreitete Methodik im Bereich der Umweltökonomik und der Ökologischen Ökonomie zur wirtschaftswissenschaftlichen Bewertung von Veränderungen in der Bereitstellung von Umweltgütern...
  • Ökosystem
    Ein System von lebenden Organismen, die miteinander und mit ihrer physischen Umwelt interagieren. Die Definition der Grenzen eines Ökosystems variiert je nach Schwerpunkt der Untersuchung. [...]
  • Ökosystemdienstleistung
    Das Konzept der Ökosystemleistungen dient dazu, den Nutzen ökologischer Systeme für die Gesellschaft im lokalen und regionalen Betrachtungsmaßstab zu bewerten. [...]
  • Ölsand und Ölschiefer
    Lose Sande, Sandsteine und Schiefer, die bituminöses Material enthalten, das abgebaut und in einen flüssigen Brennstoff umgewandelt werden kann.
  • Opportunitätskosten
    Geld oder die Gütermenge, deren Nutzen oder Ertrag entgangen ist, weil man Güter oder Produktionsfaktoren anderes verwendet bzw. einsetzt.
  • Organische Substanz
    Alle in und auf dem Mineralboden (organische Auflage) befindlichen abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Stoffe und deren Umwandlungsprodukte.
  • Orkantage
    Tage mit Windspitzengeschwindigkeiten von über 103 km/h.
  • Ozon (O3)
    Das Spurengas Ozon besitzt für das Klima und das Leben auf der Erde sehr unterschiedliche Eigenschaften, die stark von der Höhe abhängen, in der Ozon in der Atmosphäre vorkommt. Die vertikale Verteilung des Ozons ist allerdings sehr ungleichmäßig. [...]
  • Ozonschicht
    Die Stratosphäre enthält eine Schicht, in der die Ozonkonzentration am größten ist, die sogenannte Ozonschicht. [...]
  • Paläoklima
    Das Klima in Zeiten vor der Entwicklung von Messinstrumenten, einschließlich historischer und geologischer Zeiträume, für die nur Proxy-Klimadatenreihen verfügbar sind.
  • Passat, Passatwinde
    Großräumige Windsysteme der Randtropen nördlich und südlich des Äquators. [...]
  • Passive Solararchitektur
    Strukturelle Entwurfs- und Bautechnologien, die es einem Gebäude ermöglichen, ohne mechanische Hilfsmittel Sonnenenergie für Heizung, Kühlung und Beleuchtung zu nutzen.
  • Passiver Hochwasserschutz
    Im weitersten Sinne werden unter dem Begriff „passiver Hochwasserschutz" alle Maßnahmen verstanden, die die Landnutzungen an die Gefahren der Gewässer anpasst, z.B. den Hochwasserrückhalt durch Flächenfreihaltung im Freiland.
  • Pedosphäre
    Die Pedosphäre umfasst das Subsystem der Böden. Sie entsteht aus der Schnittmenge der klassischen Natursphären Litho-, Atmo- Hydro- und Biosphäre im oberflächennahen Bereich der Lithosphäre.
  • Pegel
    Ein Pegel ist ein Messgerät zur Feststellung des Wasserstandes in Flüssen, Kanälen und anderen Gerinnen, in Seen und im Meer.
  • Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW)
    Gehören zu den sechs Treibhausgasen, deren Ausstoß laut dem Kyoto-Protokoll gemindert werden soll. Es sind Nebenprodukte aus der Aluminiumschmelzung und Urananreicherung. Darüber hinaus ersetzen sie FCKWs bei der Herstellung von Halbleitern.
  • Periglazial
    Bezeichnet für nicht vergletscherte, aber durch die Wirkung des Frosts geprägte Gebiete mit ihren typischen Prozessen und Formen.
  • Periglaziale Prozesse
    Die periglazialen Prozesse werden durch frost – und kaltklimatische Bedingungen gesteuert und sind u.a. durch frostinduzierte Prozesse wie Frostsprengung, Solifluktion und Kryoturbation charakterisiert. [...]
  • Permafrost
    Permafrost ist ein thermisches Phänomen und bezeichnet Lithosphärenmaterial (Boden, Gestein, Lockermaterial), dass über einen Zeitraum von mindestens 2 aufeinanderfolgenden Jahren Temperaturen unter 0 Grad Celsius aufweist.
  • Permafrost
    Untergrund (Boden oder Fels einschließlich Eis und organischen Materials), der über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre bei oder unter 0°C bleibt. (Van Everdingen, 1998). Siehe auch gefrorener Untergrund.
  • Perzentil
    Ein Perzentil ist ein Wert auf einer Skala von Null bis Hundert, der den Prozentsatz an Datensatzwerten einer der Größe nach gereihten Datenreihe angibt, der gleich oder niedriger als er selbst ist. [...]
  • Phänologie
    Die Phänologie befasst sich mit den periodisch wiederkehrenden Naturerscheinungen in biologischen Systemen (z.B. Entwicklungsphasen, Migration) und deren Beziehung zu Klima- und saisonalen Veränderungen.
