News-Archiv


19.09.2017

Klimasymposium der Wirtschaftskammer Österreich

79 Mio. Tonnen CO2 - Äquivalente wurden 2015 in Österreich ausgestoßen, das macht rund 9,1 t pro Bürger. Um aber den tatsächlichen konsumbasierten nationalen CO2-Ausstoß zu ermitteln, müssen die Belastungen durch importierte Konsumgüter hinzugerechnet und die Exporte der heimischen Produktion abgezogen werden - bis dato kein leichtes Unterfangen.

Die Autoren der Studie climAconsum (IIÖ - Institut für industrielle Ökologie, Joanneum Research, Rütter Soceco, treeze, Bundessparte Industrie) haben in den vergangenen drei Jahren mit finanzieller Unterstützung desKlima- und Energiefonds die Treibhausgasbilanz des nationalen Konsums anhand von rund 1000 Produktgruppen mithilfe von länderspezifischen LCA (life cycle assessment) - Daten errechnet.

Im Rahmen des Symposiums präsentieren sie ihre Ergebnisse einem breiten Publikum. Daraus lassen sichnicht nur Handlungsempfehlungen für den Konsum selbst, sondern auch für die Stärkung des Produktionsstandortes Österreich ableiten, denn: die heimische Herstellung von Gütern zeigt hinsichtlich CO2-Intensität eine ausgezeichnete Performance.

 

12.09.2017

Sturm Irma und der Klimawandel - gibt es einen Zusammenhang?

Michael Staudinger (ZAMG) und Leopold Haimberger (Uni Wien) nehmen im ORF dazu Stellung. Der Hurrikan Irma hat auch in der Medienlandschaft seinen Niederschalg gefunden - die schweren Verwüstungen und die Opfer des Sturms haben die Menschen auch für den Klimawandel sensibilisiert.

Man kann den Klimawandel nicht für Irma verantwortlich machen - aber er hat doch einen Einfluß auf Häufigkeit und Stärke der auftretenden Hurrikans.

Am 07.09.17 wurde Prof. Leopold Haimberger (Institut für Meteorologie & Geophysik der Universität Wien) von Ö1 zu diesem Thema interviewt: Das Interview ist noch bis 14.09. hier nachzuhören.

Am 11.09.17 durfte der Direktor der ZAMG, Dr. Michael Staudinger, in der ZIB2 dazu Stellung nehmen. (online bis 19.09.17).

Ebenfalls am 11.09.17 widmete sich das ORF-Magazin Thema dem Sturm und dem Klimawandel (mit Leopold Haimberger).

 

05.09.2017

CCCA Vernetzungsprojekte 2017/2018

Die Vernetzungsprojekte des CCCA werden zum zweiten Mal ausgeschrieben. Durch diverse Anfragen, Anforderungen und strategischen Entscheidungen, sind die Vernetzungsprojekte in der gegenwärtigen Ausschreibung in vier Kategorien geteilt. Dies ermöglicht es, besser auf unterschiedliche Projektanfordernisse reagieren zu können. Innerhalb der Kategorien ist eine freie Themenwahl gewünscht.

  • Verwaltung

Ziel: Fragen und Bedürfnisse der Verwaltung/Politik auf Bundes-, Landes- oder Gemeindeebene zu erheben und gemeinsam zu bearbeiten. Zusatzkriterium: Mindestens ein Partner aus Verwaltung

  • Wirtschaft

Ziel: Fragen und Bedürfnisse von Unternehmen und Wirtschaftstreibenden zu ermitteln und gemeinsam zu bearbeiten. Zusatzkriterium: Mindestens ein Partner aus der Wirtschaft

  • International

Die Außenwahrnehmung des CCCA ist weitaus positiver behaftet, als innerhalb des Vereins wahrgenommen. Eine internationale Vernetzung außerhalb des deutschsprachigen Raums wäre ein geeigneter Beitrag die bisherigen Aktivitäten des CCCA weiter zu promoten.

  • Freie Wahl

Diese Kategorie erlaubt es, Projekte zu verschiedensten Themen in unterschiedlichster Konstellation einzureichen. Partnerkonstellationen diversester Art sind möglich.

Eingrenzung des Begriffs "Vernetzungsprojekte"

Unter dem hier verwendeten Begriff "Vernetzungsprojekte" wird die Zusammenarbeit und Behandlung wissenschaftlicher Fragestellungen in neuen Konstellationen verstanden: Das Wahrnehmen und das Verständnis anderer Fachbereiche zu einem gemeinsamen Thema. Mit diesen Vernetzungsprojekten soll die Grundlage geschaffen werden, sich thematisch mit anderen Disziplinen zu verschränken und daraus resultierend, neue, langfristige Kooperationen zu erhalten, die eine Bereicherung der Forschungslandschaft in der Thematik der Klimaforschung darstellen soll.

 

07.08.2017

Copernicus Accelerator auf der Suche nach Mentoren

Unterstützen Sie Ihre(n) Finalistin(en) beim erfolgreichen Markteintritt.. Der Copernicus Accelerator, Europas einzigartiges Business Coaching Programm der Erdbeobachtungsbranche, ist auf der Suche nach erfahrenen Mentoren. Werden Sie Teil eines einzigartigen Netzwerks und nutzen Sie die Gelegenheit einen der 50 Copernicus Masters Finalisten, im Rahmen eines maßgeschneiderten Business Coachings, zu unterstützen. Zusammen mit Ihrer Expertise und dem Programm der Europäischen Kommission werden neue High-Tech Erdbeobachtungslösungen erfolgreich weiterentwickelt. Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Bewerbung als Mentor für das Copernicus Accelerator Programm bis zum 28. Juli 2017 einzureichen.

Jetzt registrieren

Ziel des Copernicus Accelerators ist es, die Nutzung von Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus und die damit verbundenen Entwicklungen kommerzieller Raumfahrtanwendungen zu fördern. Gesucht werden erfahrene Mentoren, die Unternehmer dabei unterstützen, ihre einzigartigen Ideen in die Tat umzusetzen. Basierend auf den jeweiligen Bedürfnissen der Finalisten und der Expertise des jeweiligen Mentors werden diese einander zugeordnet und beschließen dann gemeinsam den Fokus des Coaching Programms.

Als Mentor unterstützen Sie Ihren Finalisten beim erfolgreichen Markteintritt und der Erzielung weiterer, messbarer Fortschritte.

Experten, die nachweislich über Erfahrung in den Bereichen Erdbeobachtung, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) oder anderen, das Copernicus Programm betreffenden, relevanten Themenbereichen verfügen, sind herzlichst eingeladen, sich in der Datenbank zu registrieren und sich somit als Mentor zu bewerben.

Vorzüge des Copernicus Accelerator für Mentoren

Für Ihre Business Coaching Leistungen erhalten Mentoren am Ende der Coachings 5.000 € pro Finalist. Zudem erhalten Sie Zugang zu innovativen Startups und führenden Unternehmen und Institutionen der Erdbeobachtungsbranche. Das Copernicus Accelerator Programm startet dieses Jahr mit einem Bootcamp, welches vom 6. bis 7. November 2017 im Rahmen der European Space Week 2017 in Tallinn, Estland stattfindet. Feierlicher Höhepunkt dieser Woche ist dabei die anschließende Copernicus Masters Preisverleihung.

Im Bootcamp treffen Sie die Ihnen zugeteilten Finalisten persönlich und bauen dabei Ihre Business Coaching Beziehung auf. Zudem haben Sie hier Gelegenheit, Stakeholder aus der Industrie, renommierten Institutionen sowie Startups und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu treffen. Ihre Reisekosten werden für das erste Bootcamp in Tallinn und das abschließende Bootcamp im Herbst 2018 erstattet.

 Zugang zum renommierten Erdbeobachtungssektor

“Der Copernicus Accelerator bildet einen Zugang zur renommierten Erdbeobachtungs- und Geo-Informationsbranche dar. Die Branche ist kontinuierlich auf der Suche nach klugen Köpfen und Innovationstreibern, die neue Ideen entwickeln, die Wachstum fördern und neue Arbeitsplätze in Europa schaffen. Ich möchte alle Copernicus Accelerator Teilnehmer dazu ermutigen, von der Popularität des Copernicus Accelerators und ihren innovativen Ideen Gebrauch zu machen um ihre Reichweite und ihr Netzwerk in Europa zu vergrößern”, so Philippe Brunet, Direktor in der Generaldirektion Unternehmen und Industrie und verantwortlich für die europäischen Weltraumprojekte Copernicus und Galileo.

Das AZO organisiert den Copernicus Masters seit 2011 im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusammen mit der Unterstützung von renommierten Partnern. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Nutzung von Copernicus Anwendungen weiter zu fördern. Der Wettbewerb prämiert auf internationaler Ebene herausragende Ideen, Anwendungen und Geschäftskonzepte, zur Nutzung von Erdbeobachtungdaten im täglichen Leben. Der Wettbewerb hat sich zu einer treibenden Kraft in der Förderung von innovativen Lösungen entwickelt. Seit 2016 existiert das  Copernicus Accelerator  Programm im Auftrag der Europäischen Kommission. Dieses einzigartige Programm verfolgt das Ziel, den 50 Copernicus Masters Finalisten Zugang zu einem individuellen Business Coaching zu ermöglichen.

Die Einreichungsphase des Copernicus Masters 2017 endete am 03. Juli 2017.

Europäische Kommission – Generaldirektion WACHSTUM

Der Copernicus Accelerator wird von der Generaldirektion für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU WACHSTUM der Europäischen Kommission finanziert. http://ec.europa.eu/growth/about-us/index_en.htm

 

25.07.2017

Expert Review of the IPCC Special Report on 1.5°C Global Warming

The Expert Review is an integral part of the preparation of IPCC reports and contributors are acknowledged in the report once it is published.

Background

The IPCC Procedures require the expert review process to be objective, open and transparent, with wide participation involving as many independent experts as possible. The revised wording of the Procedures approved at the 33rd Session of the IPCC in Abu Dhabi, 10-13 May 2011 stressed the need to seek a wide participation in the process. The purpose of the Expert Reviews is to ensure that the report is comprehensive, objective and balanced.

The First Order Draft (FOD) of the SR15 will be available for expert review for aneight week period from 31 July to 24 September 2017. The Second Order Draft (SOD) will be reviewed from 9 Januaryto 25 February 2018 by Experts and Government representatives.

Review Process

The IPCC Procedures require that the review be carried out by experts. This is not a public review and prospective Expert Reviewers are requested to provide information on their relevant scientific and technical expertise when they register.

The IPCC Procedures state that the review shall be undertaken by experts nominated by governments and participating organizations. In addition, the Working Group Bureaus shall seek the participation of the range of scientific, technical and socio-economic views, expertise, and geographical representation. The IPCC Secretariat will notify member governments and observer organisations of the call for registration and start of the review, inviting them to solicit the participation of their experts. All those previously nominated for a role in the SR15 but not selected will be invited to participate. Those individuals who have contacted the WGI TSU about the possibility of being an Expert Reviewer will also be contacted.

There will be an announcement on the IPCC website and on social media that the review registration site is open. All experts who submitted comments on the FOD will be invited to review the SOD and to submit further comments. The process includes an online registration system for Expert Reviewers that requests: contact details, a description of expertise related to the Chapters that will be reviewed, a list of up to five most relevant publications, and highest academic degree. A personal and non-transferable user name and password is generated for each Expert Reviewer upon successful completion of the registration.

To access the draft, Expert Reviewers must agree to the terms of the review, that all drafts and any supporting material such as unpublished literature are provided strictly for the purpose of the review and must not be cited, quoted, or distributed. Expert Reviewers are requested not to discuss the contents of the FOD in public fora such as blogs and other media. The final version of the SR15 will become public following its acceptance by the IPCC in September 2018.

Review comments should focus on substantive issues and must be provided in English, using the Excel comments sheet provided by the review system.

Constructive contributions are sought:

  • Considering the structure, comprehensiveness and balance in Chapters, including appropriate use of peer-reviewed literature;
  • Wherever possible, providing suggestions for revisions in terms of specific text and provide supporting evidence from the literature as appropriate;
  • Giving full citations for any suggested relevant papers
  • Considering ways of shortening the text without loss of relevant information;
  • Considering ways of improving the presentation of material graphically or through tables;
  • Avoiding suggesting revisions that would go beyond the Panel-approved outline for the Chapters of the Report
  • Recognizing that authors are required to work within page length constraints and must present a concise assessment of current knowledge, not a scientific review of how that knowledge was derived.

In accordance with the IPCC Procedures, copies of any non-published or not publicly available literature that is cited in the draft report can be provided by the WGI TSU to Expert Reviewers upon request during the review period. An online form is availablefor this purpose inthe review website.All Expert Review comments on the FOD and the SOD, together with the author responses to those comments, will be made available on an IPCC website after acceptance of the report by the Panel and its publication. Review comments will not be anonymous and Expert Reviewers will be identified as part of the public record of the AR6, with their name, affiliation, and country of residence being published in the Annex of Reviewers in the final SR15 report.

Expert Registration

Review Flyer

 

25.07.2017

climatewithoutborders.org

Dieser Artikel von Susanne Götze erschien im Original am 27.06.17 auf klimafakten.de

Wie Wetter-Moderatoren zu Klima-Kommunikatoren werden.

Alles begann mit einer WhatsApp-Gruppe: Die belgische Wettermoderatorin Jill Peeters lud einige Kollegen aus aller Welt ein, sich gegenseitig spannende Artikel, Bilder und Videos zum Klimawandel zu schicken. Aus der kleinen Gruppe wurde schnell ein weltweites Netzwerk von Wettermoderatoren: "Wir haben alle die gleiche Erfahrung gemacht: Viele unserer Zuschauer wollen genauer wissen, warum sich das Wetter verändert", erzählt Peeters, die für den belgischen Fernsehsender VTM arbeitet. "Die Leute fragten mich, wann die Hitzewelle endlich aufhört und warum sie so lange dauert - schon deshalb musste ich mich mit den größeren Zusammenhängen beschäftigen."

Aus dem digitalen Austausch entsteht nun die erste globale Plattform engagierter Wettermoderatorinnen und -moderatoren. Unter dem Namen "Climate without Borders" lancieren Peeters und mittlerweile 140 TV-Meteorologen aus aller Welt in dieser Woche eine Webseite, am heutigen Dienstag stellen sie ihre Kampagne in Brüssel vor. "Im Pariser Abkommen gibt es den Artikel 12, der dazu aufruft, ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen", so Jill Peeters. "Wir nehmen diesen Aufruf sehr ernst, weil wir für viele Menschen wichtige Vertrauenspersonen in Sachen Wetter sind." Sozialwissenschaftliche Studien, etwa aus den USA, bestätigen diese Einschätzung.

Wettermoderatoren sollen die gesamte Klima-Berichterstattung prägen

"Climate without Borders" versteht sich als Schnittstelle zwischen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), den Klimawissenschaften und der medialen Berichterstattung über Wetter und Klima. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der Europäischen Kommission, der European Climate Foundation* und dem Europäischene Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW).

Die Pläne der neuen Organisation sind vielfältig: In Online-Kursen sollen Wetterjournalisten zum Thema Klimawandel geschult werden. "Dadurch sollen sie zu Klimaexperten ihrer Medienanstalten werden und so die gesamte Berichterstattung mitgestalten", hofft Jill Peeters. Zwar könnten die Moderatoren die komplexe Materie oftmals nicht in den kurzen Wetterberichten unterbringen - jedoch könnten sie Sondersendungen zu besonderen Wetterereignissen anregen oder ihren Zuschauen in sozialen Netzwerken und Foren Rede und Antwort stehen. Zusammen mit Schulen und Künstlern will die umtriebige Gründerin zudem ein breiteres Publikum für Wetter und Klima interessieren.

"Wir müssen lernen, in besseren Bildern zu sprechen"

Die 140 Gründungsmitglieder kommen aus insgesamt 110 Ländern, unter ihnen sind die deutschen Wettermoderatoren Özden Terli vom ZDF und Silke Hansen vom Hessischen Rundfunk (HR). "Allerdings war es gerade in Deutschland schwer, Interessierte zu finden", meint Plattform-Gründerin Jill Peeters. Bereits beim Thema engagierte Wetter-Moderatoren wie Thomas Ranft begrüßen die Initiative: "Ich finde die Idee sinnvoll, denn wir Wetterjournalisten müssen das Thema nicht nur an unser Publikum, sondern auch innerhalb der Redaktionen kommunizieren", meint der ARD-Wetterexperte.

"Es liegt an uns, in den Sendern für Sondersendungen zum Klimawandel oder Extremwetterereignissen zu werben." Dafür bräuchten die Kollegen nicht unbedingt neues Fachwissen, sondern eher Argumentationshilfen und einen Austausch darüber, wie man Klimathemen möglichst einfach vermittelt: "Wir müssen lernen in Bildern zu sprechen", so Ranft, "dafür eignen sich Metaphern oder Vergleiche zu alltäglichen Situationen, die unser Publikum kennt." Ranft ist noch nicht Mitglied von Climate without Borders. Aber das will er bald ändern.

 

25.07.2017

IIASA-Studie: Mehr Treibhausgase trotz des Pariser Abkommens!?

Der ORF berichtet über die neuen Ergebnisse und interviewt Karl Steininger. Die Treibhausgasemissionen sollen bis zum Ende des Jahrhunderts auf null sinken. Das wurde im Pariser Klimaabkommen vereinbart. Eine Studie zeigt nun, dass die bisherigen Zusagen vorübergehend das Gegenteil bewirken könnten - ein deutlicher Anstieg bis 2030 ist nicht ausgeschlossen.

Die ersten Schritte in Richtung Klimaschutz könnten die Situation verschlimmern - das zeigen der Klimaforscher Joeri Rogelj und sein Team vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg, in ihrer aktuellen Studie, die im Fachblatt "Nature Communications" erschienen ist.

Ausgangspunkt der Berechnungen waren die Zusagen zum zukünftigen Umgang mit Treibhausgasemissionen. Halten sich alle an diese Pläne, dann könnte der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahr 2030 sogar um 20 Prozent steigen.

Lesen Sie hier den Bericht von ORF online: "Mehr Treibhausgase trotz Klimapakt?"

Im Ö1-Mittagsjournal, vom 07.06.17, widmete sich ein Bericht ebenfalls der neuen IIASA-Studie. Zusätzlich folgt nach dem Bericht über das IIASA-Projekt ein Interview mit Karl Steininger (KFU).

Ö1-Mittagsjournal vom 07.06.17 (dauerhaft verfügbar auf der CCCA-HP)

 

21.07.2017

K3 - Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft

Interaktiver Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis: Ideen / Methoden / Aktionen. Wer Klimaschutz ins Zentrum rücken will, stößt häufig auf passives Schweigen. Mentale, soziale und psychologische Barrieren machen den Klimawandel im Wortsinn zum sperrigen Thema.

Diese Mechanismen gilt es zu verstehen - statt die Appelle und Mahnungen zum Handeln zu steigern.

Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft

Die Konferenz K3 wirft einen analytischen Blick auf diese komplexe Gleichung. Erstmals bringt K3 Menschen aus der Klimaschutz-Praxis, der Klimaforschung und den Sozialwissenschaften zusammen. Damit wollen wir die teils überraschenden Befunde aus Sozialpsychologie, Verhaltensökonomie oder Kognitionsforschung für die praktische Klima- und Wissenschafts-Kommunikation zugänglich machen.

In Salzburg, 25. & 26. September 2017, werden wir neue Formen diskutieren, Klimawandel und Klimaschutz zum Thema zu machen, zum Handeln zu motivieren und zu aktivieren.

Finden Sie mehr Informationen zum Programm, zu den Hintergründen und Zielen der Veranstaltung, sowie zu Veranstaltungsort und Anreise auf der Kongress-Homepage.

Wir freuen uns auf die Diskussion und den Austausch mit Ihnen!

Verantwortlich für die Konferenz zeichnet ein Veranstalterbündnis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Das Climate Change Centre Austria (CCCA), das Deutsche Klima-Konsortium (DKK), das Swiss National Centre for Climate Services (NCCS), ProClim von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz sowie klimafakten.de.

K3 wird unterstützt vom Klima- und Energiefonds, dem Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, dem Land Salzburg, sowie der Universität Salzburg. Der Bundesverband Klimaschutz (BVKS) e.V. ist Partner der Veranstaltung.

 

03.07.2017

23 Regionen stellen sich den Folgen des Klimawandels im Rahmen des KLAR!-Programms

Um die Herausforderungen des Klimawandels zu bestreiten, ist heute schon vorausschauendes Handeln nötig. Vor diesem Hintergrund wurde vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich das Förderprogramm Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR!) initiiert. Mit diesem Programm werden 23 Modellregionen aus ganz Österreich dabei unterstützt, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels zu minimieren und – nicht zuletzt – die sich eröffnenden Chancen zu nutzen. Die Auftaktveranstaltung für die KLAR!-Regionen fand am 30. Mai 2017 in Graz statt. Am 3. Juli 2017 fand ein weiterer Workshop auf der ZAMG in Wien statt, bei dem die KLAR!-Regionen mit ForscherInnen ins Gespräch treten konnten.

Für alle fachlichen Fragen rund um die Konzepterstellung zur Anpassung steht den Regionen eine Serviceplattform mit ExpertInnen des Umweltbundesamtes und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zur Seite. Unter anderem ist die Serviceplattform auch für die Erstellung der neuen KLAR!-Website verantwortlich.

Nähere Infos finden Sie auf der KLAR!-Website unter www.klar-anpassungsregionen.at

 

03.07.2017

JOANNEUM RESEARCH LIFE: JACKY_cool_check

Effektive Maßnahmen zur Reduktion einer städtischen Wärmeinsel. Die zunehmende Hitzebelastung in Städten aufgrund des Klimawandels ist heute als dringliches Problem anerkannt. Auch eine Reihe von Gegenmaßnahmen, die im bebauten Gebiet möglich sind, ist bekannt. Was fehlt sind Daten, die die konkrete Kühlwirkung von Maßnahmen darstellen, und die Überprüfung der Effekte ermöglichen. Auch muss plausibel kommuniziert werden, welche potentielle Kühlwirkung von Maßnahmen zu erwarten ist, und überlegt werden, welche Maßnahmen mit den Nutzungsinteressen der Stakeholder des Stadtraums in Einklang gebracht werden können. Das einjährige Sondierungsprojekt "Jacky_cool_check" erarbeitet die erforderlichen technischen, stadtplanerischen und sozialen Abklärungen von Maßnahmen gegen städtische Wärmeinseln im Grazer Wohn- und Gewerbebezirk Jakomini ("Jacky").

Dazu gehört die Berechnung des lokal erreichbaren Kühlpotentials mittels Wirkungsmodellierung, eine innovative Vorgehensweise zur Maßnahmenidentifizierung zusammen mit diversen Stakeholdergruppen, die Auswahl konkreter Maßnahmen und die Berechnung der mit diesen Maßnahmen erreichbaren Einsparung an CO2. Grundannahme des Projektansatzes ist es, dass öffentliche und private Stakeholdergruppen auf Basis fachlicher Information und unterstützt durch einen gezielten Kommunikations-prozess, ihre eigenen Handlungsspielräume zur Reduktion einer bestehenden städtischen Wärmeinsel zu erkennen und zu nutzen.

Das Projekt wird von JOANNEUM RESEARCH LIFE - Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft in Kooperation mit der ZAMG durchgeführt und vom Klima- und Energiefonds im Rahmen der 7. Ausschreibung "Smart Cities Demo" gefördert. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: ingrid.kaltenegger@joanneum.at.

 

03.07.2017

climatewithoutborders.org "Wie Wetter-Moderatoren zu Klima-Kommunikatoren werden"

Dieser Artikel von Susanne Götze erschien im Original am 27.06.17 auf klimafakten.de

Alles begann mit einer WhatsApp-Gruppe: Die belgische Wettermoderatorin Jill Peeters lud einige Kollegen aus aller Welt ein, sich gegenseitig spannende Artikel, Bilder und Videos zum Klimawandel zu schicken. Aus der kleinen Gruppe wurde schnell ein weltweites Netzwerk von Wettermoderatoren: "Wir haben alle die gleiche Erfahrung gemacht: Viele unserer Zuschauer wollen genauer wissen, warum sich das Wetter verändert", erzählt Peeters, die für den belgischen Fernsehsender VTM arbeitet. "Die Leute fragten mich, wann die Hitzewelle endlich aufhört und warum sie so lange dauert - schon deshalb musste ich mich mit den größeren Zusammenhängen beschäftigen."

Aus dem digitalen Austausch entsteht nun die erste globale Plattform engagierter Wettermoderatorinnen und -moderatoren. Unter dem Namen "Climate without Borders" lancieren Peeters und mittlerweile 140 TV-Meteorologen aus aller Welt in dieser Woche eine Webseite, am heutigen Dienstag stellen sie ihre Kampagne in Brüssel vor. "Im Pariser Abkommen gibt es den Artikel 12, der dazu aufruft, ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen", so Jill Peeters. "Wir nehmen diesen Aufruf sehr ernst, weil wir für viele Menschen wichtige Vertrauenspersonen in Sachen Wetter sind." Sozialwissenschaftliche Studien, etwa aus den USA, bestätigen diese Einschätzung.

Wettermoderatoren sollen die gesamte Klima-Berichterstattung prägen

"Climate without Borders" versteht sich als Schnittstelle zwischen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), den Klimawissenschaften und der medialen Berichterstattung über Wetter und Klima. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der Europäischen Kommission, der European Climate Foundation* und dem Europäischene Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW).

Die Pläne der neuen Organisation sind vielfältig: In Online-Kursen sollen Wetterjournalisten zum Thema Klimawandel geschult werden. "Dadurch sollen sie zu Klimaexperten ihrer Medienanstalten werden und so die gesamte Berichterstattung mitgestalten", hofft Jill Peeters. Zwar könnten die Moderatoren die komplexe Materie oftmals nicht in den kurzen Wetterberichten unterbringen - jedoch könnten sie Sondersendungen zu besonderen Wetterereignissen anregen oder ihren Zuschauen in sozialen Netzwerken und Foren Rede und Antwort stehen. Zusammen mit Schulen und Künstlern will die umtriebige Gründerin zudem ein breiteres Publikum für Wetter und Klima interessieren.

"Wir müssen lernen, in besseren Bildern zu sprechen"

Die 140 Gründungsmitglieder kommen aus insgesamt 110 Ländern, unter ihnen sind die deutschen Wettermoderatoren Özden Terli vom ZDF und Silke Hansen vom Hessischen Rundfunk (HR). "Allerdings war es gerade in Deutschland schwer, Interessierte zu finden", meint Plattform-Gründerin Jill Peeters. Bereits beim Thema engagierte Wetter-Moderatoren wie Thomas Ranft begrüßen die Initiative: "Ich finde die Idee sinnvoll, denn wir Wetterjournalisten müssen das Thema nicht nur an unser Publikum, sondern auch innerhalb der Redaktionen kommunizieren", meint der ARD-Wetterexperte.

"Es liegt an uns, in den Sendern für Sondersendungen zum Klimawandel oder Extremwetterereignissen zu werben." Dafür bräuchten die Kollegen nicht unbedingt neues Fachwissen, sondern eher Argumentationshilfen und einen Austausch darüber, wie man Klimathemen möglichst einfach vermittelt: "Wir müssen lernen in Bildern zu sprechen", so Ranft, "dafür eignen sich Metaphern oder Vergleiche zu alltäglichen Situationen, die unser Publikum kennt." Ranft ist noch nicht Mitglied von Climate without Borders. Aber das will er bald ändern.

 

22.06.2017

Das 20. CCCA-Fact Sheet ist erschienen!

Tanja Tötzer (AIT) berichtet darin über Anpassungsmaßnahmen im Wintertourismus. Hier ein kurzer Einblick in das Jubiläums-Factsheet:

"In den Fallstudien wurden qualitative Interviews in zwei unterschiedlich strukturierten Schigebieten geführt: in der Skicircus-Region Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn (Salzburg) und in Annaberg (Niederösterreich).

Während der Skicircus mit 270 Pistenkilometern und 70 Liften eine der größten Schiregionen Österreichs darstellt, verfügt Annaberg über 12,5km Pisten und 7 Lifte. Annaberg ist bereits stärker im Wandel begriffen, als die Skicircus-Region. So wurden in Annaberg im Sommer 2015 bereits doppelt so viele Gästeankünfte verzeichnet, als in der Wintersaison. Auch positive Effekte des Klimawandels wurden hier bereits festgestellt: so kam es im heißen Sommer 2015 zu vielen kurzfristigen Buchungen von Städtern, die der urbanen Hitze entfliehen wollten. Die Skicircus-Region ist völlig anders ausgerichtet. Sie setzt auf ein internationales Publikum und baut den Schitourismus weiter aus. Vor allem in Saalbach-Hinterglemm fallen nach wie vor 72% der Nächtigungen in der Wintersaison an, die weiterhin 80% der regionalen Wertschöpfung erzielt.

Auch die klimatischen Bedingungen in den beiden Regionen sind sehr unterschiedlich: Annaberg liegt auf einer Seehöhe von 843m (Talstation) - 1.334m (Bergstation für die Zukunft wird ein durch Schneemangel bedingter Verlust an Schitagen von 25% (bis 2025)  bis zu  50% (bis 2050) prognostiziert. Die Skicircus-Region liegt deutlich höher, auf 1.000-2.100m, wodurch bis 2025 kein nennenswerter Verlust von Schitagen zu erwarten ist. Nach 2025 bedarf es jedoch auch hier technologischer Innovationen bei der Beschneiung, die mit einem massiven Einsatz von Energie und Wasser einhergehen, um die Effekte des Klimawandels auszugleichen. ... "

Hier gehts zu den CCCA-Factsheets!

 

06.06.2017

18. Österreichischer Klimatag 2017

Mit seinem vielfältigen Programm konnte der Klimatag mehr als 200 BesucherInnen mit neuesten Infos versorgen. Bereits zum 18. Mal traf sich das wissenschaftliche "Who is Who" der österreichischen Klimaforschung im Rahmen des Österreichischen Klimatages; diesmal von Montag, 22. bis Mittwoch, 24. Mai 2017 an der Universität Wien. Mehr als 100 Vorträge zu aktuellen Forschungsergebnissen rund um das drängendste Thema der nächsten Jahrzehnte bildeten den Kern des Klimatags.

