Überblick


Der Prozess zur Entwicklung eines Science Plan reicht zu den Anfängen des CCCA zurück und wurde im November 2011 durch ein Projekt des damaligen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung und der Einrichtung einer CCCA Arbeitsgruppe initiiert. Seither wurde die Entwicklung des Science Plan bei den jährlich stattfindenden CCCA Vollversammlungen (siehe Protokolle der Vollversammlungen 2011-2016) thematisiert, seine Entwicklung dokumentiert und präsentiert sowie mit den MitgliedervertreterInnen des CCCA diskutiert. Die detaillierte Entstehungsgeschichte ist auf der CCCA-Website nachzulesen. Um die Entwicklung des Science Plan so partizipativ und transparent wie möglich zu gestalten, wurden in den einzelnen Entstehungsphasen Beteiligungsmöglichkeiten in unterschiedlicher Form angeboten: Von Februar 2012 bis Mai 2013 gab es einen umfangreichen Beteiligungsprozess unter den österreichischen KlimaforscherInnen, u.a. in Form von Workshops, auf Basis dessen gemeinsame Ziele, Forschungsbereiche und Prozessschritte für einen Science Plan erarbeitet wurden. Von April bis Mai 2016 wurde ein öffentlicher Kommentierungsprozess durchgeführt, wodurch eine größtmögliche Einbindung von an der Thematik interessierten Personen gewährleistet wurde. Die CCCA Community wurde zudem in regelmäßigen Abständen mittels der CCCA-Newsletter über die Entwicklung des Science Plan informiert. Weiters gab es eine Abstimmung mit dem Austrian Assessment Report (APCC AAR14), aus dem sich Themen zum aktuellen Stand der Forschung ergaben. Zur Qualitätssicherung wurde die vorliegende Version des Science Plan in der finalen Phase von RevieweditorInnen begleitet. Diese Fassung wurde gemäß den CCCA Statuten (§10) im März 2017 im Rahmen der 9. CCCA-Vollversammlung beschlossen.

Bisheriger Prozess - Details


Das Climate Change Centre Austria (CCCA) wurde im November 2011 vom damaligen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) beauftragt, einen Science Plan für die Klimaforschung in Österreich zu entwickeln. Dieser soll  zur Bündelung und Fokussierung der bestehenden Klimaforschung unter Berücksichtigung der Grundsätze und Strategien der österreichischen Forschungspolitik und der Definition von prioritären Forschungsfeldern in der Klimaforschung beitragen. Im Rahmen des Projektes wurde das Ziel verfolgt, den Science Plan gemeinsam und abgestimmt mit einer CCCA Strategie zu Aus- und Weiterbildung in der Klimaforschung zu entwickeln. Neben der finanziellen Förderung durch das BMWF wurde das Projekt durch umfangreiche Eigenleistungen seitens der CCCA Gemeinschaft ermöglicht.

Zur Umsetzung des Projekts wurden die AG Science Plan unter Leitung von Georg Kaser (UIBK) und die AG Nachwuchsförderung unter Leitung von Reinhard Mechler (IIASA/WU) eingerichtet. Auf die Aus- und Weiterbildung wird hier jedoch nicht weiter eingegangen.

Im Zeitraum von Februar 2012 bis Mai 2013 gab es einen umfangreichen Beteiligungsprozess unter den österreichischen Klimaforscher/innen. Aufbauend auf intensiven Diskussions- und Abstimmungsprozessen im Rahmen von Arbeitsgruppentreffen  wurden gemeinsam Ziele, Forschungsbereiche und Prozessschritte für einen Science Plan erarbeitet.

Am 25. und 26. März 2013 fand ein CCCA-Strategieworkshop statt, zu dessen Vorbereitung eine Zusammenschau zu inhaltliche Expertisen der österreichischen Klimaforschung (bestehende Schwerpunkten und Kompetenzen) sowie eine Zusammenschau von Stakeholder-Perspektiven zur Klimaforschung in Österreich erstellt wurden. Der Workshop diente als erste Diskussionsarena zur konsensuellen Entwicklung eines nationalen Science Plan für die Klimaforschung. Durch die engagierte und aktive Teilnahme von Forscher/innen aus unterschiedlichen Disziplinen und die Gründung inhaltlicher Subarbeitsgruppen zu diesen Bereichen wurde eine wichtige Grundlage zur detaillierten Ausgestaltung des Science Plan geschaffen.

Das zentrale strukturelle Ergebnis war, die definierten Subarbeitsgruppen über den Workshop hinaus damit zu beauftragen, die weitere Ausgestaltung des Science Plan als Editoren für ihre jeweiligen Forschungsbereiche zu begleiten. Dazu wurden Forschungsbereiche definiert, die hier zu finden sind.

Der Abschlussbericht des Projekts von Mai 2013 stellt eine detaillierte Dokumentation der Ergebnisse dieses umfangreichen Prozesses und der Arbeiten der Sub-AGs zu den drei Forschungsbereichen dar. Dieser Bericht steht für CCCA-Mitglieder nach dem LogIn auf dieser Seite zur Verfügung.

Nach Abschluss des vom BMWF geförderten Projekts wurde der Prozess zur Entwicklung eines Science Plans für die österreichische Klimaforschung von CCCA durch die AG Science Plan weiter geführt und auch finanziell unterstützt.