  • Photosynthese
    Der Vorgang, über den grüne Pflanzen, Algen und einige Bakterien meist mit der Hilfe von Chlorophyll und Lichtenergie Kohlendioxid aus der Luft (oder Bikarbonat aus dem Wasser) aufnehmen, um Kohlenhydrate zu bilden. [...]
  • Plankton
    In den oberen Schichten aquatischer Systeme lebende Mikroorganismen. Es wird unterschieden zwischen Phytoplankton, das für die Energieversorgung von Photosynthese abhängig ist, und Zooplankton, das sich von Phytoplankton ernährt.
  • Podsolierung
    Bodengenetischer Prozess, der zur Bildung von Podsolen führt. Geht einher mit tiefem pH-Werten, Zerstörung der Silicatstrukturen und vertikaler Verlagerung von organischer Substanz und von Metall-Ionen.
  • Politiken
    Im Sprachgebrauch des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) werden Politiken von Regierungen ausgeführt und/oder veranlasst, um Emissionsminderungs- und Anpassungsmassnahmen zu beschleunigen. [...]
  • Portfolio
    Ein kohärenter Satz an einer Vielzahl von Massnahmen und/oder Technologien, die politische Entscheidungsträger zur Erreichung ernannter politischer Ziele verwenden können. [...]
  • Positive Nebeneffekte
    Der Nutzen von Maßnahmen, die gleichzeitig aus unterschiedlichen Gründen umgesetzt werden, wobei anerkannt wird, dass die meisten Maßnahmen, die zur Treibhausgasminderung entworfen wurden, andere, oft mindestens so wichtige Begründungen haben. [...]
  • Post-SRES (-Szenarien)
    Referenz- und Emissionsminderungsszenarien, die nach der Fertigstellung des IPCC-Sonderberichts zu Emissionsszenarien (SRES; IPCC, 2000), also nach dem Jahr 2000, veröffentlicht wurden.
  • Potentielle Auswirkungen
    Potentielle Auswirkungen für das Mensch-Umwelt-System werden durch die Exposition und die Sensitivität beispielsweise für einen Sektor oder eine Region bestimmt. [...]
  • Potenzial
    Im Zusammenhang mit Klimaänderung stellt ein Potenzial den Betrag an Verminderung der Klimaänderung oder an Anpassung dar, der mit der Zeit verwirklicht werden könnte, es aber noch nicht ist. [...]
  • Präventive Aufwendung
    Ausgaben, die darauf abzielen, vorbeugend Schäden zu vermeiden, wie z.B. Luftverschmutzung oder sonstigen Externalitäten. Ausgaben, die Umweltschäden vermeiden sollen können als Ersatznachfrage von Umweltschutz betrachtet werden.
  • Produktionsfunktion
    Beschreibt die Beziehung zwischen den Inputs und den sich daraus ergebenden Outputs. Somit zeigt die Produktionsfunktion welche maximale Ausgabe für jegliche Kombination an Eingangsgrößen erzeugt werden kann.
  • Prognose
    Im Deutschen auch als Vorhersage bezeichnet ist eine Aussage über Ereignisse, Zustände oder Entwicklungen in der Zukunft. Siehe Klimaprognose; Klimaprojektion; Projektion.
  • Projektion
    Eine mögliche zukünftige Entwicklung einer einzelnen Größe oder einer Reihe von Größen, oft mit Hilfe eines Modells berechnet. [...]
  • Proxy
    Ein Proxy-Klimaindikator (indirekter Anzeiger) ist eine lokale Datenreihe, die unter Anwendung physikalischer und biophysikalischer Prinzipien interpretiert wird, um gewisse Kombinationen von klimabezogenen Veränderungen in der Vergangenheit aufzuzeigen..
  • Quelle
    Quelle bezieht sich meist auf jegliche Prozesse, Aktivitäten oder Mechanismen, die Substanzen oder Energie freisetzen oder im Fall von negativen Quelle (auch Senken genannt) vernichten. [...]
  • Quellwolken
    Quellwolken bilden sich bei warmen Wetter und feuchter Luft. Sie bestehen aus winzigen Tröpfchen und sind mit ihrer flachen, dunkleren Unterseite typisch für stabiles Hochdruckwetter im Sommerhalbjahr. [...]
  • Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC)
    Die Konvention wurde am 9. Mai 1992 in New York verabschiedet und am Weltgipfel von 1992 in Rio de Janeiro von über 150 Ländern und der Europäischen Gemeinschaft unterschrieben. [...]
  • Räumliche und zeitliche Skalen
    Das Klima und einzelne Phänomene des Klimas können in einem weiten Spektrum von räumlichen und zeitlichen Skalen schwanken. [...]
  • Raureif
    Raureif ist eine Eisablagerung an Pflanzen und Gegenständen. Der Raureif entsteht, wenn Nebeltröpfchen an Oberflächen gefrieren, deren Temperatur unter dem Gefrierpunkt liegt. [...]
  • Reaktionszeit
    Zeitraum, der vergeht, bis die Folgen des von einem Treiber ausgehenden Impuls im Reaktionssystem sichtbar werden.