Im Fokus des diesjährigen Pre-Days zum Klimatag stand die Vernetzung der Klimaforschungscommunity untereinander (NachwuchswissenschafterInnen mit Senior Scientists) aber auch mit PraktikerInnen/MultiplikatorInnen in diesem Bereich. Um möglichst vielfältige, interdisziplinäre Projektteams aufstellen zu können, ist eine Zusammenarbeit von Universitäten und Forschungseinrichtungen mit Stakeholdern aus der Praxis essentiell - so trafen sich über 70 TeilnehmerInnen zu einem spannenden Austausch am "Marktplatz".

Die folgenden beiden Tage widmeten sich traditionell einer Fülle von Vorträgen über die aktuellsten und interessantesten Projekte der österreichischen Klima(folgen)forschungscommunity. Die einzelnen Schwerpunkte lagen in so unterschiedlichen Bereichen wie sozio-ökologischer Wandel, Governance und Energiepolitik, aber auch dem Accounting von Treibhausgas-Emissionen oder den Kosten des Klimawandels.

Auch Preise wurden im heurigen Jahr wieder vergeben - beim Posterwettbewerb gewann Susanna Tscharner (Stärkung von Risikobewusstsein und Eigenvorsorge bei Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich) vor ihrem BOKU-Kollegen Christoph Schürz. Der CCCA-Nachwuchspreis wurde, aufgrund der hohen Qualität zweier Arbeiten, geteilt vergeben - Sabine Rumpf (Climate warming and elevational range limits: rear edges shift faster than leading edges) und Domink Thom (The impact of future forest dynamics on climate: Interactive effects of changing vegetation and disturbance regimes) konnten beide den Sieg für sich reklamieren.

Eine besondere Ehrung für Ihr Lebenswerk wurde Fr. Dr. Ingeborg Auer zuteil, Ihr wurde die Julius-Hann-Medaille der ÖGM verliehen. Die Julius von Hann Medaille in Gold wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Wissenschaft der Meteorologie und/oder Klimatologie besondere Verdienste erworben haben. Frau Dr. Ingeborg Auer ist eine dieser Persönlichkeiten. Der Vorstand des Climate Change Centre Austria gratuliert ihr sehr herzlich zu dieser Auszeichnung.

Fotos vom Klimatag und alle Informationen zu den Vorträgen finden Sie hier.

Die Bedeutung der am Klimatag präsentierten Forschungsergebnisse für die Gesellschaft spiegelt sich auch in der intensiven Berichterstattung durch verschiedene Medien wider - wir erlauben uns Ihnen hier eine kleine Übersicht über die Artikel, die während oder um den Klimatag herum, erschienen sind, zu geben:

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Climate Change Centre Austria in Kooperation mit dem Forschungsverbund Umwelt und der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie der Universität Wien, der Klimaschutzkoordination der Stadt Wien und der Wien 3420 Aspern Development AG (aspern Die Seestadt Wiens), der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der Universität für Bodenkultur Wien, der alps GmbH, weatherpark, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, dem Umweltbundesamt und der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie. Gefördert und unterstützt wird der Österreichische Klimatag vom Klima- und Energiefonds im Rahmen seines Forschungsprogramms "ACRP - Austrian Climate Research Programme".

 

23.05.2017

Österreichische KlimaforscherInnen appellieren an die Politik

Nutzen wir die Chancen für langfristige Weichenstellungen in Wirtschaft und Gesellschaft! Das Klima ändert sich, weltweit und in Österreich, mit gravierenden Folgen. Alleine in den letzten Jahren erlebten wir zahlreiche neue Rekorde - so sind die wärmsten Jahre in Österreichs 250-jähriger Messgeschichte 2014, 2015, 1994, 2016, 2007. Weltweit brachten die Jahre 2015 und 2016 neue historische Höchstwerte von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre sowie neue Wärmerekorde, einen stetig steigenden Meeresspiegel und eine Verschlimmerung von Extremwetterlagen (wie die derzeitige Dürre am Horn von Afrika zeigt).

Klimaschutz als Chance für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Lebensweise

Der Vorstand des Österreichischen Forschungsnetzwerks Climate Change Centre Austria (CCCA) wies in einer Aussendung am Dienstag auf den wissenschaftlich gesicherten Zusammenhang zwischen der weltweit steigenden Konzentration von Treibhausgasen, der Klimaerwärmung und ihrer vielfältigen Auswirkungen hin, und appellierten an die Politik, rasch, für Österreich langfristig wichtige, Entscheidungen zu treffen. "Klimaschutz und wirtschaftlicher Fortschritt schließen einander nicht aus, ganz im Gegenteil", sagt CCCA-Obmann Gerhard Wotawa, "es geht nicht nur darum, dass Österreich seine internationale Verantwortung als Partner des Pariser Klimaschutzabkommens einhält, es geht auch darum, früh die vielfältigen Chancen zu nutzen, die sich daraus für ein wirtschaftlich hoch entwickeltes Land wie Österreich ergeben. Ein sektorenübergreifendes, koordiniertes Vorgehen ist für eine seriöse Transformation zu einem klimaneutralen Gesellschaftssystem unerlässlich. Im Zusammenhang mit Klimaschutz und Anpassung werden in den nächsten Jahren neue Wirtschaftszweige und viele neue Arbeitsplätze entstehen. Sorgen wir dafür, dass diese in Österreich entstehen!"

Österreich kann ein Vorreiter im Klimaschutz werden

Schnelle politische Entscheidungen, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sind notwendig um eine klima-nachhaltige Zukunft für Österreich zu ermöglichen. Die bisher von Österreich beschlossenen Maßnahmen decken den notwendigen und erwarteten Beitrag zur Erreichung des globalen 2°C-Ziels, oder gar des 1,5°C Ziels, nicht ab.

Institutionelle, Wirtschafts-, Sozial- und Wissensbarrieren bremsen den Fortschritt in puncto Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Eine integrativ-konstruktive Klimapolitik kann auch zur Bewältigung anderer aktueller Herausforderungen beitragen - weswegen die VertreterInnen der Klimaforschung an die Politik und alle Parteien appellieren, die Problematik des Klimawandels politisch außer Streit zu stellen. Es ist ein zentrales Anliegen der Klima-Community, gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konsequent an der notwendigen Transformation zu arbeiten!

Österreichs Wissenschaft liefert Basis für Politik und Wirtschaft

Die österreichischen Forschungseinrichtungen spielen in dieser Entwicklung eine wichtige Rolle, sagte Wotawa: "Wir sehen die Kernaufgaben des Climate Change Centre Austria darin, die gesicherten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zusammenzufassen und für Fragen der Bevölkerung und EntscheidungsträgerInnen aufzubereiten. Das CCCA hat in den letzten Jahren mit Nachdruck neue Foren des Austausches zwischen Wissenschaft und Gesellschaft erarbeitet." Das CCCA hat beispielsweise den "Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel" erstellt, die bisher umfassendste Sammlung wissenschaftlicher Fakten zum Thema Klimawandel in Österreich. Weiters wurde das CCCA-Datenzentrum eingerichtet, eine frei zugängliche Plattform mit hochwertigen Forschungsdaten. Das Servicezentrum bringt WissenschaftlerInnen, EntscheidungsträgerInnen in Verwaltung und Wirtschaft, sowie die Zivilgesellschaft zusammen. Vor kurzem wurde mit dem "Science Plan" außerdem eine Leitlinie für die heimische Klimaforschung entwickelt, unterteilt in die fünf Themenfelder "Klimawandel, Einflussfaktoren und Ausprägung", "Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft", "Anpassung", "Mitigation/Abschwächen" und "Gesellschaftliche Transformationsprozesse", die auch den Forschungsförderungseinrichtungen Orientierung bieten soll.

Appell: Arbeiten wir gemeinsam für unsere Zukunft

Helga Kromp-Kolb, Klimaforscherin an der BOKU und Mitbegründerin des CCCA: "Es ist dem CCCA ein Anliegen, mit den Expertisen seiner Mitglieder noch intensiver den Dialog zwischen Wissenschaft, EntscheidungsträgerInnen und Gesellschaft zu unterstützen. Das Ziel muss sein, gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln - Optionen, die aus der größten Herausforderung der die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten begegnen muss - der Frage wie man unseren Planeten als lebenswerten Lebensraum für alle Menschen erhalten kann - eine Entwicklungschance für ein nachhaltigeres Österreich werden lassen.

Berichterstattung über den Appell:

Klimawandel manifestiert sich lokal (03. Juni 2017, derStandard.at)

Österreichischer Klimatag: Forscher-Appell für Klimaschutz (23. Mai 2017, APA)

 

10.05.2017

2017 DANUBE:FUTURE Interdisciplinary School - Call for Application

"Cultural and social implications of global change on the Danube River Basin" - Krems, July 14th – 21st, 2017. Global change processes, like climate change, digitalization, migration movements and economic crises, are among the greatest challenges of our time and also shaping the Danube macro-region as a specifically challenging region of Europe. Against this background, science as well as different stakeholders from society, politics and business are obliged to think about a sustainable future and resilient societies.


This year the Danube:Future Interdisciplinary School (DIS) gives PhD-students and young scientists from Alps-Adriatic Rector’s Conference (AARC) and the Danube Rector’s Conference (DRC) universities the opportunity to discuss these issues – with a particular focus on the Danube region and the question of resilience and social peace – and to develop research proposals within this broad context. The Danube:Future Interdisciplinary School offers a well-coordinated program of high-profile lectures, methodological inputs regarding interdisciplinarity and transdisciplinarity, thematic excursions and professionally supervised working phases for project proposal writing.

For further information see the Call for Application or the danubefuture-Website

 

04.05.2017

CCCA Science Plan der Österreichischen Klimaforschung vorgestellt

Gerhard Wotawa, Helga Kromp-Kolb und Douglas Maraun präsentierten den Science Plan der Öffentlichkeit.

Am 03. Mai 2017 veranstaltete das CCCA eine Pressekonferenz zur Präsentation des Science Plan der Österreichischen Klimaforschung in den Räumen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

„Klimaforschung an sich bedeutet nicht, dass Klimaschutz betrieben wird. Wir schaffen damit aber die Entscheidungsgrundlagen, um die optimalen Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.“ Helga Kromp-Kolb stellte bei der Präsentation des Science Plan zur strategischen Entwicklung der Klimaforschung in Österreich klar, dass dieses Dokument keine einfachen Lösungen für das Klimaproblem liefert. Aber, so die Klimaforscherin: „Zum ersten Mal herrscht Einverständnis innerhalb der Scientific Community über die relevanten Forschungsfelder. Denn nicht alles, was wissenschaftlich interessant ist, hilft uns dabei, die Probleme zu lösen, vor denen wir stehen.“ An dem transparenten, offenen Bottom-up-Prozess haben sich unter der Leitung von Kromp-Kolb und Douglas Maraun (Wegener Center für Klima und Globalen Wandel, Uni Graz) rund 70 österreichische Forschungstreibende beteiligt und sich darauf geeinigt, wo Forschungsbedarf herrscht: Die großen Themen, die der Science Plan identifiziert, sind Klimawandel, Einflussfaktoren und Ausprägungen, Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft, Anpassungsmöglichkeiten, Maßnahmen zum Klimaschutz, gesellschaftliche Transformationsprozesse und spezielle inter- und transdisziplinäre Themenbereiche. 

Einen derart definierten Forschungsplan hat es bisher nicht gegeben: Klimaforschung war lange Zeit von naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Meteorologie dominiert – jetzt melden sich verstärkt auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zu Wort: „In unserem Prozess fanden auch Forschende Gehör, die nicht im Klima-Mainstream schwimmen. Zum Beispiel Soziologen, die andere Problemlagen erkennen, als wir KlimatologInnen“, sagt Kromp-Kolb. Diese verschiedenen Blickwinkel finden sich auch im Science Plan wieder: So werden große Themenblöcke wie die gesellschaftlichen Transformationsprozesse ebenso miteinbezogen wie spezielle Bereiche wie die Kosten des Klimawandels.

 „Für uns ist der Science Plan ein Meilenstein, weil er die wichtigsten Forschungsnotwendigkeiten enthält, die in Österreich verfolgt werden müssen“, sagt Gerhard Wotawa, Obmann des CCCA. Als Spezialist für Klimadaten und –modelle an der ZAMG weist er auf die enorme Komplexität der Klimaforschung hin – und auf die Schwierigkeit, einfache Antworten auf die Problemstellungen des Klimawandels zu geben. Genauso schwierig ist es, verschiedene wissenschaftliche Disziplinen auf einen Nenner zu bringen: „Jeder Forschende glaubt, dass das, was er tut, das Wichtigste ist. Deshalb ist es eine große Leistung, wenn sich die verschiedenen Forschungsinteressen auf einen gemeinsamen Forschungsplan verständigen können.“

Das Ziel des Science Plans ist, als Leitbild für die österreichische Klimaforschung zu dienen und ihre gesellschaftliche Wirksamkeit und Akzeptanz zu verbessern. Das Dokument soll auch forschungspolitische Entscheidungen beeinflussen und der Vergabe von Forschungsförderung eine fundierte Basis geben. Vor allem aber stärkt der Science Plan die österreichischen Klimaforschenden, die sich in der internationalen Community besser vernetzen und sichtbarer werden wollen. Schon jetzt sticht Österreich mit seinen lange zurückreichenden Klimaaufzeichnungen und der Expertise über die Klimaveränderungen im alpinen Raum international hervor.    

Der Science Plan kann hier heruntergeladen werden.

Die Presseaussendung des CCCA

Berichterstattung:

Kurier (03.05.17): Österreichs Klimaforscher fassen Forschungsbedarf zusammen

nachhaltigkeitskommunikation.at (03.05.17): Erster Österreichischer Klima Science Plan

Ö1 Mittagsjournal mit Helga Kromp-Kolb (03.05.17): Klimaschutz vor Wirtschaftsinteressen

klimafakten.de (16.05.17): Klimaforschung: Österreich setzt auf Sozialforschung

Falter / Heureka (03/17 am 07.06.17)): Ein Science-Plan für die Entwicklung des Klimas in Österreich

 

27.04.2017

ORF Bericht über Landwirtschaft, Trockenheit und Klimawandel

Viele Bauern im Osten und Süden des Landes kämpfen mit trockenen Böden. Aus dem Artikel: "Seit Wochen ruft das Wetter bei vielen Landwirten große Sorgen hervor. Insbesondere im Süden und Osten Österreichs sind Trockenheit und Frost ein großes Problem: Zuletzt mussten Wein- und Obstbauern um ihre Triebe zittern, andere Landwirte kämpfen wiederum mit trockenen und staubigen Äckern.

Besonders Futterwiesen, Wintergerste und Winterweizen entwickeln sich derzeit in vielen Gebieten im Osten und Süden Österreichs nicht so, wie sie sollten. Generell sei es "nichts Ungewöhnliches", dass diese Regionen zurzeit von Trockenheit betroffen sind, wie Klaus Haslinger, Klimaforscher an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), gegenüber ORF.at sagte."

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der ORF-Homepage.

 

19.04.2017

Landeshauptleute fordern "Neuordnung des Umweltrechts"

Die Politik will mehr selbst entscheiden und der unabhängigen Rechtssprechung Einfluß´ einschränken.. "Die Bundesländer lobbyieren bei der Regierung für weniger Macht der heimischen Gerichte in Sachen Umweltrecht. Anlass ist das Nein des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau einer dritten Piste am Airport Wien-Schwechat. Die Entscheidung, ob Umwelt- über öffentlichen Interessen stehen sollen, sollten nicht Richter treffen, schreiben heißt es in einem Schreiben von Günther Platter, derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, an Kanzler, Vizekanzler und Umweltminister aus dem die "Salzburger Nachrichten" und das Ö1-"Morgenjournal" zitieren.

Nur demokratisch legitimierte Organe hätten "die weitere Entwicklung von Bund und Ländern zu bestimmen" und seien "dafür auch verantwortlich", schreibt der Tiroler Landeschef, der betont, auch im Namen seiner acht Amtskollegen aufzutreten. Konkret gefordert wird von ihm und den übrigen Landeschefs eine "Neuordnung des Umweltrechts im Umweltverträglichkeitsgesetz", die eine "faire Interessenabwägung und Wertentscheidung" sowie eine "Beschleunigung der Genehmigungsverfahren" enthalten solle. Immerhin stünden "ausgedehnte Genehmigungsverfahren" einem "attraktiven und planbaren Wirtschaftsstandort" entgegen. Daher sollten "die im Umweltverträglichkeitsgesetz normierten zusätzlichen Genehmigungsvoraussetzungen überdacht" werden." berichtet diePresse am 19.04.2017.

"Die heimischen Gerichte in Sachen Umwelt zu entmachten, wie dies die Landeshauptleute in einem gemeinsamen Vorstoß wollen, ist für den Verfassungsrechtler Heinz Mayer "der falsche Ansatz" und "ein Versuch, der scheitern wird und scheitern muss". Das Europarecht verlange, dass in allen wichtigen Entscheidungen in letzter Instanz Gerichte zum Zug kommen und nicht unabhängige Verwaltungsorgane.Wenn an einer Entscheidung ein politisches Interesse da sei, bestehe immer die Gefahr, dass die politisch abhängige Verwaltung eher den Interessen als dem Gesetz folge, meinte Mayer am Mittwoch im "Morgenjournal" des ORF-Radio zum Brief der Landeshauptleute an Kanzler, Vizekanzler und Umweltminister, künftig die Entscheidung, ob Umwelt- über öffentlichen Interessen stehen sollten, nicht Richtern zu überlassen." schreibt die Tiroler Tageszeitung.

Der Brief der Landeshauptleute wurde (und wird) von vielen österreichischen Medien kritisch kommentiert:

 

18.04.2017

Smart Energy Systems Week 2017 in Graz

15. - 19. Mai 2017, 14.00-17.15 im Messe Congress Graz. Die bekannte Smart Grids Week Austria wird seit nunmehr 10 Jahren von bmvit und Klima- und Energiefonds gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Energiewirtschaft und Industrie durchgeführt und zählt damit zu den traditionsreichsten und renommiertesten Fachforen der Energie- und Technologie-Community.

In der Tat ist das Veranstaltungsformat bereits über sich hinausgewachsen und beschäftigt sich zunehmend mit der Gestaltung eines zukunftsfähigen und Infrastruktur übergreifenden Energiesystems. Dem soll der neue Titel „Smart Energy Systems Week Austria – SESWA" Rechnung tragen.

Im Zentrum der Smart Energy Systems Week stehen die Systemintegration von Energietechnologien und die Flexibilisierung des Energiesystems. Die Veranstaltung konzentriert sich auf die Bereiche Innovation, Forschung und Technologieentwicklung im soziotechnischen und soziokulturellen Kontext.

Betrachtet werden Energie-Teilsysteme und Infrastrukturen (Netze, Gebäude, Verkehrssystem etc.) und deren Zusammenspiel (Spartenverbund, Building to Grid, Vehicle to Grid etc.). Aspekte des Institutionellen Rahmens für Innovation und Marktüberleitung sollen ebenfalls mitbehandelt werden.

Die diesjährige Konferenz wird in einem neuen Format mit 1 bis 2 Tagen begleitenden Workshops und 3 ½ Tagen Fachkonferenz mit durchgängigen Themenkomplexen gestaltet sein.

Homepage der Smart Energy Systems Week

 

18:04.2017

IPCC Sonderberichte: "Landsektor" und "Ozeane & Kryosphäre"

"Coordinating Lead Authors (CLA)", "Lead Authors (LA)" und "Review Editors (RE)" gesucht. Der IPCC lädt seine Mitgliedsstaaten und Beobachterorganisationen ein, für die Erstellung dieser Sonderberichte „Coordinating Lead Authors (CLA)“, „Lead Authors (LA)“ und „Review Editors (RE)“ zu nominieren: Sonderbericht über den Landsektor & Sonderbericht über Ozeane und Kryosphäre

Das CCCA wurde vom BMLFUW ersucht, die Information und Einladung zur Interessensbekundung für Nominierungen zum Scoping Meeting an die CCCA-Community weiterzuleiten!

Alle Details und Unterlagen zur Nominierung finden Sie hier.

 

18.04.2017

„March for Science“ & "People´s Climate March" in Wien

Science March: 21.04.17, 13.00, Sigmund-Freund-Park. People´s Climate March: 29.04.17, 14.00, Praterstern.

Vienna March for Science - Gemeinsam für die Wissenschaft

Aktuelle politische Veränderungen nicht nur in den USA geben Anlass zu großer Sorge. Die Verfälschung und Verleumdung von Tatsachen zu ideologischen Zwecken bedrohen nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Grundlagen der Demokratie.

Mit dem Vienna March for Science wird am Samstag, 22. April 2017, dazu aufgerufen, das Fundament der Wissenschaft zu schützen, zu stärken und zu feiern. 400 Demonstrationen in aller Welt am selben Tag bezeugen, dass die Wissenschaft gemeinsam mit der Gesellschaft bereit ist, eine offene Zukunft in Freiheit zu gestalten.

Der Vienna March for Science wird von „Wien Wissen", einem unabhängigen Verein gemeinsam mit Forschenden, Lehrenden und Studierenden organisiert. Treffpunkt ist am Samstag, 22. April 2017, um 13.00 Uhr der Sigmund-Freud-Park zwischen Votivkirche und Universität Wien.

People's Climate March

Am 29. April gehen in Wien Menschen auf die Straße und stehen für eine echte und solidarische Klimapolitik ein. Jährlich neue Rekordtemperaturen, Dürren und Überschwemmungen zeigen, wie dringend gehandelt werden muss. Doch die Realität sieht anders aus: Am hundertsten Tag der US-Präsidentschaft von Donald Trump ist der Widerstand wichtiger denn je – auf beiden Seiten des Atlantiks.

Der People's Climate March in Wien wird von „System Change, not Climate Change!" und den Organisationen Attac, Greenpeace, Neue Linkswende, Obra, Plattform 20.000 Frauen und Plattform für eine menschliche Asylpolitik organisiert.

Treffpunkt: Wien, Praterstern/Ecke Ausstellungsstraße
Zeit: 29. April 2017, 14:00 bis 18:00 Uhr
Abschlusskundgebung beim Parlament ca. 17:00 Uhr

 

18.04.2017

EU Climate Leader Board

Where EU Countries stand on the Effort Sharing Regulation. EU Member States are currently negotiating Europe’s key legislation for climate action, known as the Effort Sharing Regulation. Covering 60% of the EU’s greenhouse gas emissions, the law will set binding national emission reduction targets for the 2021-2030 period for sectors such as transport, buildings, agriculture and waste. In July 2016, the European Commission published the proposal for an Effort Sharing Regulation setting the basis for negotiations between EU ministers and Members of the European Parliament.

In the run up to the Environment Council in June when ministers discuss the EU’s largest climate tool, Carbon Market Watch and Transport & Environment analysed country positions in the negotiation process on the Effort Sharing Regulation and ranked them in the “EU Climate Leader Board”. This climate leader board allows citizens to hold their governments accountable for the positions they take on the EU’s largest climate tool to implement the Paris Agreement.

Key Findings

The ranking shows that only three countries in Europe push in the right direction to deliver on the Paris climate agreement. Sweden tops the list, followed by Germany and France. Sweden scores the highest among all EU countries because it advocates for closing certain loopholes in the law and is planning to achieve much higher domestic emission reductions than its 40% target proposed by the Commission.

At the other end, Poland, Italy, Spain and the Czech Republic push to weaken the Commission proposal, countering Europe’s efforts to comply with the Paris Agreement. In addition, relatively wealthy countries such as Austria and Finland that have recently ratified the Paris Agreement perform poorly on ensuring that this landmark global climate deal is properly implemented in Europe. They are lobbying for the use of additional forestry credits to compensate for higher greenhouse gas emissions in other sectors, even though limiting global warming will require action in the forestry sector in addition to, not replacing, efforts to reduce fossil fuel emissions.

Ireland also performs poorly. Ireland only has to reduce its emissions by 1% by 2030 compared to its 2005 levels, when taking the different flexibilities into account. Nevertheless, the country is still trying to stall reduction efforts for another decade by pushing to further weaken the Commission proposal. The country can achieve a better score by advocating for a better starting point -from which the emission reductions targets are applied- to avoid that countries are rewarded for underachieving up to 2020. Slovakia, Germany, the Netherlands, Cyprus and others advocate for improving the Commission proposal in this regard.

Find the full Policy Briefing here.

Text from: http://effortsharing.org/ranking/

 

15.04.2017

Neue Deadline! Der SCIENCE PLAN kann noch bis 25. April kommentiert werden!

Die Entwicklung eines Science Plan zur Klimaforschung in Österreich geht in eine neue Runde! Wir laden alle an der Thematik Interessierten zur Kommentierung des ersten Entwurfs des Science Plan ein. Dieser first draft kann auf der CCCA-Website eingesehen und bis 25. April 2016 um 24:00 Uhr kommentiert werden. Alle Informationen zur Entstehung des Science Plan sowie zum Kommentierungsprozess finden Sie hier.

 

29.03.2017

Klimatag-Icebreaker in aspern Die Seestadt Wiens

Am Abend des 22. Mai 2017 im ersten Plus-Energiegebäude Österreichs. Beim Klimatag-Icebreaker am 22. Mai 2017 verbringen wir einen Abend in entspannter Atmosphäre in Wiens größtem Stadtentwicklungsgebiet - in aspern Die Seestadt Wiens. Im ersten Plus-Energiegebäude Österreichs, dem Technologiezentrum Seestadt, können Sie sich beim informellen Vernetzen und Austauschen auf die kommenden beiden Tage einstimmen. Auch für das kulinarische Wohlergehen wird gesorgt sein. Verschiedene Führungen geben Einblicke in die Zukunft der Stadtentwicklung.

 

29.03.2017

Ö1-Interview mit Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt

Über Trumps Dekret, "clean coal" und Marketinggags zur Rettung veralteter Technologien. Das Ö1-Mittagsjournal hat am 29. März ein Interview mit Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt geführt.

Was er zu Trumps neuestem Dekret und zur "sauberen Kohle" zu sagen hat können Sie auf der Ö1-Homepage nachhören.

Zum Beitrag: Trump und sein Mythos der sauberen Kohle

 

28.03.2017

Das CCCA Servicezentrum ist umgezogen!

Neue Adresse: Mozartgasse 12/1, 8010 Graz.
Neue Telefonnummer: 0316/380 5021

Seit Dienstag 28.03.17 befinden sich die Räumlichkeiten des CCCA Servicezentrums in der Mozartgasse 12 (erster Stock).

Durch unseren Umzug hat sich auch die Festnetznummer geändert: 0316/380 5021

Wir freuen uns darauf Sie persönlich in unseren neuen Büros begrüßen zu dürfen!

 

21.03.2017

Mehr Diabetes durch Klimawandel?

Der ORF berichtet über die  gesundheitlichen Folgen des Klimawandels wie einen veränderten Fettstoffwechsel. Schon jetzt hat der Klimawandel konkrete gesundheitliche Folgen, sagen Forscher. Sie führen die weltweite Zunahme an Typ-2-Diabetes unter anderem auf die globale Erwärmung zurück. Denn die Außentemperatur verändert den Fettstoffwechsel.

Typ-2-Diabetes - die im Gegensatz zur Typ-1-Diabetes im Lauf des Lebens erworbene Zuckerkrankheit - hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zur Volkskrankheit entwickelt. Weltweit sind insgesamt 412 Millionen Erwachsene zuckerkrank (2015), bis 2040 sollen es Schätzungen zufolge 642 Millionen sein. In Mitteleuropa ist die Zahl der Diabetiker seit 1998 um rund 40 Prozent gestiegen. In Österreich sind zwischen 600.000 und 700.000 Menschen betroffen. 90 Prozent davon leiden an Typ-2-Diabetes.

Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel gelten als Hauptursachen der Stoffwechselkrankheit. Durch einen erhöhten Körperfettanteil sprechen die Zellen immer weniger auf Insulin an - es kommt zur sogenannten Insulinresistenz - und der Blutzuckerspiegel steigt. Das kann Folgen für den ganzen Körper haben, z.B. Nierenschäden, Herzinfarkt und chronische Wunden.

Für den vollständigen Artikel besuchen Sie die Seite des ORF.

 

16.03.2017

Größter unabhängiger Vermögensverwalter der Welt fordert Klima-Risiko-Analyse

Unternehmen müssen sich viel intensiver mit den Risiken die der Klimawandel für Sie birgt befassen, fordert BlackRock. Die FAZ berichtete bereits im September 2016: "Blackrock, mit einem verwalteten Vermögen von 4,9 Billionen Dollar die größte Investmentgesellschaft der Welt, geht in der Studie von einer Welle an neuen Vorgaben für den Klimaschutz aus. „Wir halten die Klimafaktoren für unterschätzt und unterbewertet“, lautet eine Kernbotschaft der Blackrock-Studie. Dabei berufen sich die Autoren auf die Stern-Untersuchung, die im Jahr 2006 für die britische Regierung erstellt worden war. Demnach können die Schäden durch den Klimawandel bis zum Jahr 2100 jährlich fünf bis 20 Prozent der Weltwirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) kosten. Je mehr die Auswirkungen des Klimawandels sichtbar würden, desto eher würden die Kosten an den Märkten Berücksichtigung finden.

Der Investitionsbedarf ist immens. Blackrock schätzt allein im Bereich Infrastruktur den Investitionsbedarf bis zum Jahr 2030 auf 90 Billionen Dollar. Bislang seien aber erst halb so viele Investitionen eingeplant. Deshalb sind nach Ansicht von Blackrock private Investoren gefragt, um die Lücke zu schließen. Aber auch die gegenwärtige Niedrigzinsphase kann sich als hilfreich erweisen. Denn die Finanzierung sei für Staaten gegenwärtig äußerst günstig. Ein Drittel der Staatsanleihen aus den Industrieländern weise derzeit negative Renditen auf."

Zum vollständigen Artikel: Finanzmärkte im Klimawandel

Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass BlackRock seine Forderungen direkt an die Unternehmen - die Klimarisiken ihres Geschäftsmodells ernstzunehmen und zu evaluieren - gerichtet hat:

"The move by BlackRock, a powerful force in Corporate America with $5.1 trillion under management, could bolster efforts like climate-risk disclosure practices developed by the Financial Stability Board, the international body that monitors and makes recommendations about the global financial system.

BlackRock, which holds stakes in most major U.S. corporations, identified its top "engagement priorities" for meetings this year with corporate leaders in documents to be posted on its website on Monday, with climate risk and boardroom diversity on the list. Reuters received advance copies of the materials.

