Frontiers in Regional Climate Research (FRECH)


Nutzer von regionalen Klimainformationen sehen sich mehr und mehr mit einer Vielzahl von Datenquellen für Entscheidungsprozesse konfrontiert: beobachtete Trends, Simulationen mit Globalmodellen, mit dynamischen oder statistischen Modellen. Ergebnisse liegen wiederum für verschiedene Modellgenerationen vor. Im wesentlichen stimmt das globale Bild, das aus diesen Quellen konstruiert wird, überein. Regional widersprechen sich diese Informationen jedoch. Z.B. gibt es Ensembles, die im Frühling eine Zunahme des Niederschlags vorhersagen, andere die von gleichbleibendem Niederschlag ausgehen.

Es gibt auch Indizien, dass Änderungen gerade im Auftreten von manchen Extremereignissen systematisch falsch abgeschätzt werden. Kurz, es wird deutlich, dass der bisherige Umgang mit Unsicherheiten in der regionalen Klimaforschung unzureichend war. Entscheidungsträger und Klimaforscher stehen vor dem Dilemma, welchen Daten sie vertrauen können.

Mehrere Workshops des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) und IPCC haben sich deshalb seit 2014 mit der sogenannten "Climate Information Distillation" befasst: wie extrahiert man aus der Vielzahl an Daten robuste Informationen? Welche Informationen sind überhaupt glaubwürdig?

Ziel des FRECH Projektes ist es, ein österreichweites transdisziplinäres Netzwerk zu bilden, das die österreichische Klimaforschung institutionell stärkt und sich in enger internationaler Kooperation den Themen Regionale Klimamodellierung und Climate Information Distillation widmet. Dazu werden mehrere Workshops abgehalten, in denen es um Diskussion, Netzwerkbildung, Wissenstransfer und Projektplanung geht. Eine Arbeitsgruppe, die sich regelmäßig trifft, wurde gegründet.

Ziele des Projekts

Protokoll des 1. Workshops im Dezember 2016.