  • Realpreis
    Abgeleitete Kennziffer, die den Preis bzw. die Preisentwicklung je Gebrauchswerteinheit darstellen soll. [...]
  • Redoxprozesse |Redoxsysteme |Redoxpotential
    In der wässrigen Phase des Bodens finden ständig Reduktions- bzw. Oxidationsvorgänge (Redox-Reaktionen) in Form von Elektronenübergängen statt. [...]
  • Referenzwert –spanne, oder -szenario
    Bezugsgröße für messbare Größen, an der ein alternatives Ergebnis gemessen werden kann, z.B. die Verwendung eines Szenarios ohne Intervention als Referenz für die Analyse von Interventionsszenarien. [...]
  • Regenerative Energie
    Regenerative Energie ist Energie aus nachwachsenden Ressourcen (Windenergie, Wasserkraft, Sonnenenergie, Erdwärme, Biomasse und Solarthermie) die im Zeitablauf unbegrenzt zur Verfügung stehen. [...]
  • Regentage
    Tage mit Niederschlagswerten von mehr als 1 mm wobei der Grenzwert hier auch variieren kann.
  • Regenwald
    Als Regenwald bezeichnet man Wälder, die durch ein besonders feuchtes Klima aufgrund von meist mehr als 2000 mm Niederschlag (im Jahresmittel) gekennzeichnet sind. [...]
  • Region
    Eine Region ist ein durch spezifische geographische und klimatologische Strukturen charakterisiertes Gebiet. [...]
  • Regionale Skala
    Eine Region mit der Ausdehnung zwischen 104 und 107 km².
  • Regionales Klimamodell
    Globale Vorhersagen sagen wenig über die Klimaänderungen in Staaten oder Regionen aus, sodass die Ausarbeitung regionaler Klimamodelle angestrebt wird. [...]
  • Regionalisierung
    Regionalisierung ist die Aufteilung oder Untergliederung eines Raumes oder räumlicher Sachverhalte in kleinere Einheiten nach einem zweckbestimmten Aufteilungsschema, meist mithilfe von problemorientierten statistischen Merkmalen. [...]
  • Rekonstruktion
    Die Verwendung von Klimaindikatoren für die Bestimmung des (im Allgemeinen vergangenen) Klimas.
  • Relativer Preis
    Definiert den Preis eines Gutes/ einer Dienstleistung relativ zu anderen Gütern oder Dienstleistungen. Wenn der Preis sich relativ zum allgemeinen Preisniveau verändert, dann hat dies reale Auswirkungen.
  • Reliefsystem
    Das Reliefsystem wird im Kontext des naturwissenschaftlichen Sphärenmodells mit der Atmo-, Hydro-, Bio-, Pedo- und Lithosphäre auch mit dem Begriff der Reliefsphäre synonym verwendet. [...]
  • REMO
    Regional Model; dynamisches regionales Klimamodell des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg.
  • Resilienz
    Fähigkeit eines Gesellschafts- oder Umweltsystems, Störungen aufzunehmen und gleichzeitig dieselbe Grundstruktur und Funktionsweisen zu bewahren, die Kapazität zur Selbstorganisation sowie die Kapazität, sich an Stress und Veränderungen anzupassen.
  • Restauswirkungen
    Jene Auswirkungen von Klimaänderungen, die nach Anpassungsmaßnahmen verbleiben.
  • Richter-Skala
    Die Richter-Skala dient zur Messung der Stärke von Erdbeben mit Hilfe einer Magnituden-Skala. Sie wurde 1935 von dem amerikanischen Seismologen Charles Francis Richter aufgestellt. Die Richter-Skala misst die Stärke von Vibrationen, die seismische We...
  • Risiko
    Risiko ist ein Konzept zum Ausdruck für die Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen. [...]
  • Risikoaffinität
    Bezeichnet die Eigenschaft eines Entscheiders, bei der Wahl zwischen mehreren Alternativen mit gleichem Erwartungswert die Alternative mit dem höchsten Risiko bezüglich des Ergebnisses – und damit auch dem höchstmöglichen Gewinn – zu bevorzugen. [...]
  • Risikoaversion
    Risikoaversion oder Risikoscheu bezeichnet die Eigenschaft eines Entscheiders, bei der Wahl zwischen mehreren Alternativen mit gleichem Erwartungswert (= Eintrittswahrscheinlichkeit x Nutzenhöhe) die Alternative mit dem geringsten Risiko zu bevorzugen...
  • Risikoneutralität
    Risikoneutralität bedeutet, dass ein Entscheider bezüglich des Risikos indifferent ist, das heißt seine Entscheidung allein anhand des Erwartungswertes trifft und das dabei evtl. auftretende Risiko nicht mit in seine Entscheidung einbezieht.
  • Rückkopplung
    Ein Wechselwirkungs-Mechanismus zwischen Prozessen im Klimasystem wird Klimarückkopplung genannt, wenn die Wirkung eines ersten Prozesses Veränderungen in einem zweiten Prozess auslöst, welcher wiederum den ersten Prozess beeinflusst.