Michelle Edkins, set to oversee the outreach effort as head of a 30-person team, said BlackRock might want to hear from companies about how they are assessing the risk that climate change may pose to their operations. Edkins cited the example of how rising ocean levels could swamp a real estate company's valuable beachfront property.

Some companies have shown leadership on the areas BlackRock considers priorities, Edkins said, while others need improvement. "There are firms where we think they're probably not moving fast enough given the risks to the business," Edkins said in a telephone interview on Sunday.

The action marked a step-up in BlackRock's advocacy with boards and executives, and comes after the fund giant was criticized by environmental and labor activists for not backing proxy resolutions dealing with climate change and other topics more often at shareholder meetings."

 

14.03.2017

Inter- und Transdisziplinarität im Alpenraum

Der erste CCCA Roundtable in Innsbruck: Ein Vernetzungstreffen der fächerübergreifenden Art. Dieser erste CCCA-Roundtable in Innsbruck drehte sich thematisch um die inter- und transdisziplinäre Forschung, die schweizerische Perspektive auf dieses Thema und die praktische Umsetzung in Forschungsprojekten in Tirol. Außerdem konnte sich Daniela Hohenwallner (alpS) als neues Innsbrucker Vorstandsmitglied vorstellen und erste Ideen und Eindrücke aus Ihrer neuen Tätigkeit präsentieren.

Theres Paulsen (Leiterin des Transdisziplinaritätsnetzwerks der Schweizerischen Akademien der Wissenschaften) eröffnete den Abend und lieferte uns Einblicke in die Wahrnehmung dieses Themenkomplexes in Schweiz. Ein sehr interessanter Vortrag der viele Anknüpfungspunkte zwischen den beiden Wissenschaftscommunities erkennen ließ.

Die zwanzig TeilnehmerInnen, aus Wissenschaft und NGOs, des CCCA-Roundtables erhielten anschließend Informationen über die Partizipationsmöglichkeiten im Projekt k.i.d.Z.21-Austria - einige der TeilnehmerInnen meldeten sich am Roundtable auch gleich als ExpertInnen zur Unterstützung des Projektes, an.

Robert Steiger (UIBK) stellte die inhaltliche Komplexität des Nexus´ Klimawandel-Schnee-Tourismus vor und zeigte exemplarisch auf wie unterschiedlich Forschungsergebnisse von Auftraggebern interpretiert und instrumentalisiert werden können.

Den Abschluß des inhaltlichen Teils bildete Rainer Unger (alpS) mit der Darstellung des "lebendigen Labors" Alpbachtal, welches als Maßstab für zukünftigen Alpintourismus und energieautonome Modellregion reüssieren möchte.

Der Nachmittag fand gegen 18.00 sein Ende als sich auch die letzten TeilnehmerInnen satt, gut informiert und stärker vernetzt auf den (teils weiten) Heimweg machten.

 

09.03.2017

CCCA Datenzentrum - erste Erfahrungen & neue Funktionen

Das Datenzentrum wurde als Forschungsrepositorium der re3data gelistet, ein Beweis für durchdachte Arbeit! Das CCCA Datenzentrum startete mit dem neuen Release des Datenportals data.ccca.ac.at zum ersten Dezember 2016 den operationellen Betrieb. Mit diesem Schritt wurde die offizielle Testphase abgeschlossen und eine stabile, produktive Umgebung für die Datenbereitstellung, die Datensuche sowie die standardkonforme Datenhaltung über Webserver fertiggestellt.

Persistent Identifiers (PID) - Grundlage einer sauberen Zitierweise

Gerade in der Klimamodellierung wird mit sehr großen Daten umgegangen, einzelne Datensätze  können schnell mehr als 10 Gigabyte betragen. Das CCCA Datenportal ist in der Lage den Up- und Download solcher Datenmengen über die Weboberfläche als auch über eine „sftp“ Schnittstelle sehr performant zu gewährleisten. Ein weiteres Highlight ist die Vergabe von sogenannten Persistent Identifiers (PID) - jedes digitale Objekt bekommt einen Identifier, ähnlich eines DOI, mit dem der Anwender immer eindeutig auf den gewünschten Datensatz verwiesen wird. Dies ist die Grundlage einer sauberen, wissenschaftlichen Zitierweise, die es erlaubt Publikationen, Kapitel bzw. Absätze  direkt mit dem produzierten Datensatz in Verbindung zu stellen. Diese Funktionalitäten werden unter dem Fachbegriff Data Citation zusammengefasst.

Data Explorer bietet neue Funktionalitäten in einem anwenderfreundlichen Tool.

Dateninhalte, sowie deren Struktur, Attribute, etc. können vorab, vor dem Download betrachtet werden. Auch einfache Visualisierungswerkzeuge, wie die Darstellung auf einer webbasierten Karte, individuelle Erzeugung von Diagrammen, die Zusammenstellung einer Galerie für Abbildungen und Voransichten werden hier angeboten.

Mit diesem Konvolut an Funktionen und standardkonformen Umsetzungen im Datenportal wurde das CCCA Datenzentrum als Forschungsrepositorium der re3data - einer Initiative der Humboldt Universität Berlin, dem  GFZ German Research Centre for Geosciences, dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) und der Purdue University - gelistet. Kriterien zur Haltung von Metadaten, Zugangsbedingungen, Data Citation, Bereitstellung einer Data Policy sowie die Bereitstellung von Lizenzen und Nutzungsbedingungen wurden hier bewertet.

Zugriffszahlen von durchschnittlich 600 eindeutigen Nutzern sowie ein Downloadvolumen von mehr als 370 GB in den letzten 3 Monaten stellen Indikatoren der durchdachten Umsetzung des CCCA Datenzentrums dar. 

Technisch werden wir uns im Datenzentrum in den nächsten Wochen verstärkt der Echtzeitvisualisierung von Klimaszenarien widmen. Der bestehende Prototyp bietet vielversprechende Features und wird momentan in Bezug auf Performanz, d.h. viele Nutzerzugriffe, optimiert.

Ein weiterer Schwerpunkt wird im Rahmen der HRS-Mittel geförderten Projekt GEOCLIM gesetzt. Das CCCA Datenzentrum ist hier im Konsortium, geleitet von der Universität Graz, für den Ausbau der Infrastruktur für die Etablierung des Datenmanagements in Verbindung zur Langzeitarchivierung von Forschungsdaten, sowie die verstärkte Anbindung an europäische Forschungsaktivitäten zuständig.

 

07.03.2017

CCCA Roundtable in Innsbruck - 10. März 2017

Erstmals auch im online Livestream! Das Climate Change Centre Austria freut sich, den ersten CCCA Roundtable in Innsbruck ankündigen zu dürfen! Wir möchten Sie einladen, sich am CCCA Roundtable über aktuelle Projekte zu informieren und mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Klima(wandel)forschungsbereich zu vernetzen.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Institut für Geographie der Universität Innsbruck und der alpS GmbH veranstaltet.

  • Unter dem Motto "Inter- und Transdisziplinäre Forschung dürfen wir Frau Theres Paulsen vom Transdisziplinaritätsnetzwerk der Schweizerischen Akademien der Wissenschaften (www.transdisciplinarity.ch) begrüßen, die uns über die Arbeit ihres Netzwerkes und den Stand der Inter- und Transdisziplinären Forschung in der Schweiz informieren wird.
  • Anschließend stellt sich das Projekt k.i.d.Z.-21-Austria vor, das sich mit dem Thema des Klimawandels im alpinen Raum auseinandersetzt und Wissen über diesen hochaktuellen Themenbereich, direkt im Hochgebirge, an Schülerinnen und Schüler weitergibt.
  • Robert Steiger (UIBK) wird uns über seine transdisziplinären Forschungsprojekte berichten, die sich weitgehend mit dem Nexus Tourismus-Schnee-Klimawandel beschäftigen.
  • Mount ++ kreiert ein "lebendiges Labor" im Alpbachtal als Maßstab für zukunftsweisenden Alpintourismus und bahnt den Weg zu einer energieautonomen Vorbildregion. Rainer Unger (alpS GmbH) stellt uns das Projekt vor.

Danach steht der Raum für Kommunikation und Vernetzung zur Verfügung! Es dürfen auch zukünftige Projekte angebahnt werden.

  • Der CCCA Roundtable wird erstmals auch via Zoom-Meeting als Livestream verfügbar sein - zoom.us/j/35265286

 

Programm:

14.30: Beginn der Veranstaltung, Begrüßung.

14.45: Theres Paulsen - Transdisziplinaritätsnetzwerk der Schweizerischen Akademien der Wissenschaften

ca. 15.10: k.i.d.Z.21-Austria

ca. 15.25: Robert Steiger - Tourismus-Schnee-Klimawandel

ca. 15.40: Rainer Unger - Mount++

ab 16.00: Vernetzung, Projektanbahnung

 

07.03.2017

Die CCCA-Vollversammlung hat einen neuen Vorstand gewählt

Die Rolle des CCCA als Ansprechpartner für alle Fragen zum Klimawandel in Österreich soll weiter gestärkt werden. Der neu gewählte Vorstand des österreichischen Klimaforschungsnetzwerks Climate Change Centre Austria (CCCA) will die Rolle des CCCA als zentralen Ansprechpartner für Fragestellungen des Klimawandels in Österreich weiter stärken. Alle Erkenntnisse der Klimaforschung sollen optimal für die Anforderungen von öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie für die Bürgerinnen und Bürger aufbereitet werden.

Anfang März wurde der Vorstand des österreichischen Klimaforschungsnetzwerks Climate Change Centre Austria (CCCA) neu gewählt. Das CCCA ist ein Verein, der sich aus den wichtigsten Forschungsinstitutionen Österreichs zusammensetzt, mit dem Ziel, Gesellschaft und Politik wissenschaftlich fundiert über klimarelevante Themen zu informieren. Der neuer Obmann des CCCA ist Gerhard Wotawa, der an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) für den Bereich „Daten, Methoden und Modelle" verantwortlich ist.

In Europa einzigartige Einrichtung

Wotawa sieht im CCCA als Bündelung der Ressourcen unterschiedlichster österreichischer Forschungseinrichtungen eine große Chance: „Dieser Zusammenschluss aus mittlerweile 28 nationalen universitären und nichtuniversitären Forschungseinrichtungen ist in Europa einzigartig. Wir können sehr effizient dafür sorgen, dass die Forschungsergebnisse unterschiedlicher Bereiche gut aufbereitet, allgemein verfügbar und gut nutzbar sind. Das wird immer wichtiger, da die Fragestellungen des Klimawandels längst den naturwissenschaftlichen Bereich verlassen haben und zahlreiche andere Bereich betreffen, wie zum Beispiel die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Eine wichtige Aufgabe des CCCA ist auch, Österreich basierend auf wissenschaftlichen Fakten zu unterstützen, die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen."

Derzeit in Umsetzung: Bericht zu Klimawandel und Gesundheit

Das CCCA sieht sich als Partner der Verwaltung auf allen Ebenen (Bund, Länder, Gemeinden) sowie der österreichischen Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere bei Themen, wo sonst viele Einrichtungen angesprochen werden müssten, bietet das CCCA eine zentrale Anlaufstelle für Anfragen aller Art. Das CCCA will der Politik und der Verwaltung ein faktenbasiertes und evidenzbasiertes Entscheiden auf Basis der Arbeit seiner Mitglieder ermöglichen. Dazu dienen zum Beispiel die Sachstandsberichte und Spezialberichte des Austrian Panel on Climate Change (APCC). Derzeit ist ein umfassender Bericht zu „Klimawandel und Gesundheit" in Arbeit.

Weiterentwicklung zu zentralem Klima-Informationszentrum

Aus dem CCCA Servicezentrum und dem CCCA Datenzentrum soll in den nächsten Jahren ein einmaliges Informationszentrum für klimarelevante Fragestellungen aufgebaut werden. Dabei geht es von der Bündelung der verfügbaren Infrastrukturen für die Forscherinnen und Forscher über Informationen zu Forschungsmöglichkeiten und -partnerschaften und das Verfügbarmachen der notwendigen Daten bis hin zur Aufbereitung und der Verteilung der Forschungsergebnisse. „Eine wichtige Aufgabe des CCCA ist auch, die Position der österreichischen Klimaforschung weiter zu stärken, um die Finanzierung hochqualitativer Forschung langfristig zu sichern und ein relevanter Bestandteil nationaler und internationaler Projekte zu bleiben", sagt Gerhard Wotawa.

Schwerpunkt Öffentliche Vermittlung

Eine zentrale Rolle im Strategieplan 2021 des neuen CCCA-Vorstands spielt auch die öffentliche Vermittlung des komplexen Themas Klimawandel und seiner Auswirkungen, sagt Wotawa: „Klimawandel betrifft alle, daher sollte die Öffentlichkeit gut über die gesicherten Erkenntnisse und auch über Unsicherheiten informiert sein. Dass CCCA plant dazu neue Vermittlungsaktivitäten und -formate. Einen entsprechenden Schwerpunkt hat auch die Tagung „K3 - Die neue Konferenz zur Klimakommunikation" von 25. bis 26. September 2017 in der Stadt Salzburg.

Finanzierung über 2019 hinaus sichern

Die Finanzierung des CCCA erfolgte von 2014 bis 2018 aus Strukturmitteln der Universitäten. Ziel des Vorstandes ist, die Einrichtungen neu zu entwickeln und über 2019 hinaus zu erhalten, sagt der neu gewählte Obmann des CCCA Gerhard Wotawa: „Das Climate Change Center Austria als Netzwerk der österreichischen Klimaforschungscommunity hat sich seit Gründung 2011 toll entwickelt. Nicht zuletzt durch seine drei operativen Einrichtungen - Geschäftststelle, Servicezentrum und Datenzentrum - ist es mittlerweile beispielgebend für ähnliche Aktivitäten in Europa. Unser Ziel ist, das CCCA durch eine konsequente Weiterentwicklung in Richtung Nutzerorientierung bis ins nächste Jahrzehnt hinein als unverzichtbares Sprachrohr der Klimaforschung in Österreich zu positionieren."

 

Der neue Vorstand des Climate Change Centre Austria

Obmann
Gerhard Wotawa, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Obmann-Stv.
Daniela Hohenwallner, alpS
Herbert Formayer, Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
Helmut Haberl, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU)

Schriftführerin
Elisabeth Rigler, Umweltbundesamt (UBA)

Schriftführer-Stv.
Robert Jandl, Bundesforschungszentrum für Wald (BFW)

Kassier
Rupert Baumgartner, Universität Graz

Kassier-Stv.
Reinhard Mechler, Internationales Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA)

 

Das CCCA wurde 2011 gegründet und besteht aus 28 österreichischen Forschungseinrichtungen. Das CCCA richtete in den letzten Jahren unter anderem eine zentrale Datenplattform für Klimadaten ein, veröffentlichte einen umfassenden Bericht zum Klimawandel in Österreich und veranstaltet den jährlichen „Österreichischen Klimatag", eine interdisziplinäre Tagung mit mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

 

27.02.2017

StartClim2017 - Ausschreibungsfrist: 08. Februar 2017 bis 22. März 2017!

Im Rahmen des Forschungsprogramms StartClim werden im Jahr 2017 zum 15. Mal Projekte vergeben. StartClim versteht sich als Programm, das hilft, Anfänge zu setzen. Es werden innovative Projekte gefördert, die aktuelle Fragestellungen im Hinblick auf die nationale Anpassungsstrategie aufgreifen. Diese sollen in StartClim so weit geführt werden, dass auf den Ergebnissen aufbauend weiterführende Anträge bei geeigneten Forschungsförderungseinrichtungen gestellt werden können. Auch Forschungsgruppen, die sich in ihrem Themenbereich den Auswirkungen des Klimawandels widmen und junge ForscherInnen, die erste Erfahrungen in der Klimaforschung sammeln wollen, sollen sich von StartClim angesprochen fühlen.

Das Ausschreibungsthema lautet:

Das Pariser Übereinkommen und die Nachhaltigen Entwicklungsziele: Fragestellungen für Österreich

Nähere Informationen zu StartClim2017 finden Sie unter Aktuelle Calls

 

22.02.2017

Treibhausgas-Emissionen in Österreich um 3,2 Prozent gestiegen

Gründe sind gestiegener Dieselabsatz und höherer Heizbedarf – Europäische Zielvorgaben trotzdem erreicht. Die Treibhausgas-Emissionen sind in Österreich nach Jahren wieder gestiegen. Für 2015 verzeichnete das Umweltbundesamt 78,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, um 3,2 Prozent mehr als 2014. Die von der EU festgelegte Obergrenze wurde aber nicht überschritten. Für 2016 rechnen die Experten nicht mit einer Trendumkehr. "Positiv ist, dass die Emissionen seit 2013 unter den nationalen und EU-rechtlich festgelegten Obergrenzen liegen.

Dennoch bereitet mir der Anstieg der Emissionen Sorgen", sagte Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) am Dienstag. "Um die Klimaziele von Paris bis 2030 und einen langfristigen Ausstieg aus fossilen Energien zu erreichen, brauchen wir zusätzliche Anstrengungen." Österreich werde aber seinen Beitrag leisten, derzeit werde daher eine integrierte Energie- und Klimastrategie erarbeitet.

Hier finden Sie den gesamten Bericht.

 

13.02.2017

Linzer Umwelt-Juristin sieht in Entscheidung "wegweisendes Urteil"

Sie würde es kritisieren, wenn es der VwGH aufhebe und es als Fauxpas am Klimaschutzziel erachte, sagte die Linzer Uni-Professorin Wagner. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG), den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien zu untersagen, sei ein "wegweisendes Urteil", sagt Erika Wagner, Vorständin des Instituts für Umweltrecht der Universität Linz.

Noch nie sei ein Projekt mit Hinweis auf den Klimaschutz untersagt worden. "Ehrlich gesagt hat man in der Umweltwissenschaft schon lange auf diesen Schritt gewartet". In der Umweltwissenschaft habe man schon lange erwartet, "dass endlich einmal ein Urteil sagt, der Klimaschutz ist ernst zu nehmen".

Aus Sicht Wagners ist das Urteil "sehr gut begründet, rechtlich haltbar und in Ordnung". Wie aber die Höchstgerichte, die der Flughafen Wien anrufen will, urteilen werden, sei eine andere Sache.

Lesen sie hier den ganzen Artikel.

 

07.02.2017

Schüler lernen über Klimawandel

Tiroler Jugendliche lernen von Experten über den Klimawandel und was jeder Einzelne dagegen tun kann, um ihn aufzuhalten.

Vier Tiroler Schulen haben am Montag an der Uni Innsbruck einen ersten Eindruck bekommen. Ziel des Projektes K.i.d.Z 21 ist es, Schülern die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, was sie selber ganz aktiv dagegen zu tun können. Neben Workshops und Vorträgen von Experten für Schüler gehören auch Fortbildungen für Lehrer zu dem Projekt.

Bei einem Ausflug ins Hochgebirge im Sommer können die Schüler den Klimawandel dann auch selbst erforschen. Eigene Erfahrungen regen zum Nachdenken anVeränderungen durch den Klimawandel, die die Schüler selbst erfahren, beeindrucken nachhaltig. So sei eine Gruppe im Rahmen des Projekts auf die Idee gekommen, den Gletscherrand zu markieren. Das werde nun schon zum vierten Mal gemacht.

"Die Schüler sind jedes Jahr wieder schockiert, wenn sie sagen, mein Gott, da sind unsere Freunde letztes Jahr gestanden, und jetzt müssen wir schon wieder 19 Meter weitergehen, bis wir überhaupt an die Gletscherzunge kommen", berichtet Lars Keller, Geograph an der Universität Innsbruck.

Bei der Veranstaltung am Montag haben sich auch Tiroler Initiativen gegen den Klimawandel bei den vier Schulklassen aus Kematen, Kufstein und Innsbruck vorgestellt. Den Schülern soll bewusst werden, dass jeder einzelne etwas beitragen kann.

Lesen Sie den gesamten Artikel sowie einen weiteren Bericht der Tiroler Tageszeitung online auf unserer Presseseite.

Genaue Informationen zum Projekt k.i.d.Z.21-Austria finden Sie auf kidz.ccca.ac.at.

 

31.01.2017

"Abgefahren! – Ohne Auto durch die Stadt" Umwelt-Preis Graz 2016/2017

Das Umweltamt der Stadt Graz verleiht heuer wieder den Umwelt-Preis. Das diesjährige Motto lautet "Abgefahren! Ohne Auto durch die Stadt". Der Umweltpreis wird beim 3. Grazer Umweltzirkus am 28.04.2017 verliehen.

Graz ist mobil! Einen großen Anteil an der Mobilität hat leider immer noch der motorisierte Individualverkehr. Um zu zeigen, dass es aber auch anders „geht“, sucht die Stadt Graz im Rahmen des Umweltpreises 2016/2017 nach kreativen und innovativen Projekten, welche beweisen, dass es auch praxistaugliche Alternativen zum eigenen PKW als Fortbewegungsmittel gibt. Gefragt sind also spannende Ideen rund um das Thema nachhaltige Mobilität auf 0-3 Rädern.  

Die besten Einreichungen zum Thema „Abgefahren! – Ohne Auto durch die Stadt“ werden mit dem Umwelt-Preis der Landeshauptstadt Graz 2016/2017 ausgezeichnet.  

Erfahren Sie hier mehr über die Teilnahmebedingungen.

Alle weiteren Informationen zum Programm finden Sie auf: www.umwelt.graz.at

26.01.2017

Europäische Umweltagentur warnt vor Zunahme klimabedingter Extreme

Klimawandel birgt ernste Risiken für die Ökosysteme, die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft in Europa. Wie dem Bericht „Climate change, impacts and vulnerability in Europe 2016“ zu entnehmen ist, haben die beobachteten Klimaveränderungen bereits weitreichende Auswirkungen auf Ökosysteme, Wirtschaft sowie Gesundheit und Wohlergehen der Menschen in Europa. Die Temperaturen weltweit und in Europa erreichen immer neue Höchstwerte, die Meeresspiegel steigen auf Rekordwerte und das Meereis in der Arktis schwindet auf den geringsten je beobachteten Wert. Die Niederschlagsmuster verändern sich – in den regenreicheren Regionen Europas nehmen die Niederschläge generell zu, die niederschlagsärmeren Regionen werden hingegen trockener. Die Gletscher gehen zurück, die Schneebedeckung nimmt ab. Gleichzeitig steigt in vielen Regionen die Häufigkeit und Intensität klimabedingter Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Starkregen und Dürreperioden. Verbesserte Klimaprognosen liefern weitere Hinweise darauf, dass klimabedingte Extreme in vielen Regionen Europas weiter zunehmen werden.

„Der Klimawandel wird sich über viele Jahrzehnte hin fortsetzen. Ausmaß und Auswirkungen des künftigen Klimawandels werden von der Effektivität der Umsetzung der weltweiten Vereinbarungen zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen abhängen, aber auch davon, dass es uns gelingt, die richtigen Strategien und Konzepte zu entwickeln, um die durch aktuelle und prognostizierte Klimaextreme hervorgerufenen Risiken zu verringern,“ so Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA.

Die „Hotspots“ des Klimawandels

Alle Regionen Europas sind für den Klimawandel anfällig, aber einige Regionen werden von den negativen Auswirkungen stärker betroffen sein als andere. Den Prognosen zufolge werden Süd- und Südosteuropa besonders unter dem Klimawandel zu leiden haben, da hier mit den meisten negativen Auswirkungen zu rechnen ist. Bereits jetzt ist in der Region eine starke Zunahme der Hitzeextreme und ein Rückgang der Niederschläge und der Flusspegel zu verzeichnen, wodurch die Gefahr ausgeprägterer Dürreperioden, niedrigerer Ernteerträge sowie eines Rückgangs der biologischen Vielfalt und die Waldbrandgefahr steigen. Man geht davon aus, dass häufigere Hitzewellen und Veränderungen bei der Ausbreitung klimasensitiver Infektionskrankheiten dazu führen werden, dass Gesundheit und Wohlergehen der Menschen wachsenden Gefährdungen ausgesetzt sind.

Auch die Küsten‑ und Überflutungsgebiete in den westlichen Regionen Europas gelten als „Hotspots“, denn steigende Meeresspiegel und eine mögliche Zunahme von Sturmfluten lassen auch hier die Gefährdung wachsen. Für die marinen Ökosysteme bringt der Klimawandel infolge der Versauerung und zunehmenden Erwärmung der Meere und der Ausweitung der sauerstoffarmen Totzonen ebenfalls weitreichende Veränderungen mit sich.

Die Ökosysteme und die menschlichen Aktivitäten in der arktischen Region werden durch den besonders raschen Anstieg von Luft- und Meerestemperaturen und das damit verbundene Abschmelzen von Land- und Meereis ebenfalls in hohem Maße betroffen sein.

Zwar ergeben sich für einige Regionen auch positive Folgen, wie z. B. bessere Bedingungen für die Landwirtschaft in Teilen Nordeuropas, doch werden negativen Folgen in den meisten Regionen und Wirtschaftszweigen überwiegen.

Ökosysteme, menschliche Gesundheit und Wirtschaft

Überall in Europa geraten Ökosysteme und Schutzgebiete durch den Klimawandel und andere Stressfaktoren, z. B. veränderte Landnutzung, unter Druck. Wie in dem Bericht hervorgehoben wird, stellen die Auswirkungen des Klimawandels für die biologische Vielfalt an Land und in den Meeren eine Bedrohung dar. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sehen sich Veränderungen ihres Lebenszyklus ausgesetzt und wandern nordwärts und in höhergelegene Regionen ab, während sich verschiedene invasive Arten dauerhaft ansiedeln oder ihren Lebensraum ausgeweitet haben. Marine Arten, darunter auch wirtschaftlich wichtige Fischbestände, wandern ebenfalls gen Norden. Von diesen Veränderungen sind unterschiedliche Ökosystemdienstleistungen und Wirtschaftszweige betroffen, wie Land- und Forstwirtschaft und Fischerei.

Die wesentlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit hängen mit Extremwetterereignissen, Veränderungen bei der Ausbreitung klimasensitiver Krankheiten und Veränderungen der Umweltbedingungen und der sozialen Bedingungen zusammen. Millionen Menschen in Europa waren im zurückliegenden Jahrzehnt von Überschwemmungen an Flüssen und in den Küstenregionen betroffen. Zu den gesundheitlichen Auswirkungen zählen Verletzungen, Infektionen, Exposition gegenüber chemischen Gesundheitsrisiken und Folgen für die psychische Gesundheit. Hitzewellen nehmen in ihrer Häufigkeit und Intensität zu und sind für Zehntausende vorzeitiger Todesfälle in Europa verantwortlich. Diese Entwicklung wird sich weiter intensivieren, wenn nicht geeignete Maßnahmen zur Anpassung getroffen werden. Durch die Ausbreitung von Zeckenarten, der asiatischen Tigermücke und anderer Krankheitsüberträger wächst das Erkrankungsrisiko für Borreliose, durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung, West-Nil-Fieber, Denguefieber, Chikungunyafieber und Leishmaniose.

Die mit dem Klimawandel verbundenen wirtschaftlichen Kosten können sehr hoch ausfallen. Seit 1980 wurden in den EWR-Ländern durch klimabedingte Extremwetterereignisse wirtschaftliche Schäden in Höhe von mehr als 400 Mrd. EUR verursacht. Die vorliegenden Schätzungen der zukünftigen Kosten des Klimawandels in Europa beziehen nur einige wenige Wirtschaftszweige ein und weisen eine erhebliche Unsicherheit auf. Am höchsten fallen die prognostizierten Schadenskosten durch den Klimawandel jedoch für den Mittelmeerraum aus. Durch Auswirkungen auf Handel und Infrastruktur, geopolitische Risiken und Sicherheitsrisiken sowie Migration ist Europa auch von den Folgen des Klimawandels betroffen, die außerhalb Europas eintreten.

Bessere Anpassung und Verbesserung des Kenntnisstands

Bei der Einziehung der Anpassung an den Klimawandel in andere Politikfelder sind Fortschritte zu verzeichnen, doch besteht hier noch weiteres Potenzial. Weitere mögliche Maßnahmen sind die Verbesserung der Kohärenz politischer Maßnahmen über unterschiedliche Politikfelder und ‑ebenen (EU-, transnationale, nationale und subnationale Ebene) hinweg, flexiblere adaptive Konzepte für den Umgang mit dem Klimawandel sowie die Kombination technischer Lösungen, ökosystembasierter Konzepte und „weicher“ Maßnahmen.

Die Entwicklung und Inanspruchnahme von „Klimaservices“ und „Anpassungsservices“ in Europa schreiten voran. Verbessertes Informationen in verschiedenen Bereichen wären hilfreich, so zum Beispiel im Bereich der Anfälligkeits- und Risikobewertungen auf unterschiedlichen Ebenen und von Monitoring, Berichterstattung und Auswertung von Anpassungsmaßnahmen, deren Kosten und Nutzen sowie Synergien und Zielkonflikten mit anderen politischen Maßnahmen.

 

24.01.2017

Die Zukunftskonferenz 2017

JOANNEUM RESEARCH lädt am 1. März 2017 zum siebenten Mal zur Zukunftskonferenz in den Messe Congress Graz ein. Die sechs Forschungseinheiten präsentieren sich wieder in parallel laufenden wissenschaftlichen Sessions und zeigen zukunftsträchtige Technologien von morgen. Die JOANNEUM RESEARCH bietet Einblicke in ihre aktuellen wissenschaftlichen Aktivitäten, in das spannende Know-how ihrer Mitarbeiter/innen und in ihre innovativen Forschungsprojekte. Mit der Zukunftskonferenz zeigt JOANNEUM RESEARCH neue Trends und Ideen auf und lädt ihre Kunden und Partner zum kreativen Austausch ein.

Die diesjährige Konferenz wurde unter das Generalthema "Licht und Mobilität" gestellt und mit Dr.-Ing. Wolfgang Huhn, Leiter Entwicklung Licht und Sicht der Audi AG, konnte ein exzellenter Keynote-Speaker gewonnen werden.

Das gesamte Programm finden Sie unter www.joanneum.at/zukunftskonferenz2017.

 

19.01.2017

2016 - das dritte Jahr in Folge mit Temperaturrekord!

In Österreich lag die Durchschnittstemperatur 1°C über dem Mittel. Das Jahr 2016 war nach Angaben von US-Behörden das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen sei 0,94 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts gelegen, teilten die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) und die Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Damit ist 2016 das dritte Jahr in Folge, das den globalen Temperaturrekord gebrochen hat; berichtet der Standard am 18.01.2017.