Im Juni 2013 startete ein breiter Beteiligungsprozesses in der Community zur Abstimmung des Arbeitspapiers zum Science Plan (koordiniert von Georg Kaser und Bianca Rossmann). Dieses Dokument wurde an alle bisher Beteiligten versendet, mit der Bitte, es weiter zu streuen. Die Rückmeldungen dazu sind in den Workshop am 14./15. November 2013 eingeflossen. Ziel dieses Workshops war es, diese Rückmeldungen in ein von allen akzeptiertes Dokument zusammenzufassen, so dass die österreichischen Klimaforscher/innen von Politik und Gesellschaft als eine koordinierte Klimaforschungs-Community wahrgenommen werden. Ergebnisse des Workshops sind in einem ausführlichen Protokoll dokumentiert, das für CCCA-Mitglieder nach LogIn auf dieser Seite zur Verfügung steht.

Auf Basis dieser Ergebnisse wurde in den drei Subarbeitsgruppen in unterschiedlicher Weise weiter gearbeitet. Es war geplant, dass der Forschungsbedarf, der sich aus der Erstellung des APCC-AAR14 ergab, ebenfalls berücksichtigt und integriert werden soll. Da dieser bedingt durch die verzögerte Fertigstellung des AAR14 jedoch im Herbst 2013 noch nicht in Letztversion vorlag, kam es zu einer Unterbrechung in der Erarbeitung des Science Plan.

 

Entwurf 2015

Wegen zahlreicher anderer Verpflichtungen legte Georg Kaser im Herbst 2014 die Leitung der AG nieder. Als Mitglieder der AG Science Plan und als bis Juni 2015 im CCCA-Vorstand für den Science Plan Prozess Zuständige haben Helga Kromp-Kolb und Hans Stötter im Sommer 2015 alle bisher vorhandenen Unterlagen um den Forschungsbedarf aus APCC-AAR14 ergänzt, redaktionell bearbeitet und zu einer first draft-Version zusammengeführt. Gemeinsam mit allen vorhandenen Unterlagen wurde diese first draft-Version im Sommer 2015 an den CCCA-Vorstand übergeben.

Im Zuge der Überarbeitung wurde die Kapitelstruktur erweitert. In der Einleitung wurde das bereits vorhandene Kapitel zum Selbstverständnis um einen Abschnitt zur Wissenschaftskommunikation ergänzt.

Der Hauptteil des Science Plan umfasste ursprünglich drei Forschungsbereiche. Diese wurden in sechs Kapitel aufgeteilt und behandeln nun die Forschungsprioritäten. Im Kapitel 3.5 ist als übergreifendes Thema Forschung zur gesellschaftlichen Transformation zusammengestellt. Dies ist dadurch gerechtfertigt, dass Transformationsforschung übergreifend (Impakt, Anpassung und Mitigation) ist und in diesem Themenfeld noch viele grundsätzliche Forschungsfragen offen sind, die nicht nur für die Klimapolitik relevant sind. Dadurch soll zudem betont werden, dass eine eigene Finanzierungsschiene für Transformationsforschung als wichtig und notwendig erachtet wird.

Der letzte Abschnitt der Forschungsprioritäten behandelt Querschnittsmaterien und einzelne spezifische Themenkomplexe, wie Klimawandel im Gebirge, im urbanen Raum oder Extremereignisse.

Die in den einzelnen Abschnitten angeführten Forschungsprioritäten resultieren aus zwei Prozessen: Zum einen wird dort der Forschungsbedarf angeführt, der den ursprünglichen Papieren der Arbeitsgruppen entnommen wurde. Zum anderen wurde der im APCC AAR14 definierte Forschungsbedarf integriert. Da der Forschungsbedarf in den einzelnen Kapiteln des AAR14 sehr inhomogen dargestellt ist, wurde hier von Helga Kromp-Kolb und Hans Stötter versucht, jeweils eine allgemeine Beschreibung des Problems zu formulieren (z.B. Modellverbesserungen) und den Forschungsbedarf mit Beispielen verständlich zu machen (z.B. höhere räumliche Auflösung). Die first draft-Version des Science Plan soll und kann den Forschungsbedarf allerdings nicht vollständig erfassen, da ständig neue Forschungsfragen hinzukommen.

Ein Kapitel zur Schaffung von Rahmenbedingungen für die Forschung sowie eine Beschreibung des Istzustandes der Klimaforschung in Österreich bilden den Abschluss des Science Plan Draft.


Version März 2017

Im Februar 2016 wurde die AG Science Plan neu aktiviert und um neue Mitglieder erweitert. Ein öffentlicher Kommentierungsprozess für den Science Plan fand von Februar bis Mai 2016 statt. Anschließend hat die AG die eingegangenen Kommentare in das vorliegende Dokument eingearbeitet. Zur Qualitätssicherung wurde die Entwicklung des Science Plan in der finalen Phase von RevieweditorInnen begleitet. Der Science Plan wurde in der Version März 2017 der 9. CCCA-Vollversammlung vorgelegt und einstimmig beschlossen.

Dokumente zum Entstehungsprozess


Die Dokumente zum Entstehungsprozess sind nach LogIn für CCCA-Mitglieder hier sichtbar.