  • Ruß (‚soot’)
    Partikel, die während der Abschreckung von Gasen am äußeren Rand von Flammen von organischen Dämpfen entstehen; [...]
  • Salzwasserintrusion
    Verdrängung von Süßwasser an der Oberfläche oder von Grundwasser durch das Vordringen von Salzwasser aufgrund seiner höheren Dichte. [...]
  • Schneedecke
    Eine saisonale Anhäufung von langsam schmelzendem Schnee.
  • Schneelawine
    Schneelawinen sind schnelle Massenbewegungen des Schnees, charakteristisch mit einem Volumen von mehr als 100 m³ und einer Länge von mehr als 50 Metern.
  • Schwarzer Ruß (‚black carbon’)
    Partikel in der Atmosphäre, die aus unverbranntem Kohlenstoff, Holzkohle und/oder möglicherweise lichtabsorbierendem, nicht-brennbarem organischem Material bestehen. [...]
  • Schwefelhexafluorid (SF6)
    Eines der sechs Treibhausgase, die unter dem Kyoto-Protokoll zu bekämpfen sind. [...]
  • Scirocco
    Der Scirocco ist ein heißer und trockener Wüstenwind an den nordafrikanischen Küstengebieten. [...]
  • Sektoren
    Vom Klimawandel betroffene Lebens-,Natur- und Wirtschaftsbereiche: etwa Landwirtschaft, Wald- und Forstwirtschaft, biologische Vielfalt, Wasserwirtschaft, Tourismus, Gesundheit, Städte und Ballungsräume, Anlagensicherheit.
  • Senken
    Alle Prozesse, Aktivitäten oder Mechanismen, die ein Treibhausgas, ein Aerosol oder einen Vorläufer eines Treibhausgases oder eines Aerosols aus der Atmosphäre entfernen. [...]
  • Sensitivität
    Die Sensitivität beschreibt, wie stark ein Mensch-Umwelt-System durch Klimaänderungen beeinflussbar bzw. veränderbar ist. [...]
  • Sensitivitätsanalyse
    Analysiert in wieweit, die Untersuchung/Auswertung von der Veränderung der Haupteinflussfaktoren abhängig ist.
  • Sicherheit
    Alle Elemente in der Entscheidungskette sind bekannt und der/die EntscheidungsträgerInnen kennt den Ausgang seiner Entscheidung sowie aller möglichen Alternativen. [...]
  • Singularität
    Ein Merkmal, das ein Phänomen oder einen Aspekt von anderen unterscheidet; etwas einzigartiges, anderes, besonderes, seltenes oder unübliches.
  • Smog
    Eine berüchtigte Nebelform ist der von industriereichen Großstädten her bekannte Smog. [...]
  • Solarer Zyklus (“11-Jahres-Zyklus”)
    Eine quasi-stationäre Schwingung der Sonnenaktivität mit wechselnder Amplitude und einer Wiederkehrperiode von 9 bis 13 Jahren.
  • Solarthermie
    Unter Solarthermie versteht man die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie. [...]
  • Sommertage
    Tage, an denen die Tagesmaximumteperatur über 25°C liegt.
  • Sonne
    Größter und schwerster Himmelskörper im Sonnensystem und Lieferant fast der sämtlichen Energie, die das Wettergeschehen auf der Erde antreibt. Damit ist die Sonne definitiv der wichtigste Klimafaktor.
  • Sonnenaktivität
    Die Sonne weist Zeiträume von hoher Aktivität auf, die sich in der Anzahl der Sonnenflecken wie auch in der Abstrahlung, in der magnetischen Aktivität und in der Emission von hochenergetischen Partikeln ausdrücken. [...]
  • Sonnenstrahlung
    Von der Sonne ausgestrahlte elektromagnetische Strahlung. Sie wird auch als Kurzwellenstrahlung bezeichnet. [...]
  • Sonnige Tage
    Tage mit einer Sonnenscheindauer von mehr als 5 Stunden.
  • SRES-Szenarien
    SRES-Szenarien sind Emissionsszenarien, die von Naki enovi und Swart (Emissions Scenarios, IPCC 2000) entwickelt wurden und die als Basis für die Klimaprojektionen im Vierten Sachstandsbericht (IPCC AR4, Climate Change 2007) verwendet wurden. [...]
  • Stabilisierung
    Das Konstanthalten der atmosphärischen Konzentrationen eines oder mehrerer Treibhausgase (z.B. Kohlendioxids) oder einer CO2-äquivalenten Sammlung an Treibhausgasen. [...]
  • Städtische Wärmeinsel
    Relative Wärme einer Stadt im Vergleich mit umliegenden ländlichen Gebiet, verbunden mit Änderungen im Abfluss, Auswirkungen der Betonwüste auf Wärmespeicherung, Veränderungen der Oberflächen-Albedo, Änderungen der Verschmutzung/ der Aerosole, usw. [...]
  • Stakeholder / Interessenvertreter
    Eine Person oder Organisation, die ein legitimes Interesse an einem Projekt oder einer Einheit hat, oder die durch eine bestimmte Handlung oder Politik betroffen wäre.