2016 lag die Durchschnittstemperatur in Österreich 1°C über dem Mittel

Das Jahr 2016 brachte zehn überdurchschnittlich warme und nur zwei zu kühle Monate. „Auffallend war heuer vor allem, dass es fast keine langen sehr kühlen oder kalten Wetterphasen gab", sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), „eine Ausnahme war der starke Frost Ende April, der massive Schäden in der Landwirtschaft verursachte. In der Jahresbilanz liegt 2016 1,0 °C über dem vieljährigen Mittel und damit gleichauf mit 2007 am vierten Platz in der Reihe der wärmsten Jahre seit 1768. Die drei wärmsten Jahre der Messgeschichte stammen alle aus der jüngeren Vergangenheit: 2014, 2015, 1994. "

Temperaturen von -28°C bis +36°C

Die höchste Temperatur des Jahres wurde mit 36,0 °C am 11. Juli 2016 in Krems (N) gemessen. Die tiefste Temperatur des Jahres registrierte die ZAMG am 18. Jänner 2016 mit -28,2 °C in Tirol an der Wetterstation am Hinteren Brunnenkogel am Pitztaler Gletscher in 3437 Meter Seehöhe. Die tiefste Temperatur an einem bewohnten Ort wurde mit -23,4 °C in Lech am Arlberg (V, 1442 m) gemessen, ebenfalls am 18. Jänner 2016.

Sehr nass, aber relativ sonnig

Die Niederschlagsmenge lag 2016 um 10 Prozent über dem vieljährigen Mittel. „Das ergibt einen Platz unter den 25 nassesten Jahren seit Beginn der Niederschlagsmessungen im Jahr 1858", sagt ZAMG-Klimatologe Orlik, „besonders nass waren heuer der Jänner mit 44 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel, der Februar mit plus 105 Prozent, der Mai mit plus 47 Prozent und der Juni mit plus 37 Prozent zum vieljährigen Mittel."

Trotz der vielen niederschlagsreichen Monate brachte 2016 um vier Prozent mehr Sonnenschein als ein durchschnittliches Jahr. Das entspricht einem Plus von rund 60 Stunden Sonnenschein. Zu dieser knapp überdurchschnittlichen Bilanz trugen vor allem die sehr sonnigen Monate August, September, November und Dezember bei.

Zur vollständigen Bekanntmachung der ZAMG

 

10.01.2017

BOKU ist die nachhaltigste Universität im deutschen Sprachraum

Das UI GreenMetric Ranking bewertet Universitäten nach ihrem Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel. "Endlich findet man eine österreichische Universität auf einem echten Spitzenplatz eines Uni-Rankings: Die Universität für Bodenkultur gehört laut dem aktuellen Green Metric World Universities Ranking 2016 zu den nachhaltigsten Hochschulen: Die Boku landet demnach auf Platz sechs der weltweiten Rangliste, Platz vier in Europa und Platz eins im deutschsprachigen Raum. Weltweit spitze sind die University of California Davis, University of Nottingham und Wageningen University & Research (Niederlande)." berichtet die Presse am 10.01.17.

derStandard: "Das Ranking für "grüne" Universitäten wurde 2010 von der Universität Indonesien initiiert und soll bewerten, inwieweit die jeweilige Uni Vorreiterrolle, treibende Kraft und Multiplikator für eine nachhaltige Entwicklung ist. Kriterien sind dabei u.a. nachhaltige Gestaltung des Campus, Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Uni-Infrastruktur sowie Wasser- bzw. Abfallwirtschaft, Verkehrspolitik der Uni und die Rolle von Umwelt und Nachhaltigkeit in der Lehre."

diepresse.com: "Boku auf Platz sechs der nachhaltigsten Unis der Welt"

derstandard.at: "Boku auf Platz sechs der nachhaltigsten Unis der Welt"

UI GreenMetrics - Origins of the ranking

UI GreenMetrics - Ranking 2016

 

28.12.2016

Ist der Steuervorteil des Diesels am Ende?

Umweltminister Rupprechter möchte das Steuerprivileg für Diesel abschaffen und ruft aufgeregte Reaktionen hervor.  "Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) beharrt auf einem Ende des Steuerprivilegs für Diesel. Derzeit wird der Liter Benzin mit 48,2 Cent Mineralölsteuer belastet, bei Diesel sind es 39,7 Cent. "Es ist unbestritten, dass das Dieselprivileg aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll ist", so Rupprechter zur "Tiroler Tageszeitung" und den "Vorarlberger Nachrichten"." berichtet die Presse am 28. Dezember 2016.

Und weiter: "Eine Arbeitsgruppe im Finanzministerium denke darüber nach, wie wir ein schrittweises Auslaufen der Steuerbegünstigung sinnvoll organisieren können". Die konkreten Maßnahmen sollen im Rahmen der Klima- und Energiestrategie festgeschrieben werden.

Fachverband sieht keine positiven Effekte

Der Autofahrerclub ÖAMTC hat umgehend mit Kritik auf den wiederholten Vorstoß von Umweltminister Rupprechter reagiert. "Eine Steuererhöhung auf Diesel kennt nur Verlierer", so ÖAMTC-Interessensvertreter Bernhard Wiesinger in einer Aussendung am Dienstag. Wolle man die Mineralölsteuer (MöSt) angleichen, "dann wäre es für den Finanzminister billiger, jene auf Benzin zu senken. So könnte man die Konsumenten entlasten, anstatt sie zu belasten", glaubt der ÖAMTC-Mann."

 

21.12.2016

Chance für grüne Business-Ideen!

Neue greenstart-Einreichungen bis 31. Jänner gesucht! Sie haben eine Business-Idee, mit der Energie gespart werden kann? Ihre Überlegungen rund um erneuerbare Energien möchten Sie gern in die Praxis umsetzen? Mit Ihrer Vision könnte Landwirtschaft klimaschonender betrieben werden? Oder beschäftigen Sie sich schon länger mit neuen Mobiliätskonzepten? Dann nehmen Sie jetzt am Wettbewerb greenstart teil!

Auch im dritten Durchgang von greenstart, der Start-Up-Initiative des Klima- und Energiefonds, sind kreative Köpfe und ihre „grünen“ Business-Ideen gefragt: 

Die Einreichung funktioniert noch bis 31. Jänner 2017 schnell und unkompliziert via Online-Formular auf www.greenstart.at.

Den TOP-10 winken je 6.000 Euro Unterstützung, ein halbes Jahr Workshops und Coachings zur Entwicklung von praxistauglichen Geschäftsmodellen, begleitende Medienarbeit und die Chance auf weitere 15.000 Euro Preisgeld.

Alle Infos zur aktuellen Einreichung finden Sie auf www.greenstart.at.

 

15.12.2016

KlimARS 2016

So geschehen am Klimatag 2016, in Graz. Wenn sich Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten mit dem Klimawandel und den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen, dann entstehen ganz neue Bilder.

Mit dem KlimARS-Wettbewerb, bei welchem von der Jury ausgewählte Kunstwerke aus drei Kategorien präsentiert und drei Preise vergeben wurden, haben 20 KünstlerInnen mit ihren Interpretationen gezeigt, wie subjektiv die Auseinandersetzung mit diesem sehr individuell erlebbaren Thema sein und mittels unterschiedlichsten kreativen Ressourcen vermittelt werden kann, um so ein größeres Publikum anzusprechen.

Die Gäste an diesem Abend waren von den auf der Bühne präsentierten Performances und den ausgestellten Kunstwerken gleichsam begeistert und überrascht. Mehr über den KlimARS, seine PreisträgerInnen und Impressionen finden Sie hier. Auch zum Nachwirken und Nachklingen lassen für alle TeilnehmerInnen am Klimatag 2016.

 

07.12.2016

Globale Klimabeobachtung in der Atmosphäre

Uni Graz und Chinesische Akademie der Wissenschaften richten zukunftweisende Forschungskooperation ein. WissenschafterInnen des Wegener Center der Uni Graz zählen international zu den führenden ForscherInnen auf dem Gebiet der Okkultationsmethoden zur Klimabeobachtung. Institutsleiter Univ.-Prof. Dr. Gottfried Kirchengast hat mit seinem Team eine Methode entwickelt, die es möglich macht, Temperatur, Luftfeuchte, Treibhausgase und Winde in der Atmosphäre mit Hilfe von Mikrowellen- und Infrarotlaser-Signalen mit höchster Genauigkeit über einen längeren Zeitraum global zu messen.

Nun hat Kirchengast nach mehrjähriger Aufbauarbeit mit dem National Space Science Center (NSSC) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften einen langfristigen Partner gefunden, der die Instrumente für die Satellitenmission zum Klima-Monitoring mit Mikrowellen-Okkultation bauen wird. Dazu richtet die Universität Graz mit dem NSSC das „Joint Laboratory on Occultations for Atmosphere and Climate“ (JLOAC) ein, das gemeinsam von Kirchengast als wissenschaftlichem Direktor und NSSC-Departmentleiterin Prof. Sun Yueqiang als technischer Direktorin geführt werden wird. Rektorin Christa Neuper unterzeichnete am 30. November 2016 die Gründungsvereinbarung. Am 22. November 2016 hatte bereits NSSC-Direktor Prof. Wu Ji das Dokument in Peking unterschrieben.

Bei der Mikrowellen-Okkultation werden von Sender-Satelliten Mikrowellen-Signale ausgeschickt, die Empfänger-Satelliten auffangen. „Auf ihrem Weg durch die Atmosphäre werden die Signale gebrochen und teilweise absorbiert, so dass sie gedämpft beim Empfänger ankommen. Aus dieser Brechung und Dämpfung lassen sich dann äußerst präzise Klimadaten ableiten“, erklärt Dr. Veronika Proschek vom Wegener Center, Preisträgerin des GRAWE Award für Wissenschaft 2016, die als Projektleiterin für die Mikrowellen-Okkultation zur Klimabeobachtung vorgesehen ist.

Die ForscherInnen am NSSC haben hervorragendes Know-how in der Weltraumtechnik und schon mehrere Missionen erfolgreich auch mit europäischen Partnern durchgeführt. WissenschafterInnen unter der Leitung von Sun Yueqiang werden im Rahmen des JLOAC als weltweit Erste die Satelliteninstrumente zur Mikrowellen-Okkultation bauen. Das Team am Wegener Center leitet die wissenschaftliche Nutzung. Sobald 2017 die Zusage der Chinesischen Weltraumbehörde zum Bau dieser Instrumente vorliegt, wird auch die Europäische Weltraumbehörde ESA als Fördergeber ihren Beitrag leisten. Läuft alles nach Plan, sollen die ersten Mikrosatelliten der ESA, bestückt mit den chinesischen Instrumenten, im Zeitraum 2021/22 starten.

Und noch einen großen Vorteil bringt die Kooperation mit dem NSSC für das Wegener Center: „Wir sind dank JLOAC die ersten internationalen Partner, die Radio-Okkultationsdaten von globalen Navigationssatelliten (GNSS) Chinas für wissenschaftliche Zwecke nutzen können“, freut sich Kirchengast. „Dadurch steht uns eine höhere Datendichte für unsere Klimaforschung zur Verfügung. Die hervorragenden Instrumente für diese GNSS-Radio-Okkultation wurden ebenfalls vom NSSC gebaut.“
Das ist vor allem im Hinblick auf das „European Occultation Processing and Analysis Center for Cal/Val and Climate“ von Bedeutung, dessen Start für 2017 am Wegener Center geplant ist. Dieses soll Daten der GNSS-Radio-Okkultation für das langfristige Monitoring von Temperatur, Druck und Luftfeuchte in der globalen Atmosphäre mit höchster Qualität für die weltweite Nutzung zur Verfügung stellen.

Die Forschungen zu Okkultationsmethoden und Klimawandel werden von den chinesischen Partnern, der ESA und der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert und sind im Forschungsschwerpunkt der Uni Graz „Umwelt und Globaler Wandel“ verankert.

 

06.12.2016

Wirtschaft und Zivilgesellschaft trafen sich, um eine Klimakonferenz zu simulieren

Fazit: Selbst hohe globale CO2-Steuern reichen nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Ein Bericht von science.orf.at von der Verhandlungsfront des World Energy Negotiation Game.

Bürger spielen Weltpolitik: Letzten Freitag trafen einander 40 Menschen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um eine simulierte Klimakonferenz abzuhalten. Fazit: Selbst hohe globale CO2-Steuern reichen nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Beim letztjährigen Klimagipfel in Paris hat die Staatengemeinschaft beschlossen, dass die Temperaturerhöhung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bis zum Jahr 2100 zwei Grad nicht übersteigen soll. Der Schönheitsfehler daran: Es wurde nur das Ziel beschlossen. Wie man das umsetzen soll, ist unklar. Es gibt keinen offiziellen Fahrplan, der die Erreichung des Ziels sicherstellt.

Die Welt im Kleinformat

Was die Weltpolitik bislang verabsäumt hat, haben letzten Freitag 40 engagierte Bürgerinnen und Bürger nachzuholen versucht. Man traf sich im Impact Hub, ein Projektzentrum im siebten Wiener Gemeindebezirk, um einen Maßnahmenkatalog zu finden, Handlungsanweisungen für die Umsetzung des Pariser Abkommens.

Der Ansatz war ein - im Wortsinn - spielerischer: Die Teilnehmer trafen sich, um das World Energy Negotiation Game zu spielen - ein vom MIT entwickeltes Verhandlungsspiel, das die politische Wirklichkeit simuliert.

Das Setting: Die Teilnehmer schlüpfen in die Rollen von internationalen Interessengruppen. Hier sitzen Umweltorganisationen und UNO, Delegierte der Agrarbranche, Industrie und Energieerzeuger - und nicht zuletzt Politiker aus den USA und der EU, aus China, Indien und Russland an einem Tisch, um die Energie- und Klimapolitik für die nächsten 80 Jahre zu bestimmen.

Zum vollständigen ORF-Artikel

Zur Ö1-Sendung "Wissen aktuell" über das World Energy Negotiation Game 

 

28.11.2016

EU präsentiert "Winterpaket" für Europas Energiezukunft

Kritik an den Plänen lässt nicht lange auf sich warten! Den Klimaschutz vorantreiben, den Energiemarkt effizienter machen und zugleich für mehr Energiesicherheit sorgen: Das sollen die Reformpläne der EU-Kommission sicherstellen, die sie am Mittwoch präsentiert. Doch manche der Vorschläge in dem „Winterpaket“ könnten nach hinten losgehen, befürchten Kritiker.

Es ist eines der großen Reformvorhaben der aktuellen EU-Kommission. Über 500 Seiten umfasst das gesamte Paket. Acht Gesetzesvorschläge finden sich darin, und mit Miguel Arias Canete (Energie und Klimaschutz), Maros Sefcovic (Energieunion) und Margrethe Vestage (Wettbewerb) sind gleich drei Kommissare daran beteiligt. Schließlich reichen die Pläne auch von der Förderung erneuerbarer Energien über Energieeffizienz bis zur Gestaltung des europäischen Strommarkts.

Besonders heikel wird es, wenn es um das Zusammenspiel von erneuerbaren und fossilen Energieträgern geht. Um ihre Klimaziele zu erreichen, müssen die EU-Staaten in Zukunft den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien deutlich erhöhen. Das ist innerhalb der Kommission, des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten Konsens. Weit weniger Einigkeit herrscht jedoch, wenn es darum geht, wie der Anteil von Erneuerbaren angehoben werden soll; und was das für die konventionellen Kraftwerke in Europa bedeutet.

Zum vollständigen Artkel: "Licht und Schatten" des ORF.

Kritik am Winterpaket

Künftig soll die Energie aus Wind, Sonne und Wasser stärker dem freien Wettbewerb ausgesetzt werden. Für Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt in Wien eine unglückliche Lösung: „Solange fossil betriebene Kraftwerke nicht für die tatsächlich verursachten Schäden der Treibhausgasemissionen zahlen, muss dieser Vorrang definitiv gewährt werden. Ansonsten haben sie einen klaren Wettbewerbsnachteil“, meint er gegenüber science.ORF.at.

Auf die Frage, wie das „Winterpaket“ der EU einzuordnen ist, meint Scheider: „Es ist nicht besonders stark, da die Richtlinien keinerlei verbindliche Ziele für die einzelnen Mitgliedstaaten, sondern nur gesamteuropäische Vorgaben für das Steigern der erneuerbaren Energie vorsehen. Die Vorgaben zur Energieeffizienz sind mit einer Steigerung von 30 Prozent etwas ambitionierter als ursprünglich vorgesehen. Wichtig wäre, dass die vorgesehene jährlich Steigerung der Effizienz um 1,5 Prozent tatsächlich verbindlich umgesetzt und kontrolliert wird.“

Zum vollständigen Artikel: "Kritik an EU-"Winterpaket""

17.11.2016

Climate Change Performance Index 2017 - Österreich hat sich leicht verbessert

Die ersten drei Plätze wurden nicht vergeben, da "kein Land genug getan hat", schreibt das Autorenteam.

Aus der Studie:

"Das Paris-Abkommen stellt einen Meilenstein in der internationalen Klimapolitik dar und setzt einen Rahmen für ambitionierteren Klimaschutz. Eines der Hauptziele der Staatengemeinschaft ist es, die globale Erwärmung auf "deutlich unter" 2 °C oder sogar auf 1,5 °C zu begrenzen. Internationales Völkerrecht fordert jetzt von den Staaten, ihre Ziele zu formulieren und diese in ihren Politiken zu implementieren. Gleichzeitig gilt es, durch nationale und kooperative Maßnahmen die Lücke zwischen den im Paris-Abkommen festgelegten Temperaturzielen und den existierenden nationalen Zielen zu schließen.

Obwohl einige EU-Mitgliedstaaten im Ranking des diesjährigen Klimaschutz-Index immer noch weit oben zu finden sind, stehen sie an einem Scheideweg. Oft profitieren sie noch von Politiken, die verabschiedet wurden, als die EU in Klimaschutzbemühungen führend war. Doch viele der Länder haben es nicht geschafft, ihre Ziele zu erreichen bzw. sie so zu erhöhen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden. Einige Entwicklungsländer, wie Marokko, Indien und Südafrika, holen auf und machen bereits jetzt große Fortschritte in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Von allen Ländern wird nun erwartet, dass sie nationale Emissionsreduktionspläne aufstellen, wobei die G20-Staaten eine Führungsrolle einnehmen und ihre Pläne bis 2018 vorlegen müssen."

Österreich konnte sich in diesem Ranking minimal - von Platz 45 auf Platz 41 - vorarbeiten.

Zur Studie von Climatewatch und dem Climate Action Network Europe (CAN)

15.11.2016

Wie AgrarexpertInnen den Klimawandel und seine Auswirkungen wahrnehmen

Handlungsoptionen: Welche Anpassungsmaßnahmen stehen im Vordergrund? Das erste Factsheet aus dem Projekt PATCH:ES/PACINAS zur Wahrnehmung des Klimawandels durch ExpertInnen aus dem Agrarsektor ist vollendet und seit heute auf der CCCA-HP zum Download verfügbar!

PATCH:ES hat zum Ziel, die private Anpassung an den Klimawandel - Ausmaß, Akteure, politisches Umfeld und Effekte - anhand von vier Fallbeispielen zu untersuchen: Raumwärme/Klimatisierung, privater Hochwasserschutz, Wintertourismus und Landwirtschaft stehen somit im Fokus. Dabei stehen sowohl die Potentiale privater Anpassung, im Hinblick auf eine Entlastung staatlich finanzierter Anpassung, als auch die Gefahren möglicher Fehlanpassung im Blickpunkt. Daraus werden im Laufe des Projektes Empfehlungen für die politische Steuerung von Anpassungsprozessen erarbeitet, die ein bestmögliches Zusammenwirken von privater und öffentlicher Anpassung ermöglichen sollen.

Private Anpassung

Private Anpassung findet in unterschiedlichen Sektoren und auf individueller Ebene statt. Unternehmen und Haushalte passen sich ebenfalls an den Klimawandel an. Das geschieht sowohl unbewusst als auch bewusst. Bewusste Handlungen sind mit zum Teil beträchtlichen Investitionen verbunden: Skigebiete werden schneesicherer gemacht und erweitert, Landwirte stellen ihre Produktion um, Haushalte und Büros investieren in thermischen Komfort. Diese private Anpassung in Österreich zu untersuchen, zu beurteilen und Vorschläge für ein gutes Zusammenspiel privater und öffentlicher Anpassung zu machen, ist Aufgabe des Projektes PATCH:ES. Die konkreten Fallbeispiele sind: Wintertourimus, Landwirtschaft und thermischer Komfort und Hochwasserschutz für Privathaushalte.

14.11.2016

Die richtigen Maßnahmen können 12 Mio. Kinderleben retten

Luftverschmutzung in Zusammenhang mit Klimawandel schadet der Entwicklung und Gesundheit unserer Kinder. DerStandard berichtet: "Im Jahr 2015 starb alle 35 Sekunden ein Kind durch eine Lungenentzündung. Ungefähr die Hälfte dieser Sterbefälle ist auf Luftverschmutzung zurückzuführen. Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen sind für den Tod von 1,4 Millionen Kindern pro Jahr verantwortlich - mehr als durch alle anderen Kinderkrankheiten zusammen. Richtige Entscheidungen könnten bis zum Jahr 2030 bis zu 12,7 Millionen Kinderleben retten, so die Erkenntnis aus dem kürzlich veröffentlichten UNICEF-Bericht ´One is Too Many: Ending Child Deaths from Pneumonia and Diarrhoea´".

"Wir haben gesehen, dass Luftverschmutzung in Zusammenhang mit Klimawandel der Gesundheit und Entwicklung von Kindern schadet, weil sie dadurch eine Lungenentzündung oder andere Atemwegsinfektionen bekommen können", sagt die stellvertretende UNICEF-Direktorin Fatoumata Ndiaye. Das Kinderhilfswerk der UNO forderte die Politiker bei der derzeit in Marrakesch stattfindenden UN-Klimakonferenz auf, diese Erkenntnis zu berücksichtigen.

DerStandard: Maßnahmen könnten 12,7 Mio Kinderleben retten

 

07.11.2016

Deutschlands Sachsstandsbericht zum Klimawandel wurde veröffentlicht

Der Bericht will die Politik beraten, nicht Politik machen. Bei der Vorstellung des bisher umfangreichsten Werks zum Klimawandel in Deutschland zeigten sich die Autoren einig: "Wenn wir die Folgen des Klimawandels managen wollen, müssen wir unter zwei Grad Erderwärmung bleiben", erklärte Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Center Germany (GERICS). Um das zu erreichen, brauche es "eine konsequente Dekarbonisierung in allen Lebensbereichen“, so die Leiterin des Zentrums, das zum Helmholtz Zentrum Geesthacht gehört. Guy Brasseur vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Leitautor des 4. IPCC-Berichts, des Weltklimarat-Standardwerks, fügte hinzu: "Die Wissenschaft kennt nicht nur die Daten, sondern auch die Risiken der Erderwärmung." 

Brasseur und Jacob sind – zusammen mit der Redakteurin Susanne Schöck-Zöller –  Herausgeber des Kompendiums "Klimawandel in Deutschland", das den Stand der Forschung zu "Entwicklung, Folgen, Risiken und Perspektiven" - so der Untertitel - aufbereitet. Ausgewählt von einem elfköpfigen Editorial Board haben 126 Autoren den 5. IPCC-Bericht auf Deutschland heruntergebrochen. Die grundlegende Erkenntnis des 350 Seiten starken Berichtes: bereits eine globale Erwärmung von 1,5 – 2 Grad wird auch in Deutschland zu Veränderungen in allen Naturräumen, Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen führen. "Ob Tourismus, Gesundheit, oder Infrastruktur", erklärte Jacob "alle sind betroffen. Das bedeutet auch: Wir müssen jeden ansprechen." 

Zur Meldung der Helmholtz-Gemeinschaft

Download des Berichts auf springer.com

 

04.11.2016

Pariser Abkommen tritt heute in Kraft - Marrakesch steht vor der Tür!

Ab Montag wird dort der Fahrplan zur Treibhausgasreduktion verhandelt werden. Bemerkenswert am Pariser Abkommen ist die kurze Zeitspanne, die zwischen den Verhandlungen und dem Inkrafttreten des Vertrages vergangen ist. Dass dies in nur einem Jahr vollzogen wurde, ist ein Meilenstein. Doch nun gilt es, dieses Rahmenwerk mit Leben zu füllen und dass auf der COP 22 in Marokko konkrete Maßnahmen und Details ausverhandelt werden, eine Notwendigkeit die auch der österreichische Umweltminister Andrä Rupprechter deutlich herausstreicht: "Wir haben in Paris die politischen Weichen für den globalen Klimaschutz gestellt. Österreich ist vorne mit dabei und ist einer der ersten Staaten in Europa, die den Vertrag ratifiziert haben. Jetzt geht es ans Umsetzen."

Der ORF berichtete in seinem Magazin ECO über die Auswirkungen des Klimawandels auf Österreich und ließ dabei zahlreiche CCCA-ForscherInnen zu Wort kommen. Sie können den Beitrag noch bis 10. November 2016 in der ORF TVthek nachsehen.

Teilen Sie Ihre Statements zur COP in Marrakesch mit dem CCCA-Netzwerk:

Möchten Sie Ihre Bemerkungen, Anregungen oder Kommentare zur COP in Marrakesch mit dem CCCA-Netzwerk teilen und damit die Debatte unterstützen? Das CCCA bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre Stellungnahmen mit der österreichischen Klimaforschungscommunity zu diskutieren! Bitte senden Sie uns Ihre Statements an stefan.ropac@ccca.ac.at

 

03.11.2016

CMIP5 data provided at the IPCC Data Distribution Centre

Introducing a multi-climate model dataset based on the fifth phase of the Coupled  Model Intercomparison Project (CMIP5). The dataset has been analyzed by the scientific community worldwide and continues to be available for studying climate, its variability and change, and the societal and environmental implications of climate change in terms of impacts, adaptation and vulnerability. The document points to the different experiments for which data have been archived at the IPCC DDC as well as offering links to sources of more information and guidance on accessing the data.

Its primary target audience is the climate change research community, especially those researchers engaged in accessing, interpreting and applying climate and related data and scenarios in studies of climate change vulnerability, impacts and adaptation.

Download the IPCC-Factsheet

 

03.11.2016

greenstart - DIE Chance für grüne Start-Up-Ideen

Den TOP-10 winken 6.000€ Unterstützung und Coachings zur Entwicklung von praxistauglichen Geschäftsmodellen. Sie haben eine Business-Idee, mit der Energie gespart werden kann? Ihre Überlegungen rund um erneuerbare Energien möchten Sie gern in die Praxis umsetzen? Mit Ihrer Vision könnte Landwirtschaft klimaschonender betrieben werden? Oder beschäftigen Sie sich schon länger mit neuen Mobiliätskonzepten?

Dann nehmen Sie jetzt am Wettbewerb greenstart teil!

Auch in diesem Jahr sind wieder kreative Köpfe gefragt, ihre "grünen" Business-Ideen bei greenstart einzureichen: Die Einreichung funktioniert ab sofort, schnell und unkompliziert via Online-Formular auf www.greenstart.at.

Den TOP-10 winken je 6.000 Euro Unterstützung, ein halbes Jahr Workshops und Coachings zur Entwicklung von praxistauglichen Geschäftsmodellen, begleitende Medienarbeit und die Chance auf weitere 15.000 Euro Preisgeld.

Wer die eigene Idee vor der Einreichung noch präziser skizzieren möchte, erhält Unterstützung: Für Start-Ups, die ihre Ideen bei greenstart einreichen möchten, bietet der Klima- und Energiefonds Workshops an. Dort erhalten Sie Informationen zur Ausschreibung und haben die Möglichkeit, Ihre Ideen weiterzuentwickeln sowie ExpertInnen-Feedback für bestehende Konzepte zu erhalten.

Die Termine: Mittwoch 16.11., 17h, Science Park, Graz; Montag 21.11., 17h, FH Technikum, Wien; Mittwoch 23.11., 17h, MCI Innsbruck, Innsbruck.

Alle Infos zur Einreichung und zur Workshop-Anmeldung finden Sie auf www.greenstart.at

 

25.10.2016

CO2-Vorjahresrekord ist heuer Durchschnitt!

Mechler & Schinko (IIASA): Selbst wenn der Klimawandel im Rahmen bleibt, leiden vor allem die ärmeren Länder. Unter einer Rekordkonzentration des gefährlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) werden nach Einschätzung von UNO-Experten noch viele Generationen zu leiden haben. Die 2015 erreichte CO2-Konzentration von 400 ppm in der Erdatmosphäre sei 2016 mehrfach überschritten und inzwischen zum Durchschnittswert für ein gesamtes Jahr geworden. (Quelle: orf.at)

"Selbst wenn der Klimawandel im Rahmen der Beschlüsse (von Paris - Anm. d. Red) bleibt, bringt er vor allem jenen ärmeren Ländern vermehrt Schäden und Risiken, die am wenigsten daran schuld sind. Die Hauptverursacher sagten Unterstützung zu - wie diese aussehen soll, ist aber unklar. Österreichische Forscher schlagen im Fachblatt „Science“ konkrete Maßnahmen gegen Klimarisiken in solchen Ländern vor.

„Zum Beispiel auf Inselstaaten wie Kiribati und Fidschi haben die Menschen schon heute große Probleme und verlangen Kompensationszahlungen für die Schäden durch den Klimawandel“, sagte Reinhard Mechler vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien. Durch den Meeresspiegelanstieg und häufigere Extremereignisse sind sie etwa vermehrt Überflutungen und Wirbelstürmen ausgeliefert. Die großen Treibhausgasemittenten gestehen zwar Probleme ein, sind aber nicht zu Kompensationszahlungen bereit. Einerseits wären riesige Summen fällig, andererseits lösen sie die Probleme nicht wirklich.

Viel größer sei die Bereitschaft, die Anpassung an die nicht vermeidbaren Folgen des Klimawandels zu stärken. Mit seinem Kollegen Thomas Schinko hat Mechler nun Vorschläge und ein Rahmenwerk erarbeitet, wie die genauen Risiken ermittelt und die Verantwortlichkeit der großen Emittenten berücksichtigt werden könnte." berichtet der ORF.

Zur Studie "Identifying the policy space for climate loss and damage" in Science 354 vom 20. Oktober 2016.

 

25.10.2016

Am Weg zur Umsetzung – In Marrakesch muss die Arbeit weiter gehen!

Marrakesch wird zur Arbeitskonferenz und muss wichtige Meilensteine setzen. Nachdem die Ratifizierung des Pariser Abkommens gesichert ist und dieses am 04. November in Kraft treten wird, sollen nun auf der COP 22 in Marrakesch konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Ziele definiert werden. Das Pariser Abkommen sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 2°C (besser wären nur 1,5°C) fest, weswegen Maßnahmen zur Anpassung und Maßnahmen für Risiken "jenseits" der Anpassung von allerhöchstem Stellenwert sind.

Die Marrakesch-Konferenz muss in verschiedenen Bereichen große Ziele verwirklichen:

  • Vermeidung: Klare Regeln zur Umsetzung und ein Vergleich der Vermeidungsziele sind unerlässlich.
  • Anpassung weiterdenken: Die Gelder liegen bereit und können ausgezahlt werden – die Frage bleibt: "Wie kann die Anpassungsfähigkeit mit national und international koordinierten Aktionen weiter forciert werden?"
  • Risiken "jenseits" der Anpassung: Konkrete Vorschläge, besonders für heute schon stark betroffene Regionen und Länder, müssen erarbeitet und umgesetzt werden. Dazu wird der, 2013 aufgesetzte, ´Warsaw Loss & Damage Mechanismus` auf seinen Impact hin evaluiert werden.

Das CCCA steht weiterhin bereit, um wissensbasierte Inputs zur vorliegenden Debatte in Österreich und auch international einzubringen - aus dem CCCA-Vorstand wird Reinhard Mechler (IIASA) vor Ort in Marrakesch vertreten sein.

Folgen Sie Reinhard auf Twitter - @ReinhardMechler – um über die aktuellsten Vorgänge auf der COP informiert zu bleiben!

Möchten Sie Ihre Bemerkungen, Anregungen oder Kommentare zur COP in Marrakesch mit dem CCCA-Netzwerk teilen und damit die Debatte unterstützen? Das CCCA bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre Stellungnahmen mit der österreichischen Klimaforschungscommunity zu teilen! Bitte senden Sie uns Ihre Statements an reinhard.mechler@iiasa.ac.at und/oder an stefan.ropac@ccca.ac.at

 

06.10.2016

Klima-Interviews: Podcasts vom Klimatag 2016 wurden veröffentlicht

Radio Helsinki hat die Interviews für das CCCA am Klimatag 2016 durchgeführt. Sie können sich die Beiträge entweder auf der CCCA-Seite "Klima-Interviews" anhören oder selbst herunterladen, um diese offline verwenden zu können. Sollten Sie Probleme beim Download haben, wenden Sie sich bitte an das CCCA Servicezentrum, wir unterstützen Sie selbstverständlich gerne!

Die Interviews finden sich auch in den CCCA-Statement-Post-Its auf der Startseite der CCCA-Homepage. Dort werden die Interviews und Zitate alle paar Minuten ausgetauscht - lassen Sie sich von den unterschiedlichsten Meinungen zum CCCA und dem Klimawandel überraschen und inspirieren.

Das CCCA bedankt sich bei Hans Stötter (Universität Innsbruck), Elisabeth Worliczek (BOKU), Andrea Gössinger-Wieser (Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark) und Carel Mohn (Projektleiter von klimafakten.de) für Ihre Wortspenden sowie bei Walther Moser von Radio Helsinki für die Aufnahme und Aufbereitung der Interviews!

 

04.10.2016

EU-Parlament ratifizierte das Paris-Abkommen

Der Weltklimavertrag kann somit Anfang November 2016 in Kraft treten. "Mit heutigem Tag haben bereits 72 Staaten - alle großen Industrieländer wie USA und Europa aber ebenso wichtige Schwellenländer wie China und Indien - hinterlegt. Zusammen gerechnet sind diese 72 Staaten für 56,75 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich", sagte Minister Rupprechter gegenüber diepresse.com.

Die Zeit berichtet: "EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) wies darauf hin, dass seit der Konferenz von Paris nicht einmal ein Jahr vergangen sei – der Prozess ging ungewöhnlich schnell. "Zwischen der Verabschiedung und der Unterzeichnung des Kyoto-Abkommens vergingen acht Jahre", sagte er. Das Kyoto-Protokoll ist der Vorläufer des Klimapakts von Paris."

Das Abkommen von Paris stellt einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Aufgabe der Weltklimaerwärmung konzertiert begegnen zu können, dar. Die genauen Aktionen die zu einer Verringerung der Emissionen und zu konkret umweltfreundlicherem Handeln und Wirtschaften führen werden, sollen auf der COP 22 in Marrakesch (07 - 18. November 2016) beschlossen werden.

Patricia Espinosa (Executive Secretary UNFCCC): "While the Paris Agreement gave clear pathways and a final destination in respect to decisive action on climate change, many of the details regarding how to move forward as one global community in that common direction still need to be resolved. With rapid ratification and early entry into force of the agreement increasingly likely, the dialogue and decisions in Marrakech hold immense potential to accelerate and amplify the immediate response to the challenge recognized in the Paris Agreement. COP 22 is therefore incredibly important." (Full Quote Patricia Espinosa)

 

04.10.2016

10 Jahre HISTALP – Climate Services für Wissenschaft und Praxis

lang – qualitätsgeprüft – homogenisiert – mehrdimensional – benutzerfreundlich

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik lädt am 14. Oktober 2016 zur Veranstaltung "10 Jahre HISTALP - Climate Services für Wissenschaft und Praxis" ein.

HISTALP ( http://www.zamg.ac.at/histalp/ ) ist eine Klimadatensammlung aus dem Alpenraum, die durch die Qualitätskriterien lang - qualitätsgeprüft - homogenisiert - mehrdimensional - benutzerfreundlich beschrieben werden kann. Mit HISTALP sind die Resultate eines jahrelangen Arbeitsschwerpunktes der Klimaforschung der ZAMG leicht und ohne Einschränkung für die Allgemeinheit zugänglich.

Nationale und internationale HISTALP Nutzer und Nutzerinnen aus Forschung und Praxis werden über ihre Erfahrungen mit HISTALP berichten.

Wann: 14. Oktober 2016, 09:30 bis 13:00 Uhr

Wo: Vortragssaal der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Hohe Warte 38, 1190 Wien,

Um die Organisation zu erleichtern melden Sie sich bitte bis 11. Oktober 2016 hier an.

Programm: 10 Jahre HISTALP

 

03.10.2016

Globale Kohlendioxid-Werte überschreiten kritische Schwelle!

Die Treibhausgaskonzentration ist damit höher als je zuvor in mehreren Millionen Jahren. "Nicht nur die Durchschnittstemperaturen, auch die globalen CO2-Werte sorgen heuer für Rekorde: Obwohl in diesen Wochen üblicherweise die im Jahresverlauf geringsten Kohlendioxid-Konzentrationen gemessen werden, liegen sie immer noch über 400 ppm. Zum ersten Mal seit dem Beginn systematischer Erhebungen hat das Treibhausgas-Level damit diesen Schwellenwert nicht mehr unterschritten.

Üblicherweise sorgt das Wachstum der Pflanzen in den warmen Monaten der Nordhalbkugel für eine Reduktion der weltweiten CO2-Niveaus. Bisher lag dieses jährliche Minimum seit Aufzeichnungsbeginn stets unter 400 ppm (parts per million). Das hat sich nun geändert: Messungen des Mauna Loa Observatoriums und des Global Greenhouse Gas Reference Networks bestätigten, dass das CO2-Level 2016 dauerhaft über diesem Schwellenwert lag. Klimaforscher bezeichneten diese Zahl bisher als symbolische rote Linie - die somit überschritten wurde.

Neues Zeitalter

Laut Forschern des Mauna Loa Observatoriums liegt der aktuelle Kohlendioxid-Wert bei 400,91 ppm. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden noch 397,31 ppm festgestellt. Vor zehn Jahren waren es 378,61 ppm. Wissenschafter sind sich einig, dass wir damit endgültig in einem Zeitalter leben, in dem die Treibhausgaskonzentration höher sind als je zuvor seit mehreren Millionen Jahren.

Ralph Keeling, Direktor des CO2-Monitoringprogramms an der Scripps Institution of Oceanography, hält es für praktisch ausgeschlossen, dass die Kohlendioxid-Werte in den kommenden Wochen noch unter die 400-ppm-Marke rutschen könnten. "Wahrscheinlich wird er sogar über 401 ppm liegen", befürchtet er (...)." berichtet der Standard am 01. Oktober 2016.

 

13.09.2016

Neue Studie: Graz könnte Roms Klima bekommen

Das geht aus einer Studie hervor, die Wissenschaftler der Unis Graz und Salzburg gemeinsam mit der ZAMG erstellt haben.

Das Forschungsprojekt ÖKS15 hat gestern, gemeinsam mit Umweltlandesrat Anton Lang, die Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz in Graz vorgestellt. Prognostiziert wurde ein deutlicher Anstieg der Hitzetage und -nächte der sich nicht nur auf die Gesundheit der Bevölkerung sondern auch auf die Landwirtschaft und den Wintertourismus auswirken wird, berichtet Heimo Truhetz dem Kurier: "Man sieht ja jetzt schon, dass mehr Rotwein angepflanzt wird." 

Besonders der Wintertourismus wird unter den höheren Temperaturen zu leiden haben, dabei vor allem die Skigebiete in mittleren Höhen, wie z.B.: Schladming und darunter.

Dennoch sei die Steiermark auf die Herausforderungen des Klimawandels gut vorbereitet, so Umweltlandesrat Lang im Gespräch mit dem ORF und verweist dabei beispielhaft auf den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel: "Hier haben wir als Land Steiermark ja schon mit der S-Bahn als Beispiel sehr viel in die Hand genommen. Zuerst sollen wir einmal die Steirer dazu bewegen, das Auto nicht bei jeder Gelegenheit zu benützen, sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und auch hier (sic!) und da das Rad zu nehmen."

Pressereaktionen:

 

12.09.2016

Das Wetter kommt uns immer teurer

Überflutungen, Hagel, Murenabgänge: Kein Sommer vergeht mehr ohne Unwetterschäden in Millionenhöhe. Die Kleine Zeitung berichtet am 12. September 2016 über die steigenden Kosten, die Unwetter in Österreich anrichten können. Daran hat der Klimawandel einen nicht unwesentlichen Anteil: "Nicht nur die Bauern bekamen den Sommer 2016 zu spüren, er hinterließ seine Spuren auch an Häusern, Fahrzeugen und öffentlicher Infrastruktur. Lokale Schwerwetter-Ereignisse, wie es sie prinzipiell immer wieder schon gegeben hat – doch Experten sind sich weitgehend einig: Die derart verursachten Schäden werden zunehmend größer, die Folgen des Wetters immer teurer."

Aus dem CCCA wurden Franz Prettenthaler (JR) und Gottfried Kirchengast (Wegener Center der Universität Graz) befragt und haben Ihre Expertise beigesteuert.

Zum vollständigen Artikel der Kleinen Zeitung

 

12.09.2016

IPCC Sonderbericht "Landsektor"

IPCC Nominierungsaufruf für Scoping Meeting bis 29. September 2016

Der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat die Mitgliedsstaaten eingeladen, Experten für das Scoping Meeting zum Sonderbericht „Landsektor einschließlich Wüstenbildung, Landdegradation, nachhaltigem Land-Management und Ernährungssicherheit“ zu nominieren. Ziel dieses Meetings, das voraussichtlich von 13. bis 19. Februar 2017 stattfinden wird, ist die Erstellung eines Entwurfs für einen Beschluss des Plenums, in dem die Ziele, die inhaltliche Gliederung und der Zeitplan beschrieben werden.

Das CCCA wurde vom BMLFUW ersucht, die Information und Einladung zur Interessensbekundung für Nominierungen zum Scoping Meeting an die CCCA-Community weiterzuleiten!

Alle Details und Unterlagen finden Sie hier.

 

08.09.2016

Unwetter, Muren und Hagelschlag: Vom richtigen Umgang mit dem Klimawandel

Zu diesem Thema wurde am 7. September im Ö1 Journal Panorama diskutiert.

Unwetter, Muren und Hagelschlag - Vom richtigen Umgang mit dem Klimawandel: Im Journal Panorama vom 07. September diskutierten Wolfgang Mazelle (Geschäftsführer des Verbands steirischer Erwerbsbauern), Kurt Weinberger (Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung) und Arthur Kanonier (TU Wien, Fachbereich Bodenpolitik und Bodenmanagement) zum Thema Unwetter und dass Wetterkapriolen aufgrund des Klimawandels in Zukunft noch stärker auftreten werden.

Auf Ö1 gibt es die Sendung noch 7 Tage lang zum Nachhören.
Die Diskussion beginnt ab Minute 25.

 

25.08.2016

Call for Ideas: Vorschläge für Erdbeobachtungs-Preis gesucht

Die Europäische Kommission plant einen Preis für Erdbeobachtung und bittet Sie um Ideen zur Ausschreibung!

Was ist ein Horizon Preis? (Definition der EC)

Horizon Prizes are 'challenge' prizes (also known as 'inducement' prizes) offering a cash reward to whoever can most effectively meet a defined challenge. The aim is to stimulate innovation and come up with solutions to problems that matter to European citizens.

This consultation is a call for ideas on challenges that could be addressed by a potential Horizon Prize in the field of environmental Earth Observation (EO). Inputs received will be used to define a short list of challenges to be considered in the definition of the prize. The ultimate purpose of this prize would be to incentivise innovative solutions based on Earth observation addressing a specific environmental challenge affecting European citizens.

This is not a call for solutions to a specific challenge, but a call for ideas on potential challenges that would be covered by a prize. A short series of questions have been prepared in order to guide you through this consultation but you are also very welcome to provide us with a document with your ideas that you can attach at the end of the survey.

Contributions are expected until 22/09/2016!

Submit your ideas to the European Commission.

 

09.08.2016

Wie Österreich in Zukunft Klimaschutz machen will

Der Standard berichtet kritisch über die aktuelle Onlinekonsultation zur integrierten Energie- und Klimastrategie.

Mit einem "Grünbuch" will die Regierung den Klimaschutz langfristig regeln. Kritiker meinen, das Papier leite keinen Systemwechsel ein.

Weitgehend unbemerkt läuft derzeit ein Onlinekonsultationsprozess, der die langfristige Klimaschutzpolitik Österreichs zum Inhalt hat. Unter einer eigens dafür installierten Internetadresse können Fachleute und interessierte Bürger im "Grünbuch für eine integrierte Energie- und Klimastrategie" schmökern und dann ihre Meinung dazu posten.

Erstellt wurde dieser 106-Seiten-Bericht nicht von heimischen Wirtschaftsforschern, sondern vom deutschen Fraunhofer-Institut zusammen mit dem ebenfalls deutschen Beratungsunternehmen Consentec. Mit der Beauftragung nichtösterreichischer Institute habe man eine neue, frische Sicht auf die Dinge erreichen wollen, heißt es.

Dies ist bedingt gelungen. In der Studie werden einige typische, liebgewordene "Klimahämmer" angeführt, aber keine Vorschläge gemacht, wie man sich dieser klimaschonend entledigen könnte. Stattdessen werden lieber "manipulative Fragen" im Onlinekatalog gestellt, wie ein User empört anmerkt.

Wo Österreich laut Studie ansetzen sollte:

  • Tanktourismus: Der Verkehrssektor ist der größte Verursacher des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in Österreich. Vieles ist dabei auf einen Kraftstoffexport im Tank zurückzuführen, da Österreich im Vergleich zu den Nachbarländern niedrigere Treibstoffpreise hat. Dies bringt zwar über die Mineralölsteuer Mehreinnahmen für das Budget, gleichzeitig kommt es aber zu einer Anrechnung von Emissionen aus Kraftstoffen, "obwohl die Emissionen in anderen Ländern emittiert werden". Ein Poster formulierte dieses Dilemma weniger diplomatisch: Vom Tanktourismus profitiere Österreich vielleicht monetär. Nicht berechnet würden aber die Abnutzung der Infrastruktur, die Kosten für Luftschadstoffe und für Lärmbelästigung. Solche Kosten würden einfach ausgeblendet.
  • Landwirtschaft: Eine weitere "heilige Kuh" wird in der Studie angesprochen: Die Emissionen in der Viehwirtschaft. "Eine Reduktion dieser Emissionen ist aktuell bei einer Beibehaltung der Wirtschaftsstruktur, wenn überhaupt, nur in sehr geringem Maße möglich", heißt es. Eine Minderung wäre am einfachsten durch einen geringeren Fleischkonsum zu erreichen. Davon geht man aber nicht aus. Basierend auf Voruntersuchungen des Umweltbundesamtes, setzt man auf Veränderungen bei der Viehhaltung und Fortschritten bei der Züchtung.
  • Förderalismus: Österreichs Bundesländerwesen steht einer schlagkräftigen Klimaschutzpolitik entgegen. "Eine reibungslose Integration länderspezifischer und bundesstaatlicher Regelungen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Transformation des Energieversorgungssystems". Damit ist gemeint, dass jedes einzelne Bundesland sein eigenes Klimasüppchen kocht. Jedes Bundesland hat andere Ziele formuliert, wie es mehr Klimaschutz erreichen will. So sind die Zeithorizonte verschieden. Außerdem gibt es Unterschiede dabei, wie hoch der Anteil erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch werden soll und wie sich der Stromsektor künftig entwickeln soll.
  • Stromsektor: Österreich war lange Jahre Stromexporteur, und zwar von sauberer Wasserkraft. Da der Energiebedarf aber stärker zunahm als der Stromausbau, importiert Österreich mittlerweile mehr Strom, als exportiert wird. Ironischerweise ist dies gut für die Klimabilanz. Denn die Emissionen aus den Stromimporten werden nach dem Verursacherprinzip angerechnet, fallen also in den Stromerzeugerländern an.
  • Systemwechsel: Experten kritisieren am Grünbuch, dass damit kein Systemwechsel bei der Energiebereitstellung eingeleitet werde. Da laut dem Abkommen von Paris die Industrieländer langfristig auf regenerative Energien umsteigen müssen, müsste be-reits jetzt damit begonnen werden, von fossilen Energien Abschied zu nehmen. Im Grünbuch aber dominiere ein altes Verständnis von Energieversorgung. Viele Industrieländer aber hofften auf "disruptive Technologien" und forschten entsprechend. Das Grünbuch klammere dies komplett aus. (Johanna Ruzicka, 9.8.2016)

Zum Artikel auf derstandard.at.

 

09.08.2016

Kleine Zeitung-Leser nehmen Klimaschutz mehrheitlich "sehr wichtig"!

Eine Online-Umfrage am Welterschöpfungstag zeigt die Bedeutung des Klimaschutzes für die Bevölkerung auf.

Vor ökologischen und ökonomischen Problemen haben Wissenschafter und Umweltschützer am Dienstag anlässlich des sogenannten Welterschöpfungstags gewarnt. Das ist jener Tag, an dem die Menschheit die jährlich zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht hat. Ab diesem Tag, 2014 war es noch der 19. August, lebt die Weltbevölkerung sprichwörtlich auf Kredit auf diesem Planeten.

Für die Berechnungen herangezogen wird der Ökologische Fußabdruck der Menschen. Dieser zeigt, wie viele natürliche Ressourcen von einem Land, einer Stadt, einem Haushalt oder einer Person verbraucht werden.

Anlässlich des Welterschöpfungstages (2016 am 08. August) befragte die Kleine Zeitung ihre Leser wie wichtig Ihnen der Klimaschutz sei: Das erfreuliche Ergebnis - nur 20% der Befragten ist Klimaschutz "egal" - 25% sehen ihn als "wichtig" an; 55% haben ihn gar als "sehr wichtig" eingestuft.

Link zum Umfrage-Ergebnis

Link zum Artikel "Ab nun leben wir auf Pump" (Kleine Zeitung, 08.08.2016)

 

27.07.2016

Grünbuch für eine integrierte Energie- und Klimastrategie - Konsultationsprozess läuft!

Die Kritik der österreichischen Wissenschaft wird auch von den Medien geteilt!

Dieses Grünbuch schafft die Grundlage für eine informierte und faktenbasierte Diskussion über eine integrierte Energie- und Klimastrategie. Es richtet sich an alle, sowohl die interessierte Öffentlichkeit, als auch an ExpertInnen auf allen Ebenen. Das Grünbuch ist der Startschuss für einen umfassenden Beteiligungsprozess. Es beinhaltet einen Fragenkatalog, den alle Interessierten beantworten und somit ihre Meinung einbringen können.

Stellungnahmen sind bis 18. September 2016 online möglich.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Am 16. September hat auch der Standard über den Konsultationsprozess berichtet: Heftiger Streit in Österreichs Klimapolitik

 

21.07.2016

Bundesminister Rupprechter: Ganz Europa für den Klimaschutz

Die Europäische Kommission hat wichtige Elemente zur Umsetzung des Pariser Klimaübereinkommens vorgelegt.

Die Europäische Kommission hat heute, Mittwoch, einen Vorschlag präsentiert, wie die Verringerung der Emissionen auf die EU-Mitgliedstaaten aufgeteilt werden soll. Konkret geht es um die Sektoren außerhalb des Emissionshandels wie Verkehr, Hausheizungen, Gewerbe, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft. Die Verteilung erfolgt vorwiegend auf Basis der Wirtschaftsleistung der einzelnen Mitgliedstaaten, wobei die Ziele im Bereich von 0% bis 40% Reduktion gegenüber 2005 liegen.

Für Österreich ist aufgrund dieser Kriterien ein Reduktionsziel von 36% gegenüber 2005 vorgesehen. „Über den Kommissionsvorschlag wird in den kommenden Monaten im Rat und im Europäischen Parlament beraten. Ich rechne mit einer Beschlussfassung im Laufe des Jahres 2017“, erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter.

Hier finden Sie die vollständige Presseaussendung des BMLFUW vom 20.07.2016.

 

07.07.2016

IPCC Nominierungsaufruf für Scoping Meeting bis 26. Juli 2016

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) hat die Mitgliedsstaaten eingeladen, Experten für das Scoping Meeting zum Sonderbericht "Klimawandel und Ozeane und Kryosphäre" im Oktober 2016 zu nominieren.

Das CCCA wurde vom BMLFUW ersucht, die Information und Einladung zur Interessensbekundung für Nominierungen zum Scoping Meeting an die CCCA-Community weiterzuleiten!

Nähere Informationen zum IPCC Nominierungsaufruf finden Sie hier.

 

07.07.2016

Wanted: EU Offers €3 Million Reward For Air Pollution Solution

The European Commission has offered a €3 million cash reward for an innovative solution that will help reduce air pollution. According to the Commission, around 90 per cent of the population in Europe’s cities is exposed to particulate matter pollution levels that exceed WHO air quality guidelines.

The €3 million will be awarded to the most affordable, sustainable and innovative solution that can reduce the concentration of particulate matter in urban areas around Europe.

Reduced Life Expectancy

Particulate matter is the air pollutant that has the most severe impact on health and originates from  motor vehicles, industrial facilities, residential fire places, wood stoves and activities such as power generation and agricultural burning.

The European Union offers the reward because inhaling particulate matter pollutants can cause asthma, lung cancer, cardiovascular and respiratory diseases, birth defects, and premature death – reducing quality of life for millions of Europeans and putting a strain on national health systems.

Shockingly, average life expectancy in the EU is almost nine months lower due to the exposure to this type of air pollution. Particulate matter can also have problematic effects on climate change and local ecosystems, the European Commission says.

The Challenge

The Horizon Prize is a scheme set up to reward effective solutions to key challenges facing Europeans. As part of the prize, a special ‘materials for clean air’ challenge has already been announced – but you can only apply as from 26 January 2017. In other words, you’ve got plenty of time to get ahead of your competition!

The application period will close one year later, on January 23 2018. Once applications close, entries will be evaluated based on whether you have a working prototype, if you can demonstrate a reduction of particulate matter, sustainability and affordability.

To get information about the challenge, please click here.

 

28.06.2016

AfD-Aussagen zum Klimawandel: „Gesichertes Wissen“ gibt es nicht

Es ist ein Novum: Mit der AfD gibt es erstmals in Deutschland eine relevante politische Kraft, die zentrale Aussagen der Wissenschaft zum Klimawandel in Frage stellt. Wie sehr sich die AfD mit ihren Aussagen zum Klimawandel von den anderen Parteien unterscheidet, zeigt der von der Plattform klimafakten.de veröffentlichte Faktencheck des Grundsatzprogramms der AfD: Während alle anderen Parteien den Sachstand der Klimaforschung zum Ausgangspunkt ihrer politischen Positionen machen – auch das zeigt unser Faktencheck -, ist das Bild bei der AfD ein völlig anderes. Zentrale Aussagen des AfD-Programms stehen in eklatantem Widerspruch zu dem, was unter Wissenschaftlern als Konsens gilt.

Für sich genommen, mag das nicht viel bedeuten. Denn es ist kaum die Umweltpolitik, die Wähler für die AfD stimmen lässt. Hier geben andere Themen den Ausschlag. Und auch unmittelbare politische Folgen sind nicht zu erwarten, solange eine Regierungsbeteiligung der AfD auf Landes- oder Bundeebene nicht in Sicht ist.

Mehr zu diesem und anderen Themen finden Sie im aktuellen Newsletter auf klimafakten.de

 

27.06.2016

Auf der Suche nach Geschäftsideen gegen den Klimawandel

Weltweit größter Wettbewerb für nachhaltige Geschäftsideen ClimateLaunchpad gestartet. ClimateLaunchpad ein Programm der Climate KIC (Hauptinitiative der EU für Klima und Innovation) hievt den europäischen Nachwuchs an grünen Unternehmerinnen und Unternehmern aufs nächste Level: In 30 europäischen Ländern zerbrechen sich Studierende und Jungunternehmen den Kopf, wie mit innovativen, umweltfreundlichen Geschäftsideen dem Klimawandel entgegengewirkt werden kann. Zum zweiten Mal ist auch Österreich bei dem Wettbewerb dabei. Hierzulande gestaltet [sic!] - students' innovation centre die Vorausscheidungen.

Die Ideenschmiede für nachhaltige Projekte und Start-ups an der Universität für Bodenkultur Wien hat allein in Österreich 35 Einreichungen generiert. Die 12 besten werden zu einem zweitägigen Bootcamp eingeladen, bei dem sie unter professioneller Führung erlernen, was für ein Start-up wichtig ist. Zusätzlich werden sie intensiv auf das Finale vorbereitet, welches heuer am 7. Juli im Impact Hub Vienna stattfinden wird. Die drei Gewinner ernten nicht nur attraktive Preise, sondern fahren Anfang Oktober zum europäischen Finale in die Hauptstadt von Estland. Dort winken nochmals Preise im Wert von mehreren tausend Euro und die Aufnahme in das begehrte Accelerator-Programm des Climate-KIC.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel. Informationen zur Veranstaltung, am 7. Juli finden Sie in unserem Kalender.

 

27.06.2016

[E-OBS] Release of version 13.0

ECA&D Project Team hereby announce the release of E-OBS version 13.0 (the European dataset with daily grids of temperature, precipitation and sea level pressure) which covers the period 1950-01-01 until 2015-12-31. New stations are included for the north of Norway, Czech Republic and Portugal. Danish series have been reincluded and updates are added for several other countries.

More details can be found on the page where a brief comparison between E-OBS v13.0 and v12.0 is given: http://cib.knmi.nl/mediawiki/index.php/Compare_E-OBS_v13.0_and_v12.0

Version 13.0 can be found on the same website as before: http://www.ecad.eu/download/ensembles/download.php

Visualizations of daily fields of E-OBS version 13.0 are available at: http://www.ecad.eu/utils/mapserver/eobs_maps_registered.php

 

22.06.2016

HEUREKA: Klimawandel 2015 - die Entscheidung

HEUREKA berichtet über bahnbrechende Erfindungen und Entdeckungen. Es beschreibt, was Wissenschaft für uns im Alltag leisten kann. Es zeigt, wie Wissenschaft funktioniert, wie Wissen produziert wird und wie WissenschaftlerInnen arbeiten.

Das Wissenschaftsmagazin HEUREKA macht Forschung lebensnah, um eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit in Österreich zu bilden.

In der aktuellen FALTER-Ausgabe: "Wildnis. Chance für Europa", vom 28. Mai 2015, findet sich der Beitrag "Klimawandel 2015: die Entscheidung" von Reinhard Mechler ( Deputy Director, Program on “Risk, Policy, Vulnerability”, International Institute for Applied Systems Analysis - IIASA)

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

 

22.06.2016

Neuer CCCA Vorstand gewählt

Das CCCA hat gewählt.

Im Rahmen der 7. Vollversammlung der Vereinsmitglieder des CCCA wurde am 3. Juni 2015 ein neues Vorstandsteam gewählt. Rund um den neu ernannten CCCA-Obmann Wolfgang Schöner (Universität Graz) fand sich eine Führungsmannschaft aus universitären und außeruniversitären VertreterInnen der CCCA Mitgliedsinstitutionen, die dem Gründungsvorstand nach vier erfolgreichen Jahren im Amt nachfolgt.

Wie schon der Gründungsvorstand spiegelt auch der neue CCCA-Vorstand die Vielfalt der im CCCA vertretenen Forschungsdisziplinen wieder.

Der CCCA-Vorstand bis 2017

  • Wolfgang Schöner (Obmann) Uni Graz
  • Angela Michiko Hama (Obmann-Stvin.)  Patenschaft Service Centre, alpS
  • Herbert Formayer (Obmann-Stv.) Patenschaft Datenzentrum, BOKU
  • Helmut Haberl (Obmann-Stv.) APCC, AAU
  • Andreas Richter (Schriftführer) Patenschaft GEschäftsstelle, Uni Wien
  • Elisabeth Rigler (Schriftführer-Stvin.) Patenschaft Datenzentrum, UBA
  • Claudia Kettner (Kassierin) Patenschaft Geschäftsstelle, WIFO
  • Gerhard Wotawa (Kassier-Stv.) Patenschaft Service Centre, ZAMG

    Das CCCA und sein Mitarbeiter-Team möchten sich beim Gründungsvorstand (Hans Stötter, Helga Kromp-Kolb, Michael Staudinger, Karl Steininger, Angela Köppl, Sabine McCallum, Franz Prettenthaler, Josef Hochgerner & Nebojsa Nakicenovic) herzlich für die konstruktive und erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre bedanken! - See more at: www.ccca.ac.at/de/service/news-archiv/news-detail/article/neuer-vorstand/

Das CCCA und sein Mitarbeiter-Team möchten sich beim Gründungsvorstand (Hans Stötter, Helga Kromp-Kolb, Michael Staudinger, Karl Steininger, Angela Köppl, Sabine McCallum, Franz Prettenthaler, Josef Hochgerner & Nebojsa Nakicenovic) herzlich für die konstruktive und erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre bedanken!