  • Stakeholder Analyse
    Die Analyse identifiziert von der Thematik betroffene Gruppen und analysiert die möglichen Auswirkungen, die die Stakeholder auf das Projekt haben könnten.
  • Standards
    Regelsatz, der die Leistung und Anwendung eines Produkts regelt oder definiert (z.B. Qualität, Abmessungen, Eigenschaften, Testmethoden und Anwendungsbestimmungen). [...]
  • Stauwasser
    Oberflächennahes Wasser, das durch eine gering durchlässige Schicht am Versickern gehindert wird.
  • Steuer
    Eine Kohlendioxidsteuer (oder Kohlenstoffsteuer) ist eine Abgabe auf den Kohlenstoffgehalt fossiler Brennstoffe. [...]
  • Stickstoffdeposition
    Eintrag reaktiver Stickstoffverbindungen aus der Atmosphäre auf die Erdoberfläche bzw. die Ökosysteme.
  • Stickstoffeutrophierung
    Vom Menschen verursachte Erhöhung des Stickstoffangebots in Ökosystemen.
  • Stickstoffnutzungseffizienz
    Die Stickstoffnutzungseffizienz (NUE) bezeichnet das Verhältnis zwischen der Menge des zugeführten Düngestickstoffes und des im Ernteprodukt entfernten Stickstoffs.
  • Störungssystem
    Häufigkeit, Intensität und Art von Störungen wie Brände, Vermehrung von Insekten und Schädlingen, Überschwemmungen und Dürren.
  • Storyline (Handlung)
    Eine erzählende Beschreibung eines Szenarios oder einer Familie von Szenarien, welche die Hauptcharakteristika des/der Szenario/s hervorhebt und die Beziehungen zwischen den Einflussfaktoren erklärt.
  • Strahlungsantrieb
    Der Strahlungsantrieb ist die Veränderung in der vertikalen Nettoeinstrahlung (Einstrahlung minus Ausstrahlung; ausgedrückt in Watt pro Quadratmeter, W/m²) an der Tropopause aufgrund einer Veränderung eines äußeren Antriebs der Klimaänderung. [...]
  • Stratosphäre
    Ausgeprägt geschichtete Zone der Atmosphäre oberhalb der Troposphäre zwischen ca. 10 und 50 km über der Erdoberfläche (die Untergrenze variiert zwischen durchschnittlich 9 km Höhe in hohen Breitengraden und 16 km in den Tropen).
  • Streu |Streuschicht
    Bildet sich durch den oberirdischen Bestandsabfall der Vegetation und liegt weitgehend unzersetzt der Bodenoberfläche auf.
  • Strukturwandel
    Änderungen z.B. des relativen Anteils des industriellen, landwirtschaftlichen oder Dienstleistungssektors am Bruttoinlandsprodukt einer Wirtschaft, oder allgemeiner Systemänderungen [...]
  • Stückkosten
    Die Summe aller ökonomischen Kosten, die anfallen, um ein Stück (one Unit of output) zu produzieren.
  • Sturmflut
    Der vorrübergehende Anstieg des Meeresspiegels an einer bestimmten Stelle aufgrund extremer meteorologischer Bedingungen (tiefem Luftdruck und/oder starker Winde). [...]
  • Sturmtage
    Tage mit Spitzengeschwindigkeiten von über 89 km/h.
  • Subvention
    Direkte Regierungszahlung oder Steuerermäßigung an eine private Partei für die Umsetzung einer Praxis, welche die Regierung unterstützen möchte. [...]
  • System
    Ein System ist eine räumliche und/oder funktionale Einheit, in der Elemente so miteinander in Wechselwirkung stehen, dass sie sich strukturell gegenüber der sie umgebenden Umwelt abgrenzen (siehe als Beispiel Einzugsgebiet).
  • Szenario
    Eine plausible und häufig vereinfachte Beschreibung davon, wie die Zukunft sich gestalten könnte, basierend auf einer kohärenten und in sich konsistenten Reihe von Annahmen über die treibenden Kräfte und wichtigsten Zusammenhänge. [...]
  • Szenario-Familie
    (= SRES Szenarien.) [...]
  • Technologie
    Die praktische Anwendung von Wissen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen, die sowohl technische Erzeugnisse (Hardware, Ausrüstung) als auch (soziale) Information („Software“, Fachwissen über Herstellung/ Nutzung der Erzeugnisse) heranzieht.
  • Technologietransfer
    Der Austausch von Wissen, Hardware und der damit verbundenen Software, Geld und Waren unter Interessensgruppen, der zur Verbreitung von Anpassungs- oder Emissionsminderungstechnologie führt. [...]
  • Technologiewandel
    Meistens als technologische Verbesserung verstanden, d.h. mehr oder bessere Waren und Dienstleistungen können aus einer bestimmten Menge an Ressourcen geliefert werden (Produktionsfaktoren). [...]
  • TEHG
    Das Treibhaus-Emissionshandelsgesetz (TEHG) regelt die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie über das europäische Handelssystem mit Treibhausgas-Emissionsberechtigungen. [...]
  • Temperaturtagesgang
    Die Differenz zwischen dem Maximum und dem Minimum während einer 24-Stunden-Periode (innerhalb eines Tages).
  • Thermische Ausdehnung
    Im Zusammenhang mit dem Meeresspiegelanstieg bedeutet dies eine Volumenzunahme (und Dichteabnahme) aufgrund der Erwärmung des Wassers. [...]
  • Thermische Infrarotstrahlung
    Von der Erdoberfläche, der Atmosphäre und von Wolken abgegebene Strahlung. Sie ist auch als terrestrische oder langwellige Strahlung bekannt und muss von der Nahinfrarotstrahlung, die Teil des solaren Spektrums ist, unterschieden werden. [...]
  • Tonmineralneubildung
    Entstehung sekundärer Schichtsilikate mit einem Durchmesser < 2µm durch die Synthetisierung ionarer bzw. kolloidaler Verwitterungsprodukte oder durch die Umwandlung primärer Minerale.
  • Tonverlagerung |Tondurchschlämmung |Lessivierung
    Deszentente, mechanische Verlagerung von Tonteilchen aus dem Oberboden in den Illuvialhorizont mit dem Sickerwasser. Typischer Bodenbildungsprozess der Parabraunerden.
  • Top-down-Modelle
    Generell gehen Top-down-Modelle vom Abstrakten, Allgemeinen, Übergeordneten schrittweise hin zum Konkreten, Speziellen, Untergeordneten. [...]
  • Total Economic Value
    Der Total Economic Value-Ansatz ist eine verbreitete Methodik im Bereich der Umweltökonomik und der Ökologischen Ökonomie zur wirtschaftswissenschaftlichen Bewertung von Veränderungen in der Bereitstellung von Umweltgütern. [...]
  • Trägheit
    Im Zusammenhang mit Emissionsminderung bezieht sich Trägheit auf die Schwierigkeit von Änderungen, die sich aus den bestehenden Bedingungen in der Gesellschaft ergibt. [...]
  • Transformation |Translokation
    Zwei Prozessgruppen bei der Bodenentwicklung. Transformation umfasst alle physikalischen und chemischen Veränderungen im Boden ohne stoffliche Verlagerung. Translokation umfasst hingegen alle Verlagerungsprozesse auf und in dem Bodenkörper.
  • Transformationsländer
    Länder, deren Wirtschaftssysteme von Plan- auf Marktwirtschaft umgestellt werden.
  • Treibhauseffekt
    Treibhausgase absorbieren thermische Infrarotstrahlung, die von der Erdoberfläche, von der Atmosphäre selbst durch die gleichen Gase und durch Wolken ausgestrahlt wird. [...]
  • Treibhausgas (THG)
    Treibhausgase sind diejenigen gasförmigen Bestandteile in der Atmosphäre, sowohl natürlichen wie anthropogenen Ursprungs...
  • Trend
    Der Begriff Trend bezeichnet meistens, wie auch im vierten Sachstandsbericht (IPCC AR4, Climate Change 2007), eine im Allgemeinen über die Zeit konstante Änderung des Wertes einer Variable. [...]
  • Trockene Tage
    Tage mit Niederschlagswerten von weniger als 1 mm.
  • Tropennächte
    Nächte, in denen die Tagesminimumtemperatur nicht unter 20 °C sinkt.
  • Tropopause
    Grenze zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre.
  • Troposphäre
    Der unterste Teil der Atmosphäre, von der Erdoberfläche bis ca. 10 km Höhe in den mittleren Breitengraden, wo Wolken und Wetterphänomene auftreten. [...]
  • Tsunami
    Ein Tsunami besteht aus einer Serie aufeinander folgender, sehr langperiodischer Meereswellen. Diese werden zumeist durch starke untermeerische Erdbeben, aber auch Vulkanausbrüche oder Hangrutschungen verursacht. [...]
  • Umsetzung
    Umsetzung beschreibt die Handlungen, die unternommen werden, um Verpflichtungen im Rahmen eines Vertrags zu erfüllen, und umfassen rechtliche und effektive Phasen. [...]
  • Umsiedelungskosten
    Eine Variante der Wiederherstellungskosten. [...]
  • Umwelt
    Umwelt umfasst die materielle Welt im Gegensatz zur geistigen Welt des Menschen. [...]
  • Umweltwirksamkeit
    Das Ausmaß, zu dem eine Politik, Maßnahme oder ein Instrument einen bestimmten, einen entscheidenden oder einen erwünschten Umwelteffekt erzielt.
  • UNFCCC Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen
    Die Klimarahmenkonvention wurde 1992 in New York City verabschiedet und im gleichen Jahr auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro von den meisten Staaten unterschrieben. [...]
  • Ungenutzte inländische (Material)Entnahme / Gewinnung im Inland
    Die ungenutzte inländische Entnahme umfasst all jene Materialien, die aus der nationalen Umwelt entnommen, aber nicht in der nationalen Wirtschaft verwendet werden, sondern in der Umwelt verbleiben. [...]