 

22.06.2016

Ausschreibung Eduard-Richter-Preis für Forschung im Bereich des Langzeitmonitorings

Der Verein Gletscher und Klima fördert die wissenschaftliche Forschung im Gebirge in den Fachrichtungen Hydrologie, Biologie, Glaziologie, Meteorologie und Geophysik einschließlich aller verwandten Gebiete. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird ein Preis für eine in den Jahren 2013 oder 2014 an einer österreichischen Forschungsstätte erfolgte hervorragende Abschlussarbeit oder wissenschaftliche Veröffentlichung ausgeschrieben.

Ausschreibung und nähere Informationen finden Sie hier.

 

20.06.2016

Z_GIS & the UNEP Report on Loss and Damage: The Role of Ecosystem Services

In a joint project with UNEP and a number of other institutions the University of Salzburg and its Department for Geoinformatics – Z_GIS  contributed to a new UNEP report on ‘Loss and Damage: The Role of Ecosystem Services‘. The report was launched earlier this month at the second session of the UN Environment Assembly (UNEA) in Nairobi and aims to enhance understanding of climatic stressor effects on ecosystems and possible correlations and implications for societal losses and damages. 

Link to the report: http://uneplive.unep.org/media/docs/assessments/loss_and_damage.pdf 

For additional information please see

http://climate-l.iisd.org/news/unep-report-addresses-loss-and-damage-and-the-role-of-ecosystem-services/

 

17.06.2016

Ö-KryoNet – erster Vernetzungsworkshop hat in Salzburg stattgefunden

Die österreichische Kryosphärenforschungscommunity traf sich zu einem Austausch über internationale Netzwerke. Am 15. Juni 2016 fand der erste Workshop des CCCA Vernetzungsprojektes „Ö-KryoNet“ statt. Hierzu trafen sich in Salzburg 13 österreichische KryosphärenforscherInnen von acht Forschungsinstitutionen sowie ein Vertreter der Salzburger Landesadministration. Ziel dieses ersten Treffens war es die von den einzelnen Einrichtungen betreuten internationalen Initiativen GCOS, GTN-G, GTN-P, GLIMS, RGI, GCW und LTER gegenseitig vorzustellen sowie dahingehende Synergien, aber auch mögliche Lücken, zu detektieren und diskutieren.

 

Als erstes konkretes Resultat des Vernetzungstreffens wurde die Zusammenführung aller vorgestellten Initiativen im CCCA Datenzentrum beschlossen, um die vorhandenen Daten und Informationen einer breiteren Forschungscommunity in Österreich vorzustellen. Hierbei sollen keinesfalls zusätzliche Redundanzen aufgebaut, sondern vielmehr die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der Daten für verschiedene NutzerInnengruppen zusätzlich unterstützt werden.

Sollten Sie Interesse an der Mitarbeit in diesem offenen Vernetzungsprojekt haben, wenden Sie sich bitte an Annett Bartsch (ZAMG) – annett.bartsch@zamg.ac.at .

 

17.06.2016

Umweltrechtsforum – Klimaschutzrecht zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Spannende neue Perspektiven und Ansätze eröffneten sich den zahlreich beteiligten Rechts-, Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaftlern. Das heurige Umweltrechtsforum an der Universität Graz stand im Zeichen des Spannungsfeldes „Klimaschutzrecht zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Über 100 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich nahmen an der von der Universität Graz, dem Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel, der ÖAW und dem CCCA organisierten Veranstaltung teil. Ziel der Veranstaltung war es, dieses Thema erstmals aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zu betrachten.  Zudem konnte das Forum Daniel Ramos, Legal Officer der World Trade Organisation, als Keynote Speaker begrüßen.

Anhand von Beispielen von nationaler sowie internationaler Ebene wurde die Aktualität aber auch die Problematik des Themas Klimaschutzgesetzgebung und Rechtsprechung plakativ veranschaulicht. Die wichtige nachhaltige Vernetzung der Rechts- mit Natur- und Sozialwissenschaften zu diesem Thema sowie die interdisziplinäre Diversität der TeilnehmerInnen, unterstreichen die Bedeutung des Umweltrechts und stellen einen konkreten Auftrag an das CCCA dar, diese Veranstaltung als Startpunkt für einen Ausbau der Kooperationen zwischen den genannten Disziplinen zu fördern.

Als erstes Ergebnis dieser neuen Kooperation wird ein Tagungsband mit Beiträgen der Vortragenden erstellt.

 

13.06.2016

"Jeder Unternehmer hat eine Wetterwette laufen"

Franz Prettenthaler im Interview mit Alois Pumhösel. Auch die Wirtschaft muss mit dem Klimawandel rechnen. Franz Prettenthaler, Leiter des Zentrums für Klima, Energie und Gesellschaft bei Joanneum Research in Graz, über die Anpassung an neue Risiken.

Lesen Sie das gesamte Interview auf derstandard.at

 

06.062016

Workshop! Die österreichische Wissenschaft im IPCC AR6

Am Freitag, 1. Juli 2016 fand der vom CCCA und der ÖAW gemeinsam organisierte Workshop "Die österreichische Wissenschaft im IPCC AR6" statt, bei der sich Interessierte über das IPCC, seine Struktur und Arbeitsweise sowie die Arbeitsschritte und Aufgaben im 6. Berichtszyklus informieren und austauschen konnten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

31.05.2016

SENTINEL Satellitendaten nun kostenfrei abrufbar

Ab heute sind die Erdbeobachtungs-Daten der Sentinel-Satelliten in Österreich öffentlich und kostenlos unter www.sentinel.zamg.ac.at zugänglich. Die vier Sentinels der Europäischen Weltraumagentur ESA, die bislang in die Erdumlaufbahn geschickt wurden, liefern rund um die Uhr Daten über die Erdoberfläche, die Meere und die Atmosphäre. Diese werden von zahlreichen österreichischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen genutzt. Mit dem Online-Portal "Sentinel National Mirror Austria" steht nun ein Hochgeschwindigkeits-Zugang für die Datenströme zur Verfügung.

Das Projekt ist eine Kooperation von Infrastrukturministerium (bmvit), Wissenschaftsministerium (BMWFW) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Weitere Informationen zum Downloadportal finden Sie auf der Homepage der ZAMG.

 

30.05.2016

Kürzen, kürzen, kürzen!

KlimaforscherInnen haben gemeinsam mit der DOSSIER-Redaktion einen Tag lang an der perfekten Presseaussendung gefeilt.

Weniger ist oft mehr. Das trifft auch auf Presseaussendungen zu wissenschaftlichen Themen zu. Dabei neigen wissenschaftliche AutorInnen oft zu langen und verschachtelten Satzkonstruktionen, die mehr Verwirrung stiften als Klarheit schaffen - deswegen widmete sich gleich der erste Schreibtipp "Kürzen, kürzen, kürzen!" diesem Phänomen.

"The writer (...) must constantly ask: what am I trying to say? Surprisingly often they don´t know." (William Zinsser in "On Writing Well")

Zwischen dem wissenschaftlichen Schreibstil und einem Stil der von Journalisten und Medien gerne aufgenommen wird, herrschen gravierende Unterschiede und ForscherInnen sind oft nur im wissenschaftlichen Schreiben geübt. Deswegen haben Florian Skrabal und Georg Eckelsberger (DOSSIER) die medienwirksame Kommunikation von Forschungsprojekten analysiert und die besten Tipps und Tricks speziell für ForscherInnen aufbereitet.

Wie lange darf eine Presseaussendung sein um noch gelesen zu werden? Mit welchen Inhalten erringe ich die Aufmerksamkeit der Presse? Wann kontaktiere ich einen Journalisten am besten?

Diese und weitere Fragen wurden am 25.05.16 im Rahmen der CCCA-Schreibwerkstatt an der BOKU für die neunzehn teilnehmenden ForscherInnen beantwortet. Für alle KollegInnen gab es individuelle Hinweise und Anregungen zu Ihren persönlichen Texten, die im praktischen Teil der Schreibwerkstatt auch gleich angewendet wurden.

Die Köpfe rauchten und die Tastaturen waren am Glühen - nach einem intensiven Tag des Schreibtrainings kehrten die TeilnehmerInnen und die Trainer erschöpft, aber mit vielen wertvollen Informationen ausgestattet, zu Ihrer Forschung zurück.

 

24.05.2016

Bis 4. Juni! ClimateLaunchpad. Der weltgrößte CleanTech Geschäftsideen-Wettbewerb

[sic!] – students‘ innovation centre, die neugegründete Ideen- und Umsetzungsplattform für nachhaltige Projekte und Start-ups an der Universität für Bodenkultur Wien, organisiert die nationale Vorrunde des ClimateLaunchpad 2016, der weltweit größten Cleantech Business Idea Competition.

Möchten Sie Ihre innovative Idee weiterentwickeln oder arbeiten Sie bereits an einem konkreten Geschäftsmodell? Setzen Sie dabei umweltrelevante Schwerpunkte und liefern Lösungsansätze zur Klimaproblematik? Werden Sie Teil des ClimateLaunchpad 2016, dem europaweiten Wettbewerb für grüne Geschäftsideen.

Egal, ob umweltfreundliche Mobilität, erneuerbare Energieträger oder nachhaltige Lebensmittelproduktion, wichtig ist der positive Impact Ihrer Idee auf den Klimaschutz. Es ist die einmalige Gelegenheit, professionelles Coaching, finanzielle Unterstützung und das notwendige Know-how für die erfolgreiche Umsetzung Ihrer Idee zu erhalten. Dabei knüpfen Sie auch noch wichtige Kontakte zu InvestorInnen, ExpertInnen und potenziellen KundInnen und präsentieren Ihr Anliegen einem breiten Publikum.

Reichen Sie Ihre Ideen bis zum 4. Juni 2016 ein: www.climatelaunchpad.org/application-form

Nähere Informationen im Flyer oder auf www.sic-vienna.at

 

18.05.2016

KlimARS2016 - Videodokumentation wurde veröffentlicht

Wissenschaftlich ist erwiesen: Der Klimawandel findet statt; seine Auswirkungen in allen Weltregionen nehmen weiter zu; die Menschheit verstärkt den Klimawandel durch ihr Verhalten dennoch immer weiter.

Der Wettbewerb KlimARS 2016 suchte künstlerische Positionen dazu. Die Fragen an die Künstlerinnen und Künstler waren: Spielt der Klimawandel in Ihren Arbeiten eine Rolle? Wie würden Sie den Klimawandel in Ihrem Medium ausdrücken?

Kunst kann helfen, wissenschaftliche Fakten einem breiteren Publikum zu vermitteln, auch mit dem Ziel das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen.

Der Wettbewerb richtete sich an Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren Positionen den Klimawandel, seine Auswirkungen, oder den Umgang mit ihm in eine neue Sprache übersetzten und dadurch die mit ihm verbundene Dynamik erfahrbar machen wollen.

Eckdaten:
Der im November 2015 veröffentlichen Ausschreibung folgten bis zum Einreichschluss (im Februar 2016) 99 künstlerische Einreichungen. Eine Jury aus den Bereichen Klimaforschung, bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik und Kulturjournalismus wählte daraus 20 Werke aus, die in einer Festveranstaltung am 7. April im Haus für Musik und Musiktheater (MUMUTH) der Kunstuni Graz der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Hier geht es zum Film (by www.vedia.at)

 

17.05.2016

Toleranzgespräche: "Klimawandel trifft vor allem die Armen"

Bei den Toleranzgesprächen in Fresach nahmen auch die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und der ehemalige deutsche Bundesumweltminister Klaus Töpfer teil.

Beide sagen, Klimawandel sei auch Auslöser für Kriege und Flucht, er treffe die Schwächsten. Nicht wirtschaftlicher Wohlstand, sondern Lebensqualität müsse zum Maßstab werden, meinte Töpfer. Gleiches sagte auch Klimaforscherin Kromp-Kolb. Es sei aber ein Irrglaube, dass durch den Umstieg auf erneuerbare Energien alle Probleme zu lösen seien. Über kurz oder lang müsse man weniger konsumieren, so Kromp-Kolb: "Mein Szenarium schaut so aus, dass wir mit wesentlich weniger materiellen Gütern auskommen, dass wir weniger Zeit in die Produktion und Gelderwerb stecken müssen, sondern viel mehr Zeit für einander haben. Ich glaube, das ist keine Illusion."

Den vollständigen Artikel des ORF Kärnten können Sie hier nachlesen.

 

17.05.2016

Climate Footnotes - Grazer KlimaforscherInnen starten einen neuen Klima-Blog

Das FWF-Doktoratskolleg Climate Change bloggt ab sofort regelmäßig zu den brennenden Themen rund um den Klimawandel.

Unter climatefootnotes.com können Sie dem Blog folgen und die interessanten Beiträge kommentieren und diskutieren. Der Blog richtet sich an KollegInnen aus dem In- und Ausland und ist deshalb in englischer Sprache verfasst.

Das Selbstverständnis und Ziel des Blogs haben die AutorInnen so definiert: "Climate Footnotes is a blog designed and run by students of the Doctoral Programme Climate Change - Uncertainties, Thresholds and Coping Strategies of the University of Graz. The blog aims at being a platform for an interdisciplinary group of climate change researchers to share insights from their research, reflect on current research and developments in regards to climate change, and to provide early stage researchers a platform to engage with a broader public."

 

10.05.2016

ERA4CS Joint Call extended until 30 June 2016!

ERA4CS Joint Call on Researching and Advancing Climate Services Development by Advanced co-development with users (topic A). For each project, a Lead Project Investigator is appointed. Each project Partner appoints a scientific and technical representative for his/her team (the Principal Investigator - PI -). The Lead Project Investigator will create the pre-proposal in the submission platform and add the project Partners. Once that is done, Partners will receive an invitation mail to connect to the platform. They will be able to check the information provided by the Lead Project Investigator and modify their administrative and financial data if necessary.

For more information, please take a look here or at www.jpi-climate.eu.

 

28.04.2016

Radio Helsinki: Zum 17. Klimatag 2016 in Graz

Wir Menschen haben den Planeten seit zweihundert Jahren verändert, wie kein anderes Lebewesen zuvor. Das haben wir geschafft mit viel und billiger Energie! Die Wirtschaft wird vor allem durch Erdöl befeuert. Was die Wissenschaft zum Klimawandel sagt, das Land Steiermark zum Klimaschutz beiträgt und die Zukunft bringen kann.

Der Befund: "Die zwischen 1950 und 2010 verbrauchten fossilen Brennstoffe entsprachen 50 bis 150 Millionen Jahren gespeicherten Sonnenscheins". Circa 80% des globalen Energiebedarfs werden durch Erdöl, Kohle und Erdgas gedeckt. Zwischen 1750 und 2006 hat sich er CO2 Ausstoß der Menschheit um das 2700fache vergrößert, von drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr auf 8200 Millionen Tonnen pro Jahr. (J.R. McNeill und Peter Engelke). Beim Klimagipfel der Vereinten Nationen in Paris wurde verhandelt, bis 2060 müssen alle CO2 Emissionen gestoppt werden! Sonst steigen die Temperatur und die Weltmeere: Inselstaaten und Küstenzonen würden im Meer versinken.

Die Netzwerke: Immerhin 97% der Klimaforscher sind sich beim Klimawandel einig, dass er menschgemacht ist und nur über das Beenden von CO2 Emissionen zu stoppen. Wie ist diese Forderung umzusetzen sind - damit beschäftigen sich Organisationen aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Drei können wir hier vorstellen: Die Klimaschutzkoordination des Landes Steiermark, das Klimaforschungsnetzwerk CCCA und das JPI-Climate Programm.

Auf der Seite von cultural boradcasting archive können die Sendung angehört werden.

 

18.04.2016

Klimahauptstadt Graz – Drei Tage im Einsatz für eine nachhaltige Zukunft

Von 06. bis 08. April versammelten sich mehr als 300 WissenschaftlerInnen, MultiplikatorInnen, Personen aus der Verwaltung und am Thema interessierte Österreicherinnen und Österreicher erstmalig in Graz, um beim 17. Österreichischen Klimatag über die Herausforderungen des Klimawandels zu diskutieren und wissenschaftliche Fortschritte zu besprechen.

Der erste Tag widmete sich der Vernetzung der Forscherinnen und Forscher und fand heuer zum ersten Mal statt - nicht die Präsentation wissenschaftlicher Fakten stand dabei im Fokus, sondern die Disziplinen übergreifende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen, Ansätzen und fachlichen Zugängen. Rund 80 renommierte und NachwuchswissenschaftlerInnen nutzten diese Chance zum Netzwerken und Ideenaustausch. Neben Open Space Tischen und Diskussionsgruppen fanden besonders die Workshops zu Klimawandel und Kommunikation große Beachtung - in einer Radiodokumentation konnten die TeilnehmerInnen die Dos und Don'ts erfolgreicher Kommunikation live vor Ort ausprobieren. Im Anschluss haben Rektor Kainz der TU Graz und Herbert Formayer vom CCCA die Gäste am Klimatag-'Icebreaker' begrüßt und damit einen atmosphärischen Vernetzungsabend eingeleitet.

Die folgenden Tage widmeten sich traditionellerweise der Präsentation der neuesten Forschungsergebnisse des letzten Jahres. Nach der feierlichen Eröffnung durch den Hausherren Peter Scherrer (Vizerektor Uni Graz), Ingmar Höbarth (Klima- und Energiefonds), Helmut Hojesky (BMLFUW), Andrea Gössinger-Wieser (Land Steiermark) und Wolfgang Schöner (Obmann CCCA), fanden mehr als 50 SprecherInnen ein breites Publikum am RESOWI Zentrum der Karl-Franzens-Universität Graz, um Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diskutieren. Ausgezeichnet mit dem CCCA-Nachwuchspreis wurde Thomas Schinko (IIASA) für seinen Beitrag zum Thema "Developing a methodological framework for operationalizing Iterative Climate Risk Management based on insights from the case of Austria."

Einen neuen Zugang zum Themenkomplex Klimawandel lieferte der "KlimARS 2016-Kunstwettbewerb", der 99 KünstlerInnen zur Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Klimaänderung motivierte. Aus den vielen Einreichungen, die die Aktualität und die gesellschaftliche Bedeutung des Themas erkennen lassen, wählte eine hochkarätig besetzte Jury 20 Werke aus, die im Rahmen der Abendveranstaltung des Klimatags im MUMUTH der Kunstuniversität Graz präsentiert wurden. Dieser Abend führte zu einer sehr spannenden Annäherung zweier, nur scheinbar sehr unterschiedlicher, Welten.

Seit einigen Jahren erhält auch der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft mehr Raum innerhalb des Klimatags. In diesem Sinne wurde ein MultiplikatorInnen-Workshop zum Thema "Kommunikation für den Klimaschutz" organisiert. Auf Einladung des Landes Steiermark konzentrierten sich Kommunikatorinnen und Kommunikatoren intensiv auf die Formulierung von Botschaften und die interessantesten Kanäle für deren Verbreitung. Weiters wurden zwei Schulklassen eingeladen, sich mit ForscherInnen über ihre Fragen und Anliegen auszutauschen. Jetzt, in der entscheidenden Phase nach dem Pariser Abkommen und wenn wir tatsächlich einen Beitrag zum Erreichen der Pariser Ziele leisten wollen, ist die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft von besonderer Bedeutung für die heimische Wissenschaftscommunity. Die rhetorische Frage der hochkarätig besetzen Podiumsdiskussion "Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?" verdeutlichte die Dringlichkeit dieses Themas. Am heurigen Klimatag war man sich dabei einig, dass es unseren vollen Einsatz wie auch unterstützende Forschungsergebnisse braucht, um die Transformation hin zu einer post-fossilen, nachhaltigen Gesellschaft zu schaffen!

Kurz & Knapp

Neben seiner Kernaufgabe als wissenschaftliche Konferenz, kommt es im Zuge des Österreichischen Klimatags verstärkt zu einem Austausch zwischen Forschung, Politik und Öffentlichkeit.

Der 17. Österreichische Klimatag fand von 6.-8. April 2016 erstmals in Graz statt.

Veranstalter: Climate Change Centre Austria CCCA

Mitveranstalter: KF Universität Graz, TU Graz, Joanneum Research, Universität für Bodenkultur, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Bundesforschungszentrum für Wald, Umweltbundesamt, Alpen-Adria Universität Klagenfurt

Fördergeber und Sponsoren: Land Steiermark, Klima- und Energiefonds

Kooperationspartner: Kinderbüro Steiermark

Alle Informationen finden Sie auch hier

 

05.04.2016

Jugend mangelt es an Infos über Klimawandel

Im Rahmen des Österreichischen Klimatags wurden die Ergebnisse des Projekts "autreach" vorgestellt.

Trockene Vorträge gehen gar nicht: Wer Jugendliche für den Klimaschutz begeistern will, muss kreativ sein und andere Formate wählen. ForscherInnen der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien untersuchten, wie Informationen zum Klimawandel und über klimafreundliches Verhalten bei jungen Menschen ankommen.

Junge Menschen von heute werden von den Auswirkungen des Klimawandels am stärksten betroffen sein. Fragt man österreichische Jugendliche jedoch nach den für sie interessanten Themen, dann rangieren „Liebe, Freundschaft“ an oberster Stelle. Auch „Musik“, „Ausbildung und Beruf“ werden noch als interessanter angesehen als das Thema „Umweltschutz“.

Den gesamten Bericht des ORF können Sie hier nachlesen.

 

04.04.2016

Strenger Ruf nach mehr Klimaschutz

"Nichts passiert", sagt Erhard Busek, Vizekanzler a. D. und Präsident des Senats der Wirtschaft resigniert.

"Alles wird von der Flüchtlingsfrage überlagert." Busek und andere Vertreter des Senats der Wirtschaft spielen auf die Lähmung der österreichischen Regierung in Sachen Klimaschutz an. Bekanntlich hat Österreich nach den Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens vom Dezember 2015 seinen Teil dabei zu tun, dass der Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert auf deutlich unter zwei Grad Celsius beschränkt wird. Dieses Pariser Ziel erfordert, dass Industrieländer binnen 25 Jahren auf fossile Energien weitgehend verzichten.

Rasche Maßnahmen

Für Österreich bedeutet dies, dass rasche und weitreichende Maßnahmen gesetzt werden müssen. Im Gegensatz zu anderen Staaten - Beispiel Dänemark, Norwegen, aber auch China oder die USA - ist Österreich noch nicht auf einen Pfad eingeschwenkt, mit dem sich die Treibhausgas-Emissionen minimieren lassen. Derzeit sind die Emissionen bei Kohlendioxid in Österreich etwa fünfmal so hoch wie mit dem Zwei-Grad-Ziel vereinbar. Zwischen 1990 und 2013, also über 23 Jahre hinweg, sind die Emissionen fast auf gleicher Höhe geblieben.

"Wir müssen deutlicher sagen, was alles auf dem Spiel steht", meint der ehemalige Minister Caspar Einem. Die Aufgabe der Regierung sei jetzt, dass Energieperspektiven bis 2050 wenigstens einmal formuliert werden. "Der Prozess (der Treibhausgasreduktion, Anm.) ist in Österreich noch immer nicht aufgesetzt", erläutert Karl Steininger vom Grazer Wegener Center.

"Wenn der CO2-Ausstoß auf dem aktuellen Niveau bleibt, führt dies zu einem Temperaturanstieg von bis zu sechs Grad, mit tiefgreifenden Schäden in Österreich in der Höhe von mehreren Milliarden jährlich."

Lesen Sie auf standard.at den gesamten Artikel.

 

22.03.2016

Matching Plattform für ERA4CS Partner nun online

The ERA-NET Consortium “European Research Area for Climate Services”, so-called ERA4CS, has been designed to boost the development of efficient Climate Services in Europe, by supporting research for developing better tools, methods and standards on how to produce, transfer, communicate and use reliable climate information to cope with current and future climate variability.

Within the European Research Area (ERA), the ERA4CS Consortium is aiming to boost, research for Climate Services (CS), including climate adaptation, mitigation and disaster risk management, allowing regions, cities and key economic sectors to develop opportunities and strengthen Europe’s leadership.

CS are seen by our consortium as driven by user demands to provide knowledge to face impacts of climate variability and change, as well as guidance both to researchers and decision‐makers in policy and business. We will focus on the development of a “climate information translation” layer bridging “user communities” and “climate science system”. It implies the development of tools, methods, standards and quality control for reliable, qualified and tailored information required by the various field actors for smart decisions.

ERA4CS will boost the JPI Climate initiative by mobilizing more deeply, within EU Member States and Associated Countries, by involving both the research performing organizations (RPOs) and the research funding organizations (RFOs), the distinct national climate services and the various disciplines of academia, including Humanities and Social Sciences.

First activities start in 2016 with the launch of a large scale Joint Transnational Call for research proposals with cash and institutional funding from at least 16 countries and co-fund support of the European Commission (under Grant Agreement reference 690462).

Finally, ERA4CS additional activities will initiate a strong partnership between JPI Climate and others key European and international initiatives (as Copernicus, KIC-Climate, JPIs, WMO/GFCS, Future Earth, Belmont Forum…) in order to work towards a common vision and a multiyear implementation strategy, including better co-alignment of national programs and activities up to 2020 and beyond.

Log In the Research Matching System

 

16.03.2016

Klimawandel in bewegten Bildern

Aktuelle Studien zeigen, dass selbst durch einen vollständigen Stopp des Ausstoßes von Treibhausgasen eine weitere Temperaturerhöhung unvermeidbar ist. Deshalb werden in den letzten Jahren notwendige Schritte zur Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels diskutiert. Die zentrale Frage dabei lautet: wie können wir unterschiedliche Bereiche ausrichten, dass sie auch unter geänderten Klimabedingungen zukunftsfähig sind? Anpassungsaktivitäten können jedoch keineswegs Klimaschutzbemühungen ersetzen! Für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft sind sowohl Klimaschutzaktivitäten als auch Anpassungsmaßnahmen notwendig.

Klimawandel 2050 in Österreich. Was steht uns bevor?

Klimawandel im Jahr 2050. Gut angepasst?

Die beiden Videos wurden vom Umweltbundesamt mit Finanzierung vom Klima- und Energiefonds erstellt.

 

24.02.2016

H2020: Konsultation zum nächsten Arbeitsprogramm der SC5

Mit der Überarbeitung der strategischen Forschungsagenda sollen Leitlinien für die Arbeit von 2016-2025 angepasst werden.

Die Europäische Kommission hat eine Stakeholder Konsultation zum nächsten und letzten Arbeitsprogramm der Gesellschaftlichen Herausforderung 5 in Horizon2020 geöffnet. Die Inhalte des Arbeitsprogramms sollen von 2018 bis 2020 gelten. Das Budget für diesen Zeitraum beträgt ca. 1 Mrd. Euro. Weitere Informationen unter: https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en/climate-action-environment-resource-efficiency-and-raw-materials-work-programme-2018-2020. Die Konsultation ist bis 8. April 2016 geöffnet, 5 Kernfragen sollen beantwortet werden: https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/sites/horizon2020/files

Nehmen Sie an dieser Konsultation teil! Nutzen Sie die Chance, Ihre Forschungsthemen im letzten Arbeitsprogramm im Bereich Klima, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe in Horizon2020 zu verankern.

JPI Climate: Konsultation zur Überarbeitung der strategischen Forschungsagenda

JPI Climate ist eine europäische, transnationale Initiative, die klimarelevante Forschung koordiniert und fördert. Basierend auf aktuellen politischen Entwicklungen, insbesondere dem Abkommen von COP 21 in Paris im Dezember 2015, überarbeitet JPI Climate ihre strategische Forschungsagenda. Damit soll der Beitrag der Initiative zu den COP 21-Klimazielen maximiert werden. JPI Climate hat eine Konsultation gestartet um die Ideen der wissenschaftlichen Community als auch einer breiteren Öffentlichkeit aufzunehmen. Darin wird Interessierten die Möglichkeit gegeben, den Agenda-Entwurf zu kommentieren und zur künftigen Ausrichtung der Initiative beizutragen.

Die Konsultation in Form eines Online-Fragebogens ist bis zum 1. April 2016 geöffnet.

Mit der Überarbeitung der strategischen Forschungsagenda sollen die wichtigsten Leitlinien für die Arbeit von 2016 bis 2025 angepasst werden.

JPI Climate Online-Konsultation: https://www.surveymonkey.com/r/JPIClimateUpdateSRAConsultation

Entwurf überarbeitete strategische JPI Climate-Forschungsagenda: http://www.jpi-climate.eu/publications/documents/10868396/JPI-Climate-SRA-ver1-0-FINAL

Nationale Kontaktstelle für Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe (SC5)
Europäische und Internationale Programme (EIP)
FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
http://www.ffg.at/

Dr. Michalis Tzatzanis
michalis.tzatzanis@ffg.at
Tel: 05/7755-4405

 

23.02.2016

Science Plan Kommentierungsprozess

Die Entwicklung eines Science Plan zur Klimaforschung in Österreich geht in eine neue Runde!

Die breite thematische Verankerung des CCCA – von der »klassischen« naturwissenschaftlichen Klimaforschung bis zur sozioökonomischen und geisteswissenschaftlichen Erforschung von Ursachen und Folgen des Klimawandels – bildet die Grundlage, um einen fächerübergreifenden, nationalen Science Plan zur Klimaforschung zu entwickeln. Ausgangspunkt dazu war das vom damaligen BMWF finanzierte Projekt “Strategische Entwicklung des Climate Change Centre Austria; Organisation von CCCA Strategieworkshops zur Entwicklung eines Science Plans für die österreichische Klimaforschung und einer Strategie zur gemeinsamen Aus- und Weiterbildung“.

Die Entwicklung des Science Plan wurde unter Einbeziehung des Forschungsbedarfs, der im Österreichische Sachstandsbericht Klimawandel 2014 (AAR14) identifiziert wurde, fortgesetzt.

In der aktuellen Phase der Erstellung des Science Plan (Stand Dezember 2015) liegt ein erster Entwurf des Dokuments vor, welcher auch Motivation, Ziele und Selbstverständnis des Science Plan darstellt. Dieses wird nun einem öffentlichen Kommentierungsprozess unterzogen. Alle an der Thematik interessierten Personen sind dazu eingeladen, diese erste Entwurfsversion zu kommentieren. Informationen zum Kommentierungsprozess finden Sie hier.