  • Unsicherheit
    Ein Ausdruck für das Ausmaß, in dem ein Wert ungewiss ist (z.B. der zukünftige Zustand des Klimasystems).
  • Unterboden
    Mineralischer Teil des Bodens, der dem Oberboden folgt.
  • Ursache-Wirkungskette
    Beziehung zwischen Klimavariabilität und Einflüsse niedriger Ordnung (direkte Auswirkungen) durch konkrete Einflüsse höherer Ordnung (indirekte Auswirkungen).
  • Vegetationsperiode
    In Klimaten mit Jahreszeitenwechsel jener Zeitraum, in dem die oberirdischen Pflanzenteile heranwachsen (i.d.R. Tagesmitteltemperatur von mind. 5 °C).
  • Vektor
    Ein Organismus, z.B. ein Insekt, der einen Krankheitserreger von einem Wirt zum anderen überträgt.
  • Verdunstung
    Der Prozess des Übergangs vom flüssigen in den gasförmigen Zustand.
  • Verminderung (der Klimaänderung)
    Technologiewandel und -ersatz, die den Ressourceneinsatz und die Emissionen pro Ausgabeeinheit verringern. [...]
  • Verpflichtungsperiode
    Um den Vertragsstaaten Flexibilität bei der Erfüllung der Kyoto-Verpflichtungen einzuräumen und den Einfluss vorübergehender Emissions-Schwankungen zu minimieren, werden die Emissionsreduktionsverpflichtungen auf einen Fünfjahreszeitraum angewandt. [...]
  • Versalzung
    Die Akkumulation von Salzen in Böden.
  • Versauerung der Ozeane
    Ein Rückgang des pH-Werts von Meerwasser aufgrund der Aufnahme von zusätzlichem, anthropogenem, Kohlendioxid. Siehe auch Kohlenstoffkreislauf.
  • Verstädterung/Urbanisation
    Die Umwandlung von Land aus dem natürlichen Zustand oder einem bewirtschafteten natürlichen Zustand (wie in der Landwirtschaft) in Städte. [...]
  • Verteilungseffekt
    Einkommensstruktur einer Volkswirtschaft, bei welcher politische Entscheidungen erheblichen Einfluss auf verschiedene Einkommensgruppen haben und somit die Verteilung von Einkommen und Wohlstand beeinflussen.
  • Vertrauen
    Im vierten Sachstandsbericht (IPCC AR4: Climate Change 2007) wird zur Darstellung des Ausmaßes an Vertrauen in die Richtigkeit eines Ergebnisses eine Standardterminologie verwendet, die wie folgt definiert wurde: [...]
  • Verwitterung
    Für die Bodenbildung grundlegender Prozess der physikalischen und chemischen Mineral-/Gesteinszerstörung durch exogene Kräfte.
  • Verwundbarkeit / Vulnerabilität
    Vulnerabilität drückt den Grad aus, in dem ein System gegenüber den negativen Folgeerscheinungen eines Impulses empfänglich ist. [...]
  • Völkerwanderung
    Vulnerabilität drückt den Grad aus, in dem ein System gegenüber den negativen Folgeerscheinungen eines Impulses empfänglich ist. [...]
  • Vorbildfunktion der öffentlichen Hand
    Einkauf und Beschaffung von energieeffizienten Produkten und Dienstleistungen durch die Regierung. [...]
  • Vorhersage
    Projiziertes Ergebnis aus wohlbekannten physikalischen, technologischen, wirtschaftlichen, sozialen Verhaltens- usw. Mustern.
  • Vorindustriell
    Das Zeitalter vor der industriellen Revolution des späten achtzehnten und des neunzehnten Jahrhunderts, nach welcher der Verbrauch an fossilen Brennstoffen für die Mechanisierung zu steigen begann.
  • Vorläufersubstanzen
    Atmosphärische Bestandteile, die selbst keine Treibhausgase oder Aerosole sind, aber eine Auswirkung auf die Treibhausgas- oder Aerosolkonzentrationen haben [...]
  • Vorteile (gleichzeitig auftretend)
    Die Vorteile von aus verschiedenen Gründen gleichzeitig umgesetzten Maßnahmen.
  • Vulnerabilität
    Vulnerabilität drückt den Grad aus, in dem ein System gegenüber den negativen Folgeerscheinungen eines Impulses empfänglich ist. [...]
  • Wahrscheinlichkeit
    Die Wahrscheinlichkeit (Probabilität) ist eine Einstufung von Aussagen und Urteilen nach dem Grad der Gewissheit (Sicherheit). [...]
  • Wald
    Ein durch Bäume beherrschter Vegetationstyp. [...]
  • Waldbrand
    Ein Waldbrand ist ein Brand in einer zusammenhängenden Waldfläche, verursacht entweder natürlich über beispielsweise Blitzschlag bei Gewittern oder anthropogen durch Funkenflug, Unachtsamkeit oder bewusst gelegten Brandherde.