 

12.02.2016

Fact Sheet Nr. 16: Naturgefahren im Bergraum

Das neueste CCCA Fact Sheet steht zum Download bereit!

In den letzten 500 Jahren ist die Bevölkerung in den Alpen von 3,1 Mio. (1500) auf 13,9 Mio. (2000) gestiegen. Im Bergraum Österreichs verzeichnen vor allem Tourismuszentren und urbane Regionen einen deutlichen Zuwachs. Die damit verbundene Steigerung der Schadensdisposition in den Siedlungsgebieten wird von einer deutlichen Steigerung der Bedeutung der Transport- und Transitinfrastruktureinrichtungen und deren Schadensanfälligkeit begleitet.

Sie finden das Factsheet unter: http://www.ccca.ac.at/de/klimawissen/fact-sheets/

 

26.01.2016

Einladung zum CCCA Vernetzungsabend ("round table") in Wien

Am 17. Februar 2016, um 17.00 lädt das Servicezentrum alle CCCA Mitglieder herzlich zu einem informellen Vernetzungsabend ('round table') in Wien ein. Im Lokal mittendrin (Währingerstraße 19, 1090 Wien) können sich die TeilnehmerInnen in gemütlicher Atmosphäre kennen lernen und erhalten Informationen über aktuelle Fördermöglichkeiten von unseren Gästen von FFG, ÖAW und KLIEN. Anschließend können sich Freiwillige der Herausforderung stellen, beim Powerpoint-Karaoke mitzumachen. Details zur Veranstaltung und zum Ablauf des PowerPoint-Karaoke finden sie hier oder in unserem Kalender. Um auch internationalen KollegInnen die Teilnahme zu ermöglichen, bemühen wir uns, den Abend (nach Bedarf) weitgehend in Englisch abzuhalten. Daher ist auch die Einladung in Englisch verfasst. Die Teilnahme an dem Event ist kostenlos, melden Sie sich bitte bis 12. Februar unter servicezentrum@ccca.ac.at an. Wir bitten Sie, die Einladung auch in Ihrer Institution zu verbreiten.

Wir würden uns freuen, Sie persönlich bei unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen. 

Die Einladung finden Sie hier.

 

28.12.2015

Langzeitmonitoring von Permafrost und periglazialen Prozessen und ihre Bedeutung für die Prävention von Naturgefahren: Mögliche Strategien für Österreich

Rund 2,5% der Fläche Österreichs weist ganzjährig gefrorenen Untergrund mit einer oberflächlichen saisonalen Auftauschicht auf. Weitere zumindest 1,5% der Landesfläche sind tiefgründigem saisonalem Bodenfrost mit vergleichbarer Verwitterungswirkung ausgesetzt (Periglazialgebiete). 23 Schigebiete, 31 Speicherseen und 42 alpine Schutzhütten sind direkt oder indirekt von Permafrost und Permafrost bedingten Prozessen beeinflusst, d.h. die Stabilität und die Sicherheit von Infrastruktur - Dämme, Seilbahnstützen, Häuser - kann bei klimawandelbedingter Erwärmung und dadurch bewirkten Veränderungen im Untergrund gefährdet sein. Auch wirken sich Veränderungen im Permafrost wesentlich auf die Hydrologie aus. Die ökologische sowie wirtschaftliche Bedeutung der Entwicklung der Permafrost-beeinflussten Flächen liegt somit auf der Hand.

Dementsprechend befassen sich auch verschiedene Interessensgruppen mit diesen Themen, und führen auch systematische Messungen oder Beobachtungen durch, wie beispielsweise verschiedene österreichische Universitäten. Es fehlt jedoch ein österreichweites, koordiniertes und institutionalisiertes Messnetz zur Überwachung dieser Phänomene sowie ein langfristig ausgelegtes Monitoringkonzept. Auf Basis der Analyse der derzeitigen Situation wird in Absprache mit den Interessentengruppen empfohlen, neben dem praktisch flächendeckend möglichen kinematischen Monitoring von Permafrostgebieten mittels Fernerkundung, die Anzahl von Standorten mit direkter und halbdirekter Messung zu erhöhen. Zu erfassen wären insbesondere Bohrlochtemperaturen, oberflächennahe Bodentemperaturen, Geoelektrik sowie Kinematik (Blockgletscher).

Tirol, der Bezirk Zell am See, sowie das südöstliche Vorarlberg haben diesbezüglich den höchsten Bedarf. Um eine ähnliche Repräsentativität wie in der Schweiz zu erreichen, ist eine Mindestinvestition von ca.1,5 Mio. € erforderlich (ohne jährliche Folgekosten), wobei Synergien mit bestehenden Standorten anderer Messnetze sowie Schutzhütten und Schilifte genutzt werden sollten. Potentielle Geldgeber für ein institutionalisiertes Permafrost-Periglazialmessnetz könnten - gleich der Schweiz - eine Kombination von Partnern aus der Wirtschaft und Forschung (öffentliche Hand) sein.

Hier finden Sie Endbericht und Strategiepapier.

 

11.12.2015

CCCA Round Table – Infoabend, Vernetzungstreffen & Powerpoint-Karaoke

Trotz des Trubels der Adventzeit fanden sich zahlreiche ForscherInnen am 09.12. in Graz zusammen, um die Vernetzung der KlimaforscherInnen in Graz zu fördern. Das CCCA Servicezentrum informierte die Anwesenden über die neuen Fördermittel des CCCA, die im Rahmen der ersten Ausschreibung von CCCA-Vernetzungsprojekten ausgelobt wurden.

Die Ausschreibung ist noch bis zum 08.01.2016 geöffnet! Detaillierte Informationen finden Sie unter: http://www.ccca.ac.at/de/ccca-aktivitaeten/vernetzungsprojekte/

Anschließend fand die zweite Runde CCCA-Powerpoint-Karaoke statt. WissenschaftlerInnen der unterschiedlichen Disziplinen durften, unter den „strengen“ Augen der jeweiligen Fachexperten Ihre Improvisationskünste unter Beweis stellen. Die Vorstellung unbekannter Folien aus fremden Fachgebieten in englischer Sprache forderte die TeilnehmerInnen heraus. Dennoch gelang es den Vortragenden mit Hirn und Witz das anspruchsvolle Publikum für sich zu gewinnen.

Das CCCA-Servicezentrum freut sich über das rege Interesse und wird, auf vielfachen Wunsch, eine Neuauflage des Karaoke-Abends im nächsten Semester veranstalten! 

 

02.12.2015

Global Sit Down - Initiative anlässlich der COP21 in Paris

Der 30.11. ist der erste Tage der Klimakonferenz (COP21) in Paris. Forscher, Lektoren und Studenten auf der ganzen Welt haben sich deshalb an diesem Tag um 5 vor 12 (lokale Zeit) vor ihr Universitätsgebäude gesetzt.

Die Botschaft dieser Initiative lautet: „Wir haben unsere Arbeit getan, die Beweislage für den Klimawandel ist klar. An unsere gewählten Vertreter: Nutzt die Gelegenheit, ihr seid jetzt an der Reihe! Trefft die richtigen Entscheidungen! Entscheidet euch für eine Erderwärmung unter 2 Grad Celsius und alles, was dafür nötig ist. Wir haben bereits gezeigt, dass dies möglich ist.“

Die Initiative hat weltweit an folgenden Orten stattgefunden: Fiji, Melbourne (Aus.), Wuhan, Nanjing, (China), Singapur, New Delhi, Calcutta, (Indien), Nairobi (Kenia) Stellenbosch (SA), Gabarone (Botsw), Berlin, Kleve, Giessen (D), Graz, Wien, (A) Lund, Stockholm. Linköping, (Swe), Utrecht, Wageningen, Delft, (NL), Valencia, Roma, Florence, Parma, (IT), Basel (CH); Leuven (B); Lisbon (P), Hull, Keele, (UK) Sao Paulo (Br) Caracas (Ven.), Toronto (Can.), Philadelphia, Arizona (USA) Bogota (Col.), San Jose, Santa Teresa (CR), Calgary (Can).

 

27.11.2015

Invitation to CCCA round table

On December 9th at 6pm the CCCA Servicecentre offers its members an opportunity to connect in an informal atmosphere at our round table in Graz. Taking place at Luigis´ Galileo (Lessingstraße 25, 8010 Graz), this time we´re teaming up with Uni Graz´ Doctoral Programme "Climate Change - Uncertainties, Thresholds and Coping Strategies" round table and are extending the program with information about diverse CCCA opportunities.

So what´s going to happen?

  • CCCA Update: Information and Q&A around CCCAs´ Young Scientists Program, our Call for Networking Projects (max. 10.000€ p.a. for each project) and the Austrian Climate Days on April 6th to 8th, 2016 in Graz.
  • ...and finally: Powerpoint Karaoke Volunteers get the chance to do something unexpected: presenting slides they haven´t prepared and that are not even related to their own field of research.

What are your benefits of partaking?

  • We know it´s fun!
  • You can train your English presentation skills in an informal and relaxed atmosphere amongst several other scientists.
  • You´re going to learn a lot about how your slides are perceived by other climate scientists and to what degree they can be reproduced accurately.
  • You´re getting feedback about your presentation skills and slides.
  • Networking with other scientists in the CCCA network.

You can find more information here.

 

24.11.2015

Vernetzungsprojekte im CCCA

Im Rahmen der Hochschulraumstrukturmittel (HRSM) eröffnet das Climate Change Centre Austria (CCCA) mit 27.11.2015 eine Ausschreibung über 30.000€ für Vernetzungsaktivitäten im Bereich der Klima- und Klimafolgenforschung.

Die maximale Fördersumme pro Einreichung beträgt 10.000€. Erfolgreiche Einreichungen müssen bis zum 8.1.2015 über die CCCA Homepage eingelangt sein, die Ziele des CCCA unterstützen, inter- beziehungsweise transdisziplinär ausgerichtet sein, sowie ForscherInnen aus mindestens drei CCCA Mitgliedsorganisationen integrativ beteiligen.

Auch Organisationen die nicht Mitglied sind, können in Vernetzungsprojekten teilnehmen. Eine internationale Anbindung der Projekte ist von Vorteil. Nähere Details finden Sie unter http://www.ccca.ac.at/de/ccca-aktivitaeten/vernetzungsprojekte/.

 

24.11.2015

Appell der österreichischen KlimaforscherInnen an die Delegationen der Weltklimakonferenz

Der November 2015 hat in Österreich, wie viele andere Monate der letzten Jahre, zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen. Weltweit gesehen dürfte 2015 das Jahr 2014 als wärmstes Jahr der Messgeschichte übertreffen. Auch das Klimaphänomen "El Nino" steuert in wahrscheinlich bisher noch nie beobachteter Stärke auf einen Höhepunkt zu und sorgt in vielen Regionen der Erde für extreme Wetterkapriolen.

Diese Tatsachen sind für die im Climate Change Centre Austria (CCCA) vernetzten österreichischen Klimaforscherinnen und Klimaforscher nur einige Beispiele für die Auswirkungen des Klimawandels. Sie appellieren daher an die Delegationen der bevorstehenden Weltklimakonferenz in Paris, im Sinne einer verantwortungsbewussten und vorausschauenden Klimapolitik neue Maßnahmen gegen den Klimawandel zu beschließen:

Appell der österreichischen KlimaforscherInnen an die Delegationen der Weltklimakonferenz

Schaffen wir im wahrscheinlich wärmsten Jahr seit Beginn der Messungen die globale Trendwende?

Die internationale Gemeinschaft der Klimaforschung weist seit Jahren darauf hin, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen steigenden Treibhausgaskonzentrationen und dem global beobachteten Temperaturanstieg gibt. Die aktuellsten Forschungsergebnisse1 zeigen zudem, dass bei unverändertem, gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Handeln ein weiterer Temperaturanstieg zu erwarten ist und Folgen wie Dürren sich intensivieren werden oder das Risiko von Überflutungen steigt.

Mit dem "Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel 2014 (AAR142 )" und der Studie "Die Kosten des Nichthandelns (COIN3)" haben die KlimaforscherInnen Österreichs ein Zeichen gesetzt und einen gemeinsamen Faktencheck erarbeitet. Dieser zeigt, dass Österreich längst vom Klimawandel betroffen ist. Österreich hat sich in den letzten 100 Jahren mit rund 2°C doppelt so stark erwärmt wie der globale Durchschnitt; und die Folgen dieser Veränderungen sind heute schon in unserer Lebensrealität sichtbar und spürbar. Symbolhaft dafür sind etwa die Gletscher Österreichs, die seit 1980 deutlich an Fläche und Volumen verloren haben. Die Kosten des Klimawandels belaufen sich bereits heute auf jährlich rund 1 Mrd. Euro. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts werden diese Kosten auf jährlich ca. 5 Mrd. Euro - also das Ausmaß der Steuerreform 2016 - steigen, wenn wir unsere heutigen Systeme und Verhaltensmuster beibehalten. COIN zeigt zudem, dass der weitere Anstieg an heißen Tagen vor allem ältere und kranke Menschen in Städten treffen wird und die Anzahl an Hitzetoten sich vervielfachen könnte. Und sollte, wie neueste Studien zeigen, der Klimawandel den Konflikt in Syrien durch eine außergewöhnliche Dürre mitverursacht haben, lässt das auch die Flüchtlingsproblematik in einem völlig neuen Licht erscheinen. Vor allem da Österreich durch den globalisierten Güterhandel nochmals die Hälfte seiner CO2 Emissionen im Ausland verursacht.

Wolfgang Schöner, Obmann des Klimaforschungsnetzwerks Österreichs (CCCA): "In der österreichischen Klimaforschungs-Community herrscht Konsens, dass wir uns mitten in einem vom Menschen beeinflussten Klima befinden, und dass die Konsequenzen des Nichthandels für die Erde sehr einschneidend sein werden. Es muss jetzt dringend gehandelt werden, die Zeit läuft uns davon."

Wer aber muss bis wann wie viel tun, und vor allem: Wer zahlt dafür?

Das sind die zentralen Fragen, die die Delegierten der 196 Vertragspartner der UN-Klimarahmenkonvention auf der COP21 ab 30. November diskutieren werden. Seit dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls konnte sich die Staatengemeinschaft stets nur unverbindlich einigen, dass der Anstieg der globalen Temperatur unter 2°C gehalten werden soll. Die 2°-Grenze soll die mit der Erwärmung einhergehenden Risiken für die Gesellschaft nicht unkontrollierbar werden lassen. Unter Berücksichtigung der bereits getätigten Emissionen und einer Fortschreibung der derzeit beobachteten Emissionstrends wird die 2°-Grenze um das Jahr 2040 erreicht. Um einen allmählichen Übergang von unserer heutigen, auf fossilen Brennstoffen beruhenden Wirtschaft, zu einer auf Energieeffizienz und erneuerbarer Energie aufgebauten zu ermöglichen, müssen die globalen Treibhausgasemissionen ab spätestens 2020 abnehmen. Mitte des Jahrhunderts müssen sie in den Industriestaaten praktisch auf Null abgesunken sein, will man den Entwicklungsländern, im Sinne eines historischen Ausgleichs, noch einen kleinen Spielraum geben. Die Trendumkehr kann nur in einem gemeinsamen Kraftakt der Industriestaaten, Schwellen- und Entwicklungsländer erreicht werden. Aus Sicht der Wissenschaft bedarf es eines globalen, ausgewogenen, ambitionierten und rechtsverbindlichen internationalen Vertrags zwischen den Staaten, aufbauend auf den Erfahrungen des Kyoto-Protokolls, doch mit strengeren Kontrollsystemen. Dieser Vertrag sollte konkrete Maßnahmen für Klimaschutz als auch für die Klimawandelanpassung umfassen.

Was auf der Weltklimakonferenz in Paris geschehen muss

Die EU Ziele definieren für 2050 ein Minus der Emissionen von 80% (bezogen auf 1990). Um diese zu erreichen, müsste Österreich seinen Energiebedarf halbieren - etwa durch Einsparungspotentiale im Bausektor, dem Verkehr und der Produktion - und den Rest durch erneuerbare Energieträger bereitstellen. Die bisher in Österreich umgesetzten Maßnahmen werden zur Erreichung dieser Ziele nicht ausreichen. Auch hinsichtlich der finanziellen Zusagen für den UN Klimafonds hat Österreich großes Nachholpotential. Länder, wie die oft als Klimasünder bezeichneten USA4, Deutschland, Schweden oder sogar Spanien, zahlen pro Kopf wesentlich mehr ein, als Österreich bisher zugesagt hat.

Ohne adäquate Finanzmittel muss bezweifelt werden, dass ein globaler Vertrag erfolgreich implementiert wird und das Ergebnis der Verhandlungen in Paris ein weiterer zahnloser Tiger bleiben wird.

Das Klimaforschungsnetzwerk Österreichs (CCCA) appelliert daher an alle Delegationen, besonders jedoch an die österreichische, die historische Chance der Konferenz in Paris wahrzunehmen, und als Vorreiter Maßnahmen gegen den Klimawandel in der Legislative zu konkretisieren. Die Politik muss dem Klimawandel ab sofort entschlossen entgegentreten!

Für die österreichischen Klimaforscherinnen und Klimaforscher & den Vorstand des Climate Change Centre Austria (www.ccca.ac.at): Wolfgang Schöner, Obmann des Climate Change Centre Austria (CCCA) 

Der Verein Climate Change Centre Austria (CCCA) ist der Zusammenschluss aller in Österreich relevanten Institutionen aus dem Bereich Klimaforschung. Das Ziel ist, einen nachhaltigen Klimadialog zu fördern. Das CCCA dient als Anlaufstelle für Forschung, Politik, Medien und Öffentlichkeit für alle Fragen der Klimaforschung in Österreich.

 

Fußnoten

1) Quelle IPCC, http://www.ipcc.ch

2) Quelle APCC, http://www.ccca.ac.at/de/apcc/

3) Quelle COIN, http://coin.ccca.ac.at

4) Vgl.: http://www.greenclimate.fund/contributions/pledge-tracker

Siehe auch Presseaussendungen des CCCA

Download Pressetext (doc)

Download Pressetext (pdf)

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151124_OTS0145/

Kontakte für Medien-Rückfragen

Vorstand Climate Change Centre Austria (CCCA)

Wolfgang Schöner, Universität Graz, +43-316-380-8295

Herbert Formayer, Universität für Bodenkultur Wien, +43-1-47654-5615

Gerhard Wotawa, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, +43-1-36026-2002

Angela Michiko-Hama, alpS, Innsbruck, +43-512-392929-22

Matthias Themeßl, CCCA Servicezentrum, +43-664-88546067, servicezentrum@ccca.ac.at

 

06.11.2015

„From Science to Business“ – Die wirtschaftlichen Potentiale konkreter wissenschaftlicher Ergebnisse

Kreative Ideen aus der Forschung waren die Grundlage für zwei Tage intensiven Arbeitens am 03. und 04. November in Salzburg. Elf Teilnehmer aus sieben CCCA-Mitgliedsinstitutionen fanden sich ein, um gemeinsam mit dem Start-Up Experten Harald Jenull (unternehmerTUM der TU München) an der Umsetzung wissenschaftlicher Ideen in die praktische Anwendung zu arbeiten. Neu entdeckte Verfahren aus dem Bereich der Biologie wurden ebenso vorgestellt, wie innovative Methoden der Fernerkundung oder neuartige Dienstleistungsangebote für die Forschungscommunity. Einige der TeilnehmerInnen konnten schon mit der Vorführung ihrer ersten Prototypen großes Interesse wecken! (Mehr darf an dieser Stelle auf Grund einer Geheimhaltungserklärung nicht verraten werden.) Besonderes Interesse weckten die Erläuterungen zum idealen Zeitpunkt der Einreichung eines Patentantrages.

Thematisch drehten sich die beiden Tage vor allem um die Schärfung der Kundenprofile der jeweiligen Produkte. An wen richtet sich das Angebot? Wer ist die/der relevante EntscheidungsträgerIn? Wie spreche ich diese Person richtig an und welches sind die zielführenden Argumente? Diese Überlegungen können auch der Optimierung von Projektanträgen zuträglich sein und bieten somit einen Mehrwert auch für die wissenschaftliche Arbeit.

Mit diesen und vielen weiteren Fragestellungen wurde der potentielle Markt für die jeweiligen Ideen abgeschätzt. Aber nicht nur die Kundenseite stand im Fokus - auch bei der Schärfung und Definition der Eigenschaften des Produkts selbst rauchten die Köpfe im Akkord. Es wurden verschiedenste Ansätze besprochen, Patente angedacht - verworfen - und wieder neu kreiert - kurz: Die Atmosphäre war geprägt von Unternehmungsgeist und tatkräftiger Energie.

Nach den zwei Tagen traten alle TeilnehmerInnen erschöpft, aber voller Motivation die Heimreise an. Die Zukunft wird weisen, wohin der Weg sie und Ihre Ideen noch führen wird.

Die Unterlagen zum Workshop sind in unserem Forum zu finden.

Stimmen zum Workshop:

"Der CCCA-Workshop „From Science to Business - Identifizierung von Märkten für Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Ideen“ war in jeder Hinsicht bereichernd: Harald Jenull, Verantwortlicher für den Bereich Technologietransfer im  UnternehmerTUM Zentrum für Innovation und Gründung an der Technischen Universität München, ist ein exzellenter Vortragender. In inspirierenden Impulsreferaten und interaktiven Workshop-Settings vermittelte er uns einfach anzuwendende Methoden für die Vermarktung von Forschungsergebnissen. Ich bin überzeugt, dass wir bei konsequenter Anwendung dieser Methoden leere Kilometer einsparen und verfügbare Ressourcen wirkungsvoller einsetzen können. Neben vielen neuen Anregungen nehme ich auch einige neue Kontakte aus der „Klima-Community“ mit. Herzlichen Dank Matthias Themeßl und Stefan Ropac vom CCCA für die tolle Organisation!" Natalie Glas (UBA).

"Der zweitägige Workshop bot neben spannendem fachlichem Input auch Zeit für praktisches Arbeiten in kleinen interdisziplinären Teams. Aufgrund der ganzheitlichen Herangehensweise an die Geschäftsmodellentwicklung wurde das Thema Nachhaltigkeit gut integriert. Inspirierend fand ich die Präsentation der UnternehmerTUM München, einem Gründungszentrum mit umfassendem Angebot von der Idee bis zur Bereitstellung von Venture Capital. Ein Good-Practice-Beispiel für die BOKU!" Michael Ambros (Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit, BOKU).

 

05.11.2015

"New Horizons for European and Global land monitoring - Copernicus products and services ready to use" 

On 19th and 20th October 2015, the  "New Horizons for European and Global land monitoring - Copernicus products and services ready to use" took place in Copenhagen, Denmark. The conference marked the final stage of GMES/Copernicus initial operations of the land monitoring service (GIO land), and the move into the Copernicus operational phase. The conference aimed at public sector as well as private users and service providers of land monitoring information. 

Organised by the European Environment Agency, with support from the European Commission’s Joint Research Centre and DG GROW, the focus was on sharing the achievements, challenges and lessons learnt from the initial operations phase, but also on looking forward to the Copernicus operational land services. The event covered the whole range of products and services, from the local, to pan-European and global components. It also covered the in situ data component, essential to process satellite observations into valuable land information. In addition, "New Horizons for European and Global land monitoring - Copernicus products and services ready to use" focused on user engagement and explore priorities for future land monitoring services.

For more information, please visit: http://land.copernicus.eu/event

 

02.11.2015

Klima im Blick

Douglas Maraun ist neuer Leiter der Forschungsgruppe ReLoClim am Wegener Center für Klima und Globalen Wandel

Regionales Klima besser verstehen und seine Entwicklung im Zuge des Klimawandels beobachten beziehungsweise prognostizieren: Mit diesem Gebiet beschäftigt sich die Forschungsgruppe ReLoClim (Regional and Local Climate Modeling and Analysis Research Group) am Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Uni Graz. Die WissenschafterInnen verwenden dabei sowohl Modellrechnungen als auch statistische Methoden, die Messdaten der vergangenen Jahrzehnte miteinbeziehen.

Wie diese beiden Herangehensweisen noch besser miteinander vernetzt werden können, war unter anderem Diskussionsgegenstand eines Workshops, der am 7. und 8. September 2015 an der Karl-Franzens-Universität stattfand. International höchst anerkannte Klima-ForscherInnen kamen für den Workshop nach Graz, dessen Organisation mit Ass.-Prof. Dr. Douglas Maraun gleich ein Neuzugang am Wegener Center über hatte. Maraun ist seit Anfang September 2015 als Nachfolger von Ass.-Prof. Dr. Andreas Gobiet neuer ReLoClim-Leiter. Ein Thema des Workshops war auch die Zusammenarbeit in sogenannten „Flagship pilot studies“: „Das sind Untersuchungen ausgewählter Regionen – wie zum Beispiel der Steiermark – mit modernsten Modellen, anhand derer hochaktuelle Klimafragen untersucht werden“, erklärt Maraun, bisher Juniorprofessor in Kiel, Deutschland. Kommende Woche reist Maraun nach Brasilien, um bei einer internationalen Tagung des Weltklimarats über regionale Klimaforschung zu diskutieren.

Auch der Leiter des Wegener Center, Univ.-Prof. Dr. Gottfried Kirchengast, zeigt sich hoch zufrieden mit der neuen Besetzung: „Wir freuen uns, dass mit Douglas Maraun einer der herausragenden jungen europäischen Kollegen im Feld Regionale Klimamodellierung und Klimaanalyse sich für Graz entschieden hat und unser Team am Wegener Center verstärkt. Ein weiterer guter Schritt für unsere internationale Positionierung.“ Die Forschungen der Regional and Local Climate Modeling and Analysis Research Group sind primär im Forschungsschwerpunkt „Umwelt und Globaler Wandel" sowie für Bereiche der Klimamodellierung im Forschungsschwerpunkt "Modelle und Simulation", verankert.

Weitere Informationen zur Forschungsgruppe ReLoClim

 

28.10.2015

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!?" - Das war das 3. Steirische Klimaforum 

Dieses Dilemma, welches Goethe seinen Dr. Faust erkennen lässt, gilt heute auch für unsere Gesellschaft wenn es darum geht wie sie subjektiv die Bereitschaft der Politik zu Klima- und Umweltschutz bewertet. Und dabei ist die öffentliche Meinung hier öfters auch ungerecht, wie Prof. Peter Filzmaier, einer der bekanntesten Politologen und Strategieanalysten Österreichs, beim 3. Steirischen Klimaforum zum Thema „Klima(schutz)politik global und in Österreich – große Ziele oder nur heiße Luft“ den mehr als 50 Zuhörern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft mit Zahlen belegen konnte. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark in Kooperation mit dem Climate Change Centre Austria (CCCA).

Doch gerade eine informierte Öffentlichkeit sei ein Schlüssel, um dem allgegenwärtigen und manchmal möglicherweise schon gefühlt überdrüssigem Thema Klimawandel zu begegnen. Dass es sich beim menschlich verursachten Klimawandel nicht um eine Glaubensfrage, sondern ein Faktum handelt präsentierte Prof. Gottfried Kirchengast vom Wegener Center der Universität Graz und zeigte dabei auch, dass die Steiermark schon heute besonders vulnerabel hinsichtlich einer Temperaturerhöhung reagiert. Generell hat sich Österreich seit dem Beginn der Beobachtungen doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt. Ein globales 2 Grad Ziel – also eine Erwärmung um +2°C im Vergleich zu einem vorindustriellem Niveau - welches von vielen PolitikerInnen immer wieder propagiert wird, setzt jedoch, so Kirchengast, weltweit massiv gesteigerte Klimaschutzmaßnahmen und damit einhergehende Treibhausgasminderungen voraus.

Doch wie kann die Politik solche einschneidenden Klimaschutz-Ziele  überhaupt transportieren und damit auch noch Wahlerfolge erzielen?  

Obwohl das Thema Klimawandel 2014 in der öffentlichen Meinung auf Rang drei der weltweiten Probleme gesehen wurde und damit noch vor dem Thema Terrorismus lag, haben es Umweltthemen in der Politik schwer. Prof. Filzmaier erklärt dieses kommunikative Problem durch den Einfluss mehrerer Faktoren. Einerseits ist sich die österreichische Politik selten so einig wie beim Klimawandel, kaum jemand streitet ihn ab, andererseits gilt die Regel „Viel Feind, viel Ehr“ auch im politischen Diskurs, woraus im Umkehrschluss folgt, dass ohne Gegner ein Thema auch nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhält. Zusätzlich schätzen sich viele Menschen als sowieso „eher umweltbewusst“ ein. Selbst Botschaften wie eine sich aufblähende Atmosphäre sind nicht dramatisch genug um die Bevölkerung aufzurütteln. Zu dramatische Botschaften können gar zu einer unerwünschten Reaktion führen. Angst führt zu Verweigerung, woraus folgt, dass die Kommunikation über Klimawandel besonders sorgfältig durchdacht gehört.

Das Transformationsfenster ist offen, aber man benötigt ein rasches Handeln!

Nach dem naturwissenschaftlichen Wissensstand besteht noch eine Chance das vielzitierte 2°C-Ziel zu erreichen, doch dieses Fenster ist nur mehr einen Spalt breit offen. Diese Chance muss genutzt werden! Das Thema als Chance – auch kommunikativ - zu erkennen könnte den PolitikerInnen Zuspruch bei den gut 40% der Menschen bringen, denen das Thema als „eher wichtig“ erscheint – eine nicht gerade vernachlässigbare Wählergruppe. Österreich könnte durch seine Vorreiterrolle im Umwelt- und Naturschutz ein Vorbild für andere sein und durch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung auch wirtschaftlich von den ökonomischen, politischen und sozialen Transformationen der nächsten Jahre und Jahrzehnte profitieren.

Des Pudels´ Kern: Wenn Wirtschaft und Politik die Chancen erkennen und überlegt kommunizieren, muss das Thema Klimawandel nicht unattraktiv bleiben, sondern kann, geschickt eingesetzt, auch helfen Wahlen zu gewinnen. Damit wäre also nicht nur einer politischen Partei geholfen, sondern der gesamten Gesellschaft.

 

12.10.2015

"Doctoral Programme Climate Change: Uncertainties, Thresholds and Coping Strategies"

The Winter School on Climate Change Thresholds aims at reaching a better understanding of climate-change related thresholds in environmental, social, economic, and political systems and at imparting knowledge and methods of climate change thresholds to interested PhD students. For this purpose, several approaches for identifying and characterizing critical thresholds (climate thresholds, self-organized criticality, early warning signals) are introduced by experts and then explored together with the students as to their applicability in different fields of climate change research. Hands-on exercises will guarantee that the students benefit most from the lectures. The applicability of the presented methods in the research fields of the participants will be evaluated in the group.