  • Wasserkreislauf / hydrologischer Kreislauf
    Der Kreislauf, in dem Wasser aus Ozeanen und von der Landoberfläche verdunstet, in atmosphärischer Zirkulation als Wasserdampf über die Erde transportiert wird, zu Wolken kondensiert, wieder als Regen oder Schnee niederschlägt [...]
  • Wasserstress
    In einem Land herrscht Wasserstress, wenn der verfügbare Trinkwasservorrat im Verhältnis zur Wasserentnahme ein wichtiges Hemmnis für die Entwicklung darstellt. [...]
  • Wasserverbrauch
    Menge an entnommenem Wasser, das während seiner Nutzung (durch Verdunstung und Güterherstellung) unwiederbringlich verloren geht. Der Wasserverbrauch ist gleich der Wasserentnahme minus Rückfluss.
  • Weltklimagipfel
    Die UN-Klimakonferenz, oft auch "Weltklimagipfel" genannt, ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. [...]
  • Weltklimarat
    Im Jahre 1988 gründeten das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) den Weltklimarat (IPCC). [...]
  • Wetter
    Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort beschrieben durch eine Vielzahl meteorologischer Parameter wie Temperatur, Niederschlag, Wind, Wolken, etc.
  • WettREG
    Wetterlagen-basierte Regionalisierungsmethode; statistisches regionales Klimamodell der Firma CEC Potsdam.
  • Wiederaufforstung
    Pflanzung von Wäldern auf Land, das früher bewaldet war aber in eine andere Nutzung umgewandelt wurde. [...]
  • Wiederherstellungskosten
    Jene Kosten, die anfallen um Umweltressourcen, die im Zuge von Klimaänderung beschädigt wurden wiederherzustellen. Diese Kosten können als eine Schätzung des Benefits dieser Ressourcen herangezogen werden.
  • Win-win-Maßnahmen
    Win-win Maßnahemen haben das Ziel, dass alles Betroffenen und Beteiligten einen Nutzen erzielen. [...]
  • Wind
    Wind ist eine gerichtete Luftbewegung in der Atmosphäre. [...]
  • Windenergie
    Bei der Windenergie handelt es sich um die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Atmosphäre. [...]
  • Wirtschaftlichkeit
    Kennzahl, die das Verhältnis von Output- zu Einsatzgrößen misst. Diese dient als Maß für die Effizienz des Verhältnisses Kosten – Nutzen, um einen maximalen Vorteil zu erzielen. Wirtschaftliches Emissionsminderungspotenzial Siehe Emissionsminderungs...
  • Witterung
    Wetter im Mittel über einige Tage bis Wochen (z. B. Altweibersommer).
  • Wolkenrückkopplung
    Eine Klimarückkopplung, die Änderungen jeglicher Eigenschaften von Wolken als Reaktion auf andere atmosphärische Änderungen zur Folge hat. [...]
  • Wurzelexsudat
    Aus organischen Verbindungen bestehendes Ausscheidungsprodukt der Wurzel.
  • Wüstenbildung
    Degradation in ariden, semi-ariden und trockenen sub-feuchten Gebieten, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst wird, u.a. durch klimatische Schwankungen und menschliche Aktivitäten. [...]
  • Zahlungsbereitschaft (Willingness to pay)
    Die maximale Menge an Geld, die ein Individuum bereit ist zu zahlen, um einen Vorteil zu erschaffen oder einen Verlust zu vermeiden.
  • Ziele und Zeitpläne
    Ein Ziel ist die Reduktion von Treibhausgasen um einen bestimmten Prozentsatz, ausgehend von einem Referenzniveau (z.B. “unter das Niveau von 1990”), die bis zu einem bestimmten Datum oder innerhalb einer Zeitspanne erreicht werden muss. [...]
  • Zooplankton
    Siehe Plankton.
  • Zugbahnen von Stürmen
    Region, wo die Hauptzugbahnen von außertropischen Störungen als Abfolge von Hoch- (antizyklonal) und Tiefdruckgebieten (zyklonal) auftreten. [...]
  • Zuordnung
    Die Erkennung einer Klimaänderung ist das Verfahren, mit dem aufgezeigt wird, dass sich das Klima in einem bestimmten statistischen Sinn geändert hat, ohne einen Grund für diese Änderung zu nennen. [...]
  • Zwei Grad Ziel
    Eine aus dem Jahr 2005 stammende EU-Strategie zur Bekämpfung der Klimaänderungen, die sich an dem Ziel ausrichtet, den Anstieg der globalen Oberflächentemperatur auf höchstens 2° C zu begrenzen. [...]
  • Zwischeneiszeiten
    Die Warmperioden zwischen den Eiszeit-Vergletscherungen. Die letzte Zwischeneiszeit dauerte ungefähr von 129.000 bis 116.000 Jahren vor heute und wird als Letzte Zwischeneiszeit bezeichnet.
  • Zyklogenese
    Als Zyklogenese bezeichnet man in der Meteorologie die Entstehung bzw. Verstärkung eines Tiefdruckgebiets.
  • Zyklonen
    In der Meteorologie ist Zyklon ein Gebiet des tiefen Luftdrucks (Tief). [...]