 

07.10.2015

UN Sustainable Development Summit and related events

IIASA, in collaboration with the Sustainable Development Solutions Network (SDSN) will be involved in a series of important events in and around the United Nations Summit on Sustainable Development Goals. In September 2015, the United Nations will convene to adopt the Sustainable Development Goals (SDGs), which were designed as the follow-on to the Millennium Development Goals which concluded in 2015.

IIASA researchers are working on wide-ranging research to support the SDG process, both in advance of and after the development of the goals, for example The World in 2050 project, and the Nexus Solutions for Sustainability project, both launched earlier this year. IIASA Director General and CEO Professor Dr. Pavel Kabat serves on the SDSN Leadership Council. He and IIASA leaders including Deputy Director General Nebojsa Nakicenovic and Special Adviser Chin Min Lee will participate in a number of meetings related to the SDGs surrounding the Sustainable Development Summit.

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07.10.2015

UN General Assembly: Austrian president announces nomination of IIASA Deputy Director General for IPCC chair

On Sunday at the plenary session of the United Nations General Assembly, the Federal President of Austria, Heinz Fischer announced Austria's nomination of IIASA Deputy Director General Nebojsa Nakicenovic as the next chair of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) and called on other countries to support this nomination.

Speaking about the importance of our collective effort towards tackling climate change at the Seventieth Session of the United Nations General Assembly in New York on 27 September 2015, President Fischer said: "I would like to mention the invaluable contribution of the IPCC, the Intergovernmental Panel on Climate Change, to providing scientific data and analysis. In October it will elect a new bureau. I am pleased to announce that Austria has nominated Professor Nakicenovic, the internationally renowned and respected scientist as chair of the IPCC, and hope that you will be able to support this excellent candidate."

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23.09.2015

Dürreperioden im Alpenraum nehmen zu

Die Studie beschäftigte sich mit den Folgen des Klimawandels in den Alpen. Der Sommer hat Teilen Mittel- und Südeuropas heißes Wetter beschert.

Wien - Vor allem die Sommermonate könnten in den kommenden Jahrzehnten im gesamten Alpenraum deutlich mehr Dürreperioden bringen.

Das ist eines der Ergebnisse einer Studie der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), die die möglichen Auswirkungen des Klimawandels im erweiterten Alpenraum - von Ostfrankreich bis Westungarn sowie Süddeutschland bis Norditalien - untersuchte.

Der Sommer 2015 hat Teilen Mittel- und Südeuropas ungewöhnlich heißes und trockenes Wetter beschert. Im Gebiet von Oberösterreich über Niederösterreich und Wien bis zum Nordburgenland war es sogar der trockenste Sommer seit dem Jahr 1911. Die Vegetation stand in einem Trockenstress, wie er sonst nur im südlichen Mittelmeerraum zu beobachten ist.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

 

06.08.2015

Aufbau des CCCA Datenzentrums an der ZAMG

Das CCCA Datenzentrum ist seit Anfang 2015 die dritte operative Einheit des Climate Change Centre Austria (CCCA) neben dem CCCA Servicezentrum und der CCCA Geschäftsstelle.

Der Aufbau des CCCA Datenzentrums an der ZAMG hat zum Ziel, verteilte Informationen und Daten der österreichischen Klimaforschungsgemeinschaft gebündelt zur Verfügung zu stellen. Dafür wird eine webbasierte Infrastruktur eingerichtet, die eine transparente Datenarchivierung und Datensuche ermöglicht. Der Datenzugriff von Klimaforschungs- und Projektdaten wird über ein Portal erlaubt.

Für die Gewährleistung der Infrastruktur wurden bereits zum Jahresübergang Hardware Komponenten wie Serversysteme, als Linux-Cluster angeschafft. Zusätzlich steht die Anbindung zum Vienna Scientific Cluster (VSC) für Datenspeicher, Rechenkapazität und Backupsystem unter momentaner Fertigstellung.

Die Funktionalitäten des CCCA Datenzentrum werden auf den Grundlagen des Datenmanagements beruhen, welche langfristige Nachnutzbarkeit durch die Abbildung des gesamten Lebenszyklus (lifecycle) von integrierten Informationen anbieten. Das ist eine Voraussetzung um nicht nur eine Archivierungsfunktion bereitzustellen, sondern diese Informationen strukturiert abzubilden, so dass diese im Sinne einer ‚digital library‘ dem Anwender sinnvoll und langlebig zur Verfügung stehen.

Diese Strukturierung erfordern i) eine systematische Erfassung von Metadaten, ii) ein Identifier Management mit der Vergabe von Persistent Identifier (PID/DOI), iii) interoperable Datenzugänge sowie iv) Regelungen zur Weiterverwendung der Daten unter Einhaltung von Nutzungs- und Lizenzvereinbarungen (data policies). Diese Grundbausteine sind anhand von Spezifikationen und technischen Implementierungen zu erarbeiten und innerhalb des CCCA abzustimmen.

Mit der Spezifikation eines anzuwendenden Metadaten Profils, einer Verknüpfung eines eindeutigen Identifier mit dem zu integrierendem Datensatz und einer geplanten semi-automatisierten Überführung (mapping) zwischen den Metadaten Standards, z.B. WMO-ECV, INSPIRE oder ISO 19135, spiegelt sich ein Mehrwehrt als Datenschnittstelle wider.

Die Datenintegration kann direkt über eine FTP (File Transfer Protocol) Schnittstelle inklusive Bereitstellung der Metadatenkatalog erfolgen. Bestehende Dienste und Daten können über OGC konforme Standards und Protokolle (http://www.opengeospatial.org/) integriert werden. Dies beinhaltet ein Abbilden von Metadaten (CSW), einen View Service (WMS) sowie INSPIRE kompatiblen Download Service (WCS / WFS / SOS / AtomFeed).

Zu dem heterogenen Dateninventar des CCCA Datenzentrums gehören unter anderem Beobachtungs- und Messdaten, Klimaszenarien und deren Folge-abschätzungen, Modellergebnisse, soziökonomische Informationen aber auch Projektberichte und Interviews, die keinen klaren räumlichen Bezug im Sinne von Geo-daten darstellen.

Der Datenzugang, das Auffinden, der Download, als auch die Visualisierung vordefinierter Parameter wird ebenfalls über OGC konforme Services im CCCA Datenzentrums erfolgen.

Die geplante Darstellung von Modellen mit der Implementierung eines Modell Registers, können Modell-beschreibungen aktualisiert und dokumentiert werden, auch Verknüpfungen zu den Modellergebnissen ist hier vorstellbar.

Rechenressourcen sollen ebenfalls über das CCCA Datenzentrum bereitgestellt und abgewickelt werden. Wie die Ressourcen zugewiesen werden, wird in einem gesonderten Arbeitspaket bearbeitet.

Die gesamte Entwicklung im CCCA Datenzentrum wird als iterativer Prozess verstanden, in denen bedarfsorientierte Anforderungen, als auch spezifische Applikationen eingebunden werden, die der österreichischen Klimaforschung hilfreich sein können.

Mit der Besetzung der Leitungsstelle, sowie der geplanten Einstellung zweier Programmierer und der fachlichen Unterstützung der ZAMG IT Abteilung ist für das Jahr 2015 das CCCA Datenzentrum auf eine Basis gestellt. Mit den konzeptionellen Arbeiten und deren technischen Umsetzungen sind erste Prototypen zur Datenintegration zum Ende des Jahres zu erwarten.

Chris Schubert

 

29.07.2015

"Klimafreundliche Forschung - Climate friendly Research"

Die (Klima)forschung und Forschungsförderung, insbesondere öffentlich finanzierte Forschungsprogramme, haben das Ziel bei der Bewältigung der bis lang einzigartigen Herausforderung des Klimawandels unterstützend mit zu wirken. Paradoxerweise hat der Forschungs- und Forschungsförderungssektor, mitunter die Klimaforschung, selbst einen kohlenstoffintensiven Arbeitsstill entwickelt - angefacht durch steigende Erwartungen an internationale Kooperationen, billige Flugpreise und Nutzung ressourcenintensive Infrastrukturen.

Allerdings hängt der Erfolg wissenschaftliche Kommunikation stark von Glaubwürdigkeit ab, welche durch solche - mit der Botschaft von KlimawissenschafterInnen inkonsistente - Aktivitäten untergraben werden.

Viele Forschungseinrichtungen unternehmen konkrete Schritte um den CO2-Fussabdruck ihrer Aktivitäten zu senken.

Lesen Sie hier mehr. 

 

21.07.2015

CCCA´s 1st Powerpoint Karaoke

Im Juli diesen Jahres veranstaltete das Climate Change Centre Austria eine neue Art der Vernetzung zwischen KlimaforscherInnen im Grazer Scherbenkeller.

Gemäß dem Format kamen die zehn TeilnehmerInnen nicht nur aufgrund der im Lokal herrschenden Temperaturen ins Schwitzen. Galt es doch im Zuge einer zufällig gezogenen Präsentation eines jeweils anderen diese zwar aus dem Stegreif, aber dennoch überzeugend zu präsentieren. Diejenigen, die sich dabei mit einer eher textlastigen Vorlage konfrontiert sahen, griffen kreativ auf ihre Phantasie zurück. Andere mussten sich in äußerst künstlerisch gestalteten grafischen Darstellungen zurechtfinden.

Ziel dieses Treffen war es, WissenschaftlerInnen die Möglichkeit zu einem ungezwungenen, gegenseitigen Austausch zu bieten und einander neueste Erkenntnisse zum Thema Klimawandel vorzustellen.

Aufgrund des guten Gelingens, soll dieses neue Format mit hohem Unterhaltungswert noch in diesem Herbst seine Fortsetzung finden.

 

20.07.2015

"Erstmals in der Geschichte ist der Mensch dabei das Weltklima zu ändern!"

Mit dieser Erkenntnis traten 1985 die Klimaforscher der World Meteorological Organization (WMO), die United Nations Environment Programme (UNEP) und der International Council for Science (ICSU) in Villach an die Weltöffentlichkeit. Gemeinsam forderten sie vor 30 Jahren Wirtschaft und Politik auf, Maßnahmen zum Klimaschutz zu setzen. Die Zeitgeschichte unseres Klimas begann in Villach Damals wurde die gemeinsame Erklärung an die Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Inzwischen ist diese Klimakonferenz in die Geschichte eingegangen: "Die WMO-Konferenz 1985 in Villach war ein Meilenstein der Klimadebatte. Damals richteten die Forscher erstmals den Appell an die Politik, etwas gegen die Treibhausgas-Emissionen zu tun - in Folge wurde der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gegründet." Viele Koryphäen der Klimaforschung wie zum Beispiel Phil Jones oder Syukuro Manabe waren dort. Sie kamen aus allen Regionen der Welt: USA, Sowjetunion, China, Indien, Australien, Japan, Kenia, Ägypten und so weiter. Leider sind inzwischen die legendären Klimaforscher Bert Bolin, Hans Oeschger, Roger Revelle schon verstorben. Unter den jungen ForscherInnen waren unter anderem Jill Jäger und Helga Kromp. Wer die Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft! In Villach wird Jill Jäger erzählen, wie der Wissenstand 1985 war und wie sie die letzten 30 Jahre miterlebt hat.

Gottfried Kirchengast, Gründer und Leiter des Wegener Centers war damals noch Student bei Siegfried Bauer am Institut für Geophysik in Graz. Er genießt inzwischen als Klimaforscher weltweites Ansehen. Die Zukunft des Weltklimas Die Klimakonferenz in Villach hat das Ziel das Wissen von 1985 mit dem Stand von 2015 abzugleichen um daraus Handlungsvorschläge für die Zukunft abzuleiten. Daher wird ein Hauptaugenmerk auf die Wissensvermittlung an die gegenwärtige Jugend gelegt. Ihnen wird die Möglichkeit geboten sich das Wissen von führenden Klimaexperten anzueignen.

 

  • Wolfgang Schöner (Obmann) Uni Graz

  • Michiko Hama (Obmann-Stvin.) Patenschaft Service Center, alpS

  • Herbert Formayer (Obmann-Stv.) Patenschaft Datenzentrum, BOKU

  • Helmut Haberl (Obmann-Stv.) APCC, AAU

  • Andreas Richter (Schriftführer) Patenschaft Geschäftsstelle, Uni Wien

  • Elisabeth Rigler (Schriftführer-Stvin.) Patenschaft Datenzentrum, UBA

  • Claudia Kettner (Kassierin) Patenschaft Geschäftsstelle, WIFO

  • Gerhard Wotawa (Kassier-Stv.) Patenschaft Service Center, ZAMG

- See more at: www.ccca.ac.at/de/service/news-archiv/news-detail/article/neuer-vorstand/

22.06.2015

Energieforschungsprogramm 2015

Das Programm verfolgt das Ziel, die Kosten hocheffizienter und emissionsarmer Energie- und Mobilitätstechnologien zu senken und dazu beizutragen, dass österreichische Unternehmen in diesem schnell wachsenden Sektor auch künftig eine führende Rolle spielen. Das Ziel, die Beteiligung von Industrie und Wirtschaft mittelfristig auf mindestens 60 Prozent zu erhöhen, wird konsequent weiterverfolgt.

Die Ausschreibung ist mit 30 Millionen Euro zur Einreichung innovativer Energie- und Mobilitätsforschungsprojekte dotiert.

EINREICHFRISTEN:

  • Projekte mit einer beantragten Forschungsförderung von maximal 2 Mio. Euro bis spätestens Mittwoch, 23. September 2015, 12:00 Uhr
  • Leitprojekte mit einer beantragten Forschungsförderung ab 2 Mio. Euro bis spätestens Donnerstag, 25. Februar 2016, 12:00 Uhr

Alle Ausschreibungsunterlagen finden Sie auf unserer Homepage: https://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/2015/energieforschungsprogramm-2015/

Zum Programmstart dürfen wir Sie außerdem sehr herzlich zum Informationstag zu den Energie- und Mobilitätsforschungsprogrammen 2015 des Klima- und Energiefonds, am 3. Juni in der Wirtschaftskammer Österreich einladen. Die Veranstaltung richtet sich an alle VertreterInnen der Wirtschaft und Wissenschaft und alle am Thema Forschung Interessierte.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier

 

22.06.2015

WMO aktualisiert Klimanormalperiode auf 1981-2010

New Two-Tier approach on "climate normals"

Congress recognizes urgent need to incorporate climate change in decision making

The World Meteorological Organization will introduce a new a two-tier approach to the 30-year baselines for climate data to take into account the rapid pace of climate change as well as the operational needs for up to date climate information.

Because the climate varies naturally from year to year, climatologists use standard 30-year averages of temperatures, precipitation and other variables to put, for example, the magnitude of a current heatwave or rainstorm into historical context. These 30-year historical averages are called “climate normals” and can be calculated at the local, national or global levels.

Climate normals are presently updated once every 30 years, and the current official climate normal period is 1961-1990. The resulting averaged data are called WMO Climatological Standard Normals. However, rising atmospheric concentrations of greenhouse gases are changing the Earth’s climate much faster than before. As a result, decision-makers in climate-sensitive sectors and industries such as water management, energy, agriculture and viticulture may be basing important decisions on information that may be out of date.

The World Meteorological Congress, WMO’s top decision-making body on Standards, approved a resolution that WMO will update the climatological Standard Normals for operational purposes every 10 years and will use 1981-2010 as the current base period. However, it will retain 1961-1990 as the historical base period for the sake of supporting long-term climate change assessments.

“In a world in which the climate is changing rapidly, we need to update the climate normals more frequently than we did in the past to keep them useful,” said Thomas C. Peterson, President of the WMO Commission for Climatology and Principal Scientist of NOAA's National Centers for Environmental Information.

“But at the same time, we need to keep the historical baseline for the sake of public and scientific understanding about the rate of climate change.”

Many national weather services have already started to use the more recent 30-year period of 1981-2010 for operational services, such as forecasts of peak energy load and recommendations on crop selection and planting times. One consequence of this is that different researchers and weather services are using different baselines, which results in inconsistent comparisons.

The move to two-tier baselines will help harmonize and standardize the differing national approaches and facilitate international comparisons.

The new technical regulation on “Calculating Climatological Standard Normals approved by Congress means that all countries will start using the period 1981-2010. This period would be updated every 10 years, so that the 30-year climate normal to be used in the 2020s would be 1991-2020. But the 1961-1990 baseline for assessing climate change will be kept until there is a scientifically compelling reason for changing it.

Today’s increasingly powerful computers and climate data management systems now make it much easier to conduct more frequent updates, which involve analyzing massive amounts of climate data. Another advantage of decadal updates is that they will make it possible to incorporate data from newly established weather stations into the normals more rapidly.

www.wmo.int

 

22.06.2015

Neue Fact Sheets 

Mit seinen Fact Sheets, stellt das CCCA klimarelevanten Grundlagen sowie aktuellen Forschungsergebnissen, in Form von Kurzzusammenfassungen interessierten Laien als auch für den/die ExpertIn Wissen, zur Verfügung.

Die zwei neuesten Fact Sheets zu den Themen "Regionale Klimamodellierung in Österreich" und "Tourismus" sind hier als pdf zum Download bereitgestellt.

 

22.06.2015

JRC - IIASA Summer School on Evidence and Policy - Call for Expression of Interest

The JRC, together with the International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), will hold a three-day summer school bringing together scientists and policy-makers to learn how to better use evidence for policy-making.

A joint announcement for the school from both Directors-General is available here, as well as a draft agenda.

Day 1 will include high-level policy-makers and scientists who will share their knowledge with the participants, while the following two days will focus on developing students' skills in the use of evidence to develop policy. In advance of the summer school, participants will be required to produce a poster outlining their work to be presented during the first day.

Who can apply? For the first such joint initiative, a call for expression of interest from those conducting research and developing policy in the field of energy, including its links to climate and air quality, are invited to reply.

We are looking for a total of 20 young scientists from across the EU. Applicants should submit their details, along with a 200 word motivation statement outlining how their work in the field of energy, including its links to climate and air quality, is relevant to the evidence-policy nexus and why they would benefit from attending the school to JRC-A.1@ec.europa.eu.

The deadline for applications is midnight CET on 15 June 2015. Selection will be made on the basis of the motivation statement and the need to have a representative distribution from across the EU. Participants will have to cover their own travel and accommodation expenses, but meals and transport to/from IIASA will be covered.

For more information, please contact JRC-A.1@ec.europa.eu.

 

09.06.2015

Neues Fachjournal zu Climate Services

The journal Climate Services brings science and practice together. It serves as a means of communication, dialogue and exchange forum between researchers and stakeholders.

Climate services develop and provide science-based and user-specific information relating to past, present and potential future climate. They help society cope with climate variability and change. Climate service users include economic, administrative, political and scientific bodies, within and across sectors and disciplines. Information about climate, climate change, and impacts on natural and human systems as well as mitigation and adaptation strategies is tailored to the specific user requirements.

The journal Climate Services is at the interface between climate research and application, specifically related to climate services. Climate services address all sectors affected by climate, at global, regional and local scale. They connect natural and socio-economic research with practice. Climate Services addresses both researchers in the field of climate service research, and stakeholders and practitioners interested in or already applying climate services. This is reflected in a new climate service article type, which contains a classical scientific part as well as a chapter with easily understandable practical implications for policy makers and practitioners.

Please find more information here.

 

26.05.2015

Impressionen des 16. Österreichischen Klimatages

Der 16. Österreichische Klimatag fand von 28.-30. April 2015 an der Wirtschaftsuniversität Wien statt. Das diesjährige Programm und Details.

Presseaussendung zum Klimatag (28.4.2015)

Alle Informationen und Impressionen vom Klimatag finden Sie hier.

 

08.05.2015

Schule trifft Klimaforschung

Am 16. Österreichischen Klimatag diskutierten rund 300 Fachleute in Wien die neuesten Forschungsergebnisse und mögliche Maßnahmen im Bereich Klimawandel. Auch zwei Schulklassen aus Wien hatten die Gelegenheit, ihre Fragen an renommierte Forscherinnen und Forscher zu stellen. Wien stand von 28. bis 30. April 2015 im Zentrum der österreichischen Klimaforschung.

Auf Einladung des Climate Change Centre Austria (CCCA) und unterstützt unter anderem von der Stadt Wien und dem Klima- und Energiefonds erörterten rund 300 Fachleute unterschiedlicher Bereiche die neuesten Erkenntnisse der österreichischen Klimaforschung. Neben dem wissenschaftlichen Austausch war auch der Dialog mit der Gesellschaft ein Schwerpunkt.

So lud die Stadt Wien im Rahmen des Bürgermeisterkonvents zu einem Workshop mit Multiplikatoren aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen und Klimafachleuten ein. Und zwei Schulklassen hatten die Gelegenheit, am Klimatag ihre Fragen und Anliegen mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern zu besprechen.

Nähere Informationen finden Sie hier

 

08.05.2015

Mehr landwirtschaftliche Erträge durch den Klimawandel?

Das Projekt COIN* evaluierte die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in Österreich. Durch das vorhersehbare Ansteigen der Temperatur könnten sich landwirtschaftliche Erträge speziell in Westösterreich sogar steigern. - Welche Problematik birgt das mit sich? Wie kaum ein anderer Sektor ist die Landwirtschaft von klimatischen Einflüssen abhängig. Bereits geringe Veränderungen der Temperatur und des Niederschlags haben spürbare Auswirkungen auf die Erträge.

Wir befragten zwei renommierte Experten über den Einfluss des Klimawandels auf landwirtschaftliche Erträge über die nächsten Jahrzehnte: Hermine Mitter, Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung der Universität für Bodenkultur in Wien und Hannes Schwaiger, Energie und Nachhaltigkeit der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH.

Finden Sie die Antworten hier.

 

20.04.2015

Klimaschutz und Bildung    

Eine Veranstaltung im Rahmen der Wiener Initiative "Klimaschutz und Bildung" (www.klimaschlau.wien.at) und in Kooperation mit dem 16. Österreichischen Klimatag des "Climate Change Centre Austria"

Urbanisierung und Städte als eine der zentralen Ursachen desglobalen Klima- und Umweltwandels. In dem Maße aber, in dem die Schwierigkeiten der internationalen Staatengemeinschaft sich auf ein verbindliches Klimaschutzabkommen zu einigen immer deutlicher zu Tage traten, wurden viele Städte zu aktiveren und ambitionierteren Akteuren einer nachhaltigen Entwicklung, als es Nationalstaaten je waren. Wird die Nachhaltigkeitswende von Städten ausgehen?"--- Helga Weisz

Dienstag, 5. Mai 2015, 19 Uhr
Wiener Rathaus, Wappensaal
Lichtenfelsgasse 2, Feststiege II, 1010 Wien

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier und auf wien.at.

 

09.04.2015

Kompetenzlandkarte

Das Climate Change Centre Austria möchte seine Mitglieder dabei unterstützen, Ihre Leistungen und Services auf nationaler sowie auf internationaler Ebene sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen der Joint Programming Initiative (JPI) Climate der Europäischen Kommission ein Fragebogen über Klimadienstleister entwickelt. Bietet Ihre Institution Klimadienstleistungen an? Teilen Sie hier Ihre Expertise und Erfahrungen mit uns und nutzen Sie die Chance der Vernetzung!

Nähere Informationen zur Kompetenzlandkarte finden Sie hier.

Link zur JPI Homepage: http://www.jpi-climate.eu/home

 

02.04.2015

CCSH15

Elham Madadi und Christian Kersten Hofbauer organisierten am Institut für Städtebau der TU Graz von 18.02.2015 bis 20.02.2015 eine Konferenz über Klimawandel und Nachhaltiges Kulturerbe, CCSH15 (Climate Change and Sustainable Heritage 2015).

Diese Konferenz setzte sich zum Ziel einen interdisziplinären Austausch zwischen Experten, Studenten und Wissenschaftlern zu initiieren. Die Teilnehmer kamen aus allen Teilen der Welt: aus China, Australien, Indien, Iran, Ägypten, U.S.A. und Europa. Die Vielfalt der Themen wurde in zwei Gruppen unterteilt behandelt. Einerseits wurden die Auswirkungen auf unsere Kultur und Naturerbe, andererseits die Nachhaltigkeit in der Gebäude- bzw. Stadtplanung behandelt.

Finden Sie nähere Informationen im Rückblick.

 

02.04.2015

"Klimawandel trifft Alpinen Raum"

The German motto of the Actionday 2015 of our Research Focus - "Klimawandel trifft Alpinen Raum" - was ambiguous as Dr. Helmut Hojesky, speaker at our Actionday, nicely explained: "Climate change meets / hits Alpine Space"

In other words there are new opportunities as well as new risks expected from climate change in mountain regions around the globe - the better the regions adapt, the better chances might be seized and risks be reduced. The adaptation needs long term planning and depends on comprehensive knowledge form various disciplines.

The gain of knowledge is the responsibility of the scientific community, particularly in the Alps with their unique research tradition and data availability. Our Research Focus "Alpine Space - Man and Environment" at the University of Innsbruck is a perfect association of experts to deal with the complex issue of climate change in mountain regions - especially if specific expertise from the different disciplines is brought together.

Click here for more information.

 

01.04.2015

Ausschreibung JPI Climate / Belmont Forum eröffnet

Call for Climate Services Collaborative Research action on Climate Predictability and Inter-regional Linkages (Drivers and mechanisms linking Poles & Monsoons for societal usefulness of climate services).

Gefördert werden Projekte, die sich mit Klimaextremen und deren Auswirkungen im Zusammenhang mit Polar- und Monsunsystemen auf verschiedene vulnerable Weltregionen befassen. Die Resultate der Forschungsprojekte sollen einen Beitrag zur Entwicklung von Klimadienstleistungen mit einem Fokus auf die Rolle von interregionalen Verbindungen bei Klimavariabilität und Klimavorhersagen leisten. Inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ist erwünscht; das Ziel sind Resultate welche flexibel auf andere Regionen  übertragbar sind und zum Verständnis von Klima bei Entscheidungsprozessen beitragen.

Der Link zum Call

 

06.03.2015

Ausschreibung StartClim2015 geöffnet

Im Rahmen des Forschungsprogramms StartClim werden im Jahr 2015 bereits zum 13. Mal Projekte vergeben. StartClim versteht sich als Programm, das hilft, Anfänge zu setzen. Es werden innovative Projekte gefördert, die aktuelle Fragestellungen im Hinblick auf die nationale Anpassungsstrategie aufgreifen.

Ausschreibungsfrist: 04. März 2015 bis 10. April 2015

Laufzeit der Projekte: ca. 10 Monate

Weitere Informationen:
http://www.startclim.at/

 

14.01.2015

COIN "COst of INaction": Projekt abgeschlossen

Das interdisziplinäre Projekt COIN (Cost of Inaction – Assessing Costs of Climate Change for Austria) evaluiert die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels für Österreich. Dazu werden in den zwölf Schlüsselsektoren Sektor intern und -übergreifend mittels Szenarien mögliche Auswirkungen von Klimaänderungen in Kombination mit sozioökonomischen Entwicklungen analysiert. Szenarien sind plausible alternative zukünftige Situationen, deren Analyse es erlaubt, Bandbreiten zwischen negativen und positiven Auswirkungen abzuschätzen sowie kritische Konstellationen zu erkennen.

Allein die robust bewertbaren Schäden in Österreich werden demgemäß von derzeit rund 1 Mrd. EUR pro Jahr auf rund 5 Mrd. EUR (Bandbreite 3,7 bis 8,8 Mrd. EUR) zur Mitte des Jahrhunderts ansteigen, zudem werden Extremereignisse und nicht monetär quantifizierte Auswirkungen auftreten.

Weitere Informationen zu COIN finden Sie unter http://coin.ccca.at/

Presseresonanz

 

17.10.2014

AAR14 Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel 2014 - Download

Der Österreichische Sachstandbericht (Austrian Assessment Report 2014- AAR14) ist Ergebnis des Projekts "Austrian Panel on Climate Change" (APCC), das vom Klima- und Energiefonds finanziert wurde (Laufzeit Juni 2010 – Oktober  2014).

Erstellt in einer dreijährigen gemeinsamer Anstrengung liefert dieser Bericht auf mehr als 1000 Seiten eine bislang beispiellose, detaillierte wissenschaftliche Darstellung, wie der Klimawandel Österreich verändert hat und noch verändern wird. Er zeigt aber auch weitreichende Maßnahmen zur Vermeidung und Anpassung auf und stellt so einen wertvollen Leitfaden für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit dar.

Zum Download des AAR14

Zum Download der Kurzfassungen des AAR14

Download weiterer Informationsmaterialien des AAR14

Die Veranstaltung vom 17. September 2014 zum "Nachschauen" (Videos der Präsentationen)

Download der Präsentationen der Veranstaltung vom 17. September 2014

Informationen über das Projekt APCC

 

13.09.2014

CCCA hat einen neuen Web-Auftritt

Die neue Website des CCCA ist online! Die CCCA-Website wird zu einem zentralen Kommunikationsmedium des CCCA mit seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit ausgebaut. Die Informationen werden laufend erweitert und aktualisiert. In einem der nächsten Schritte werden die wesentlichen Informationen auch auf Englisch bereitgestellt.

Das CCCA-Team freut sich über Anregungen und Input für die neue Website und nimmt diese gerne unter info@ccca.ac.at entgegen.

 

12.09.2014

Präsentation des österreichischen Klimaberichtes

Mittwoch, 17. September 2014, 10 bis 18 Uhr im Tech Gate Vienna, Donau-City-Straße 1, 1220 Wien

Der Klimawandel ist in Österreich angekommen – sichtbar und spürbar wird er unter anderem durch Hitzerekorde oder Gletscherrückgang. Eine umfassende wissenschaftliche Darstellung, wie der Klimawandel Österreich verändert hat und noch verändern wird, gab es bislang jedoch noch nicht. Der Klima- und Energiefonds freut sich daher zur Präsentation des ersten österreichischen Sachstandsberichtes Klimawandel (AAR14) einzuladen!

Alle Informationen zum AAR14 finden Sie unter www.apcc.ac.at

 

11.09.2014

16. Österreichischer Klimatag - Terminaviso

Der nächste Österreichische Klimatag findet von 28.-30. April 2015 in Wien an der Wirtschaftsuniversität